Dienstag, 21. November 2017

Vor dem 2. Weltkrieg: Großfeldhandball-Mannschaft des TSV 1898 Oberhausen.

Die Aufnahme entstand vor dem 2. Weltkrieg auf dem "Sportplatz unter dem Gießstein". Diese Sportstätte wurde mit großem Einsatz in Eigeninitiative in den Jahren 1924 - 1926 von den Vereinsmitgliedern gebaut. Das heutige Sportheim ist 1968 fertiggestellt worden.

Großfeldhandball war früher eine äußerst populäre Sportart. Trotz zahlreicher Regeländerungen, um das Spiel attraktiver zu gestalten, setzte sich jedoch vermehrt der Hallenhandball durch. Hier war auch ab Mitte November bis März keine witterungsbedingte "Winterpause" mehr erforderlich. Zunächst wechselten sich Feldsaison und Hallensaisen im Jahresablauf gegenseitig ab. Gegen Ende der 1960er Jahre war jedoch der Feldhandball zusehends vom Hallenhandball verdrängt.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 20. November 2017

Gefahrenbereiche entlang der Echaz: "Baden und Bootsverkehr verboten".

Plattenschütze regeln im Stauwehr die Wasserdurchflußmenge. Damit wird das Absperren bzw. Aufstauen geregelt. An der Echaz trifft man noch auf solche Bauwerke im Bereich der (ehemaligen) Mühlen / heute Turbinen. Mehrere Bewässerungsfallen sind noch in der Nähe einstiger  "Wässerwiesen" anzutreffen.

Hinweis: Je nach der wasserführenden Menge gibt es entlang unserer Echaz auch Bereiche ohne Kennzeichnung (Warnschilder, Verbotsschilder) die nicht ganz gefahrenlos sind!

Fotobereitstellung / NOV 2017: Günther Frick                                                              Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 19. November 2017

Unterhausen, 13. November 1955: Einweihung des Gefallenenehrenmals.


Im "Amts- und Mitteilungsblatt für die Gemeinden Unterhausen und Honau" findet sich in der Ausgabe vom Samstag, den 12. November 1955, folgender Bericht:

Nach gründlicher Vorberatung und nach Anhörung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber-Fürsorge e.V. und des Landesamts für Denkmalpflege, hat der Gemeinderat als Platz für die Aufstellung des Ehrenmals für die Toten der beiden Weltkriege, den Kirchplatz Unterhausen ausgewählt. Hierzu hat sich das Landesamt für Denkmalