Samstag, 25. März 2017

Postkartengruss aus Honau, vom ehemaligen "Gasthof zum Adler" - heute: "Hotel-Restaurant Adler".



Nach den aufgefundenen Unterlagen wurde das Haus um 1830 erbaut. Als Eigentümer bzw. Wirte sind eingetragen:
1870,    Michael Heid, Gemeinderat.
1877,    Johann Wilhelm Haux, Bäcker und Adlerwirt. Er gründete 1879 den "Adler". In den Jahren
             1896, 1898, 1910 und 1914 urkundlich als Eigentümer benannt.
1914,    Hermann Haux - beantragte bereits 1912 den Einbau eines Wirtschaftszimmers.
             Von 1920 bis 1937 Eigentümer.
1951     Luise Haux, Adlerwirts Witwe, von 1937 bis 1958 Eigentümerin, beantragte 1951 den
             Umbau.
1958     Die Tochter, Marta Walker, übernahm den Gasthof und erhielt im selben Jahr auch die
             Konzession für 11 Fremdenzimmer in der Olgastraße ("Gästehaus Herzog Ulrich").

Neben einer Vielzahl zufriedener Besucher, über Generationen hinweg, kann das "Hotel Adler" auch prominente Gäste vorweisen:
Nicht nur den Altbundeskanzler, Herrn Kurt Georg Kiesinger, auch der 4-Sterne-General und Oberbefehlshaber der NATO, Shalikashvilli, gab anläßlich seiner Abberufung aus Europa im "Hotel Adler" ein Galadinner für höchstrangige Offiziere.

Postkarte + Textauszüge: GHV-Lichtenstein-Archiv                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 24. März 2017

1928 - "Neue Nebelhöhle": Der Genkinger Eingang!


Geschichtliches zur Nebelhöhle (auszugsweise entnommen aus einem Prospekt aus den 1930er Jahren).
Von der durch eine Mauer getrennten, historischen und neuen zur vereinigten Nebelhöhle:


"Daß die Nebelhöhle einmal bewohnt gewesen wäre, ist nicht erwiesen, doch auch nie untersucht worden. Jahrhunderte lang hieß sie das Nebelloch. Mit Loch wurden früher fast alle Albhöhlen bezeichnet. Aufsteigende Dünste sollen ab und zu noch heute beobachtet werden. Erste Erwähnung erfolgte in einem Landschadensverzeichnis, vom Jahre 1486/87, wo Erpfinger und Undinger Bauern zur "Hut" bei einem größeren Jagen an die Höhle befohlen wurden. Am Ende des 16. Jahrhunderts hat der schwäbische Geschichtsschreiber Martin Crusius, Professor in Tübingen, nach der Erzählung eines benachbarten Pfarrers den Besuch des Lichtensteins durch Herzug Ulrich (1517 ff.) erwähnt, aber noch nicht dessen Unterschlupf in der Nebelhöhle.
An Württemberg kam die Gegend zu verschiedenen Zeiten, die Talorte wie Unter- und Oberhausen, schon im 14. Jahrhundert, Genkingen mit dem Klosteramt Pfullingen 1540, das Reichsstadtgebiet Reutlingen 1803 unter dem nachmaligen König Friedrich. Dessen Besuchen verdankt man die Verbesserung der Begehbarkeit der Höhle und die Entstehung des Volksfestes am Pfingstmontag.

Die Verwaltung hatte die Gemeinde Oberhausen (ab 1930 mit Unterhausen vereint) als Besitzerin des Eingangs in die "Historische Nebelhöhle". Von den Einnahmen kam durch Vertrag ein bestimmter Anteil der Gemeinde Genkingen zu, unter deren Markung sich die Höhle fortsetzt. Dieser Teil erhielt 1920 eine ungeahnte Erweiterung. Am 8. März gelang es zwei jungen Stuttgartern, Ingenieur Willi Kopp und Pharmazeut Karl Rau, die auf Neuentdeckung ausgegangen waren, den Zugang zur "Neuen Nebelhöhle" zu finden. Er wurde aber infolge der Uneinigkeit der 2 Gemeinden von den Genkingern vermauert. Diese legten dann den gewaltigen Stollen an. Der von der Außenwelt schwer empfundene Mißstand, zwei Höhlenteile besuchen zu müssen, fand endlich am 23. April 1931 ein Ende durch eine Vereinigung der beiden Gemeinden zu einem fünfköpfigen Verwaltungsausschuß. Am Himmelsfahrtsfest 1931 wurde die Vereinigung und die Eröffnung der "Vereinigten Nebelhöhle" festlich gefeiert."
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 23. März 2017

68ger-Blick auf die Unterhausener Ortsmitte.


Der obige Bildausschnitt stammt von einem Foto aus dem Jahr 1968. Die Aufnahme hat Botho Walldorf gemacht. Die Rahmenbedingungen, welche Unterhausen auch schon in früheren Jahrzehnten lebens- und liebenswert machten, gibt der Bildinhalt wieder: Wohnung, Arbeit, Schule, Kirche, Eisenbahn, Freibad, Post etc.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 22. März 2017

Kindergarten mit Tante Friedl Bernhard - 1940: "Lieber einen Sack Flöhe hüten als diese Rasselbande!"


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 20. März 2017

20. März 2017: Heute ist der astronomische Frühlingsanfang!


Foto: Sarah Heide / unser GHV-Mitglied aus dem Schwäbischen Wald                                                 eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 19. März 2017

Der "Singkreis" des CVJM Unterhausen e.V.


Der Singkreis entstand ursprünglich aus den beiden Jugendgruppen: Mädchen- und Jungenkreis, die sich in den 1950er Jahren einmal im Monat zum gemeinsamen Singen unter der Leitung des damaligen Pfarrers Ludwig Kaiser trafen. Nachdem die 40 bis 50 jungen Menschen lange Zeit nur einstimmig oder im Kanon sangen, lernten sie auf einem Ausflug in die Schweiz das vierstimmige Singen kennen und lieben.
Die bisherigen Chorleiter:
1951 - 1985  Pfarrer Ludwig Kaiser
1985 - 2002  Susanne Eißler
seit 2002       Christina Klemp

Das obige Foto zeigt den Chor in der evangelischen "Erlöserkirche", bei der Mitgestaltung eines Taufgottesdienstes, am 12. März 2017.

Textquelle: Homepage des CVJM Unterhausen
Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 18. März 2017

Als das Geräusch einer Motorbandsäge für die Ohren noch ein Genuss war.


Das Foto wurde in Unterhausen, an der Ecke Wilhelm-/Kirchstraße aufgenommen. Zu der Zeit hatte man keinen ruhigen Schlaf, wenn nicht mindestens im Schuppen für die nächsten 5 Jahre ein Holzvorrat gelagert war.

Die abgebildeten Personen sind von links: Karl Vollmer, Fritz Schüle, Frieder und Karl Mutschler.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein e.V.                                                                          Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 17. März 2017

Unterhausen: Das Schulhaus "auf der Halde".


1937 konnte das neue Schulhaus "auf der Halde" eingeweiht werden. Bei der Einweihung bekam das Gebäude den Namen "Herbert-Norkus-Schule" ( zum Gedenken an einen Hitlerjungen, der ermordet wurde). Nach 1945 wurde das Schulhaus in "Karl-Bröger-Schule" umbenannt. Karl Bröger war ein Arbeiterdichter (geb. 1886, gest. 1944).

Das obige Foto zeigt die in den 1950er Jahren erweiterte "Karl-Bröger-Schule".

Postkartenauszug, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch


Mittwoch, 15. März 2017

Am Beginn der 1970er Jahre - Unterhausen: "Hauff Apotheke" mit dem ehemaligen "Gasthaus-Adler-Gebäude".


Jahrzehntelang war der Hauptzugang der "Hauff Apotheke" auf der Gebäudefrontseite, von der Wilhelmstraße aus (B 312). Beim Umbau im Jahr 1989, im Zuge der Ortskernsanierung,  erhielt die Apotheke einen Anbau. Die Betriebsfläche erweiterte sich dabei um 50% und der Hauptzugang erfolgte nun vom Rathausplatz aus.
Weiter Details siehe auch BLOG vom 21. Januar 2017.

Bei dem linken Gebäude handelt es sich um das ehemalige "Gasthaus Adler". Dessen Abbruch erfolgte in den Jahren 1977/78.
Auch hierzu gibt es weitere Details. Siehe BLOG vom 26. Februar 2017.

Postkartenauszug, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 14. März 2017

1950er Jahre - die ehemaligen Fachgeschäfte in unserer Gemeinde: "Karl Munz", Flaschnerei und Haushaltswaren.


Zur Orientierung: Das Ladengeschäft und die Werkstatt befand sich an der Ecke: Friedrich-List-Straße, Lessingstraße. Im Hintergrund - rechts oben - ist noch ein Teil der Hauffschule zu erkennen.
 
Foto/Postkartenauszug, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 13. März 2017

Da wollte der Eine so hoch hinaus, dass der Kopf nicht mehr auf's Foto passte.


Fotoquelle: Kurt Bader                                                                                                                            eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 12. März 2017

1960er Jahre - im ehemaligen Oberhausen: "Das Rotkäppchen mit dem gezähmten Wolf".


Auf dem Foto ist Brigitte Flick abgebildet - Tochter der "Flicka Luis", einer im ehemaligen Oberhausen und darüber hinaus, nur unter diesem Namen bekannten Persönlichkeit.

Fotoquelle: Fam. Walter Hinger / GHV-Lichtenstein-Archiv                                                                  eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 11. März 2017

Unterhausen - 1960: Festzug in der Kirchstraße.


Zur Orientierung: Bei dem Gebäude im Hintergrund handelt es sich um das evangelische Pfarrhaus bei der Johanneskirche.

Bildquelle: Klaus-Dieter Höhne (Erstveröffentlichung: 26.11.2009)                                                      eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 10. März 2017

Ehemalige Schillerschule in Unterhausen, mit Lehrer Vöhringer.


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 9. März 2017

Noch in den 1950er-Jahren feierte stets die ganze Gemeinde mit ihren Jubilaren.


Die "Reutlinger Nachrichten", vom 25. Mai 1951, berichten über das seltene Fest der  "Eisernen Hochzeit":

Es kommt gewiß sehr selten vor, daß ein Ehepaar das Fest der "Eisernen Hochzeit" begehen kann, also auf einen gemeinsamen Lebensweg von 65 Jahren zurückblicken darf. Umsomehr nahm die ganze Gemeinde Unterhausen an dem festlichen Ereignis teil, als die Eheleute Christian Traub und Frau Maria Barbara, geborene Hartstein, die 65. Wiederkehr ihrer Eheschließung feierten.
Christian Traub, Fabrikarbeiter, ist am 31. Juni 1862 in Unterhausen geboren, ist also 87 Jahre alt. Ihre kirchliche Trauung hatte am 25. Mai 1886 stattgefunden. Beide Jubilare sind noch immer rüstig und führen ihren eigenen Hausstand. Aus der Ehe sind 10 Kinder hervorgegangen, vier Söhne und sechs Töchter. Zwei von den Söhnen starben schon im Kindesalter. Ein weiterer Sohn ist 1923 an den Folgen einer Kriegsverletzung erlegen.
54 Jahre lang war Christian Traub bei der Firma "Baumwollspinnerei Unterhausen" tätig, daneben gehörte er seit seiner Jugend dem "Sängerbund Unterhausen" an, zu dessen Ehrensänger er später ernannt wurde.

Quelle: Auszug aus den "Reutlinger Nachrichten" / Mai 1951                                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 8. März 2017

1935 - auf der Oberhausener Alb: "Im Märzen der Bauer das Rößlein einspannt."


Das Foto zeigt den ehemaligen Oberhausener "Kronenwirt", Karl Reiff, beim Mistführen auf der Alb, hinter dem Gießstein. Vor der Motorisierung wurde der Mistwagen von einem Kuh- bzw. Ochsen- oder Pferdegespann gezogen.

Zur Orientierung: Links oben ist noch der Linsenbühl und dahinter das Schloß Lichtenstein schwach zu erkennen.

"Das Mistwagenstellen": Nur noch vom Erzählen kenne ich diesen rustikalen Brauch. Hatte eine Person eine schwere Verfehlung begangen oder sagte man ihr ein unzüchtiges Verhalten nach, wurde ihr - möglichst heimlich - ein Mistwagen auf das Hausdach bzw. das Scheunengebäude gestellt - meist in der Nacht zum 1. Mai.

Quelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 6. März 2017

Verlorene Jahre in Rußland: Ein "Spätheimkehrer" findet 1955 eine neue Heimat!


Heimkehr von Karl Keller aus russischer Gefangenschaft, am 18. Oktober 1955:

Am 13. Oktober 1951 wurde Karl Keller mit seinem Vater in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) verhaftet und von den Russen in das Arbeitslager Workuta, am Nordende des Uralgebirges, als politisch Gefangener verbracht. Hier waren 73.000 Häftlinge inhaftiert.

Adenauers Verdienst war es, dass nach seinem Besuch, 1955 in Moskau, auch die letzten deutschen Gefangenen in Workuta freigelassen wurden. Hierzu gehörte auch Karl Keller. Er war ein Neffe von Zahnärztin Dr. Bierwag. Deren Praxis war einstmals in den heute vom "Geschichts- und Heimatverein" genutzten Vereinsräumen, im alten Oberhausener Schulhaus neben der Erlöserkirche.

Am Abend des 18.10.1955 wurde dem Heimkehrer durch die ganze Gemeinde ein herzlicher Empfang bereitet. Er stand vorher schon mit seiner Mutter in Briefverbindung, die mit ihrer Schwester in Unterhausen eine neue Heimat gefunden hatte, während vom Vater jede Nachricht fehlte.

Quelle: GEA-Reutlingen, vom 19.10.1955                                                                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 5. März 2017

11. Januar 1892 - Holzelfinger Wasserfest: "... ich will Wasserflüsse auf den Höhen öffnen ...".


Auszug aus der Ortschronik von Holzelfingen über die festliche Eröffnung der Wasserleitung mit Wasserwerk, am 11. Januar 1892 (Schultheiss Fromm):

... nachdem nun vollends sämtliche Arbeiten fertig waren, so daß das Ganze als vollendet betrachtet werden konnte, wurde auf den 11. Januar 1892 eine festliche Eröffnung dieses Werks mit Gottesdienst gefeiert. Als Geistlicher hielt Herr Dekan Kern die Weiherede. Als Bibelworte wurden Worte des Jesaia zugrunde gelegt: "... ich will Wasserflüsse auf den Höhen öffnen ..." und Johannes 4: "... wer aber Wasser trinkt ...".

Nach dem Gottesdienst ging der ganze Zug - wie zur Kirche - so auch zum Reservoir; voraus die Schulkinder, dann Musik und die Feuerwehr. Es folgten die Herren der Bauleitung mit den bürgerlichen Kollegien und am Schluß in großer Zahl die übrigen Festgäste. Fremde Festgäste waren da von Klein- und Großengstingen, Kohlstetten war nur schwach vertreten, Ohnastetten, Oberhausen, Unterhausen, Honau, Pfullingen, Reutlingen. Als besonders sehr beliebten Festgast darf ich den Herrn Verwaltungsaktuar Haas aus Pfullingen nennen. Dieser hat durch Reden und Toaste viel zur Gemütlichkeit und Verschönerung des Festes beigetragen.

Nach dem Rückzug vom Reservoir wurden noch Feuerwehrproben vorgenommen und dann ging es zum gemeinsamen Festessen in den Gasthof "Zum Adler". Küche und Keller des Adlerwirts Tröster befriedigten die Festgäste. Verschiedene Reden und Toasts trugen zur Erheiterung der Festgäste bei.

Die Festgäste besuchten hierauf auch die anderen Wirtschaften, die "Krone" und "Rose". Die Zahl derselben war so groß geworden, daß sämtliche drei Wirtschaften voll besetzt waren.

Mit Einbruch der Nacht entfernten sich nach und nach die Fremden. Die hiesigen Festteilnehmer, insbesondere die ledigen Leute, waren noch länger in gemütlicher Weise beisammen, von welchen wiederholt das einstudierte Festspiel: "Der Graf von Greifenstein" zum Vortrag gebracht wurde. Gegen Mitternacht entfernten sich auch die jungen Leute. Das Wasserfest hatte ohne jegliche Störung einen schönen Verlauf genommen.

Eines ist hierbei noch zu erwähnen: Ein einziger Bürger, der Altbauer ..xyz..,  der schon immer ein Gegner der Wasserleitung war, gab seinen Unmut über die Schmückung sämtlicher Straßen mit Tannen und Kränzen dadurch Ausdruck, daß er, während sich die Leute vor dem "Adler" zum Festzug in die Kirche sammelten, vor seinem unweit vom "Adler" entfernten Hause Dung auflud und denselben auf seine Felder führte.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 4. März 2017

Vor dem 2. Weltkrieg: Sommerfest auf der Staufenburg.


Die wechselhafte Geschichte der "Staufenburg" in Lichtenstein-Unterhausen:

Erstellt wurde das Gebäude im Jahr 1913 durch Johannes Keppeler, Malermeister aus Pfullingen als "Hotel Staufenburg". Eine Konzession für den Hotelbetrieb wurde jedoch nicht erteilt. Schon im Februar 1914 kam das Gebäude "unter den Hammer". Kurz vor dem Versteigerungstermin ist der Bauherr nach Amerika "durchgebrannt". In der Zwangsversteigerung haben 8 Bauhandwerker aus Pfullingen, Eningen und Reutlingen, deren Rechnungen  wahrscheinlich noch offen standen, das Anwesen übernommen. Das Gebäude diente dann für Wohnzwecke. Im März 1919 kaufte es der Maschinenbauer  Otto Schönwälder. Ende 1925 erwarb der Kassenverband im Bezirk des Versicherungsamts Reutlingen (AOK) das Anwesen und gestaltete es zu einem Erholungsheim um. Rund 10 Jahre später. im Juli 1935, wurde das Gebäude von der NSDAP erworben und darin eine Schulungsstätte für den BdM eingerichtet. Nach Kriegsende diente die Staufenburg als Heim für Kinder der französischen Besatzungsangehörigen. Im Juli 1952 erwarb der Kreisverband Reutlingen das Anwesen. Das Gebäude wurde umgebaut und erweitert und zu einem Kinderheim umgestaltet, das vom Deutschen Roten Kreuz betreut wurde. In jüngster Zeit wurde die Staufenburg, mit ihrer über 100 Jahre alten, wechselvollen Geschichte als Unterkunft für Flüchtlinge / Asylanten vom Landkreis Reutlingen genutzt.

Foto: Aus dem Fundus von Friedl Bernhard; Textauszüge: Paul Schweizer / 1986;     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 3. März 2017

1928: Die einstmals hochbetagten Bürger von Unterhausen.


Der GEA-Reutlingen veröffentlichte am 7. Juni 1928 einen Zeitungsartikel:

                                        "Achzig Jahre und mehr währet unser Erdenwallen".

Obere Reihe, von links:
(1) Georg Hartstein, 84 Jahre alt; (2) Stefan Bley, 80 Jahre alt; (3) Gottlob Wurst, 81 Jahre alt;
(4) Wilhelm Reiff, 85 Jahre alt.
Untere Reihe, von links:
(5) Matthäus Reutter, 82 Jahre alt; (6) Johanna Volk, 82 Jahre alt; (7) Katharina Rieß, 80 Jahre alt;
(8) Katharina Braun, 83 Jahre alt.
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 2. März 2017

Jetzt ist es soweit: Abbruch der Verbindung zwischen dem unteren und oberen Hausen.






Abschiedsbilder von der bisherigen Echazbrücke in der Bahnhofstraße. Die "in die Jahre gekommene Brücke" wird durch ein neues Bauwerk ersetzt.
Fotos, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 1. März 2017

Wer lange genug lebt, kann 100 Jahre alt werden: Am 11. Februar 1930 war dies in Unterhausen der Fall.


Foto + Text: Reutlinger GEA / Februar 1930:

Anna, Elisabeth Hartstein, geboren am 11. Februar 1830, ist 100 Jahre alt. Sie ist geboren in Oberhausen, verheiratete sich hierher mit Jakob Hartstein, Straßenwart; dieser ist geboren im Jahre 1827 und 1905 gestorben. Von 8 Kindern leben noch 4, wovon 2 in Amerika sind. Hier leben 2 Urenkel. Seit 1 Jahr haben Augenlicht und Gehör der alten Frau nachgelassen, sie ist aber sonst verhältnismäßig bei klarem Geiste.

Von ihrem langen Lebenslauf kann man auch singen und sagen:

"Das Leben währet siebenzig, wenn's hoch kommt achzig Jahr; 
nur Mühe ist's gewesen und Arbeit immerdar".

                                                                        Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch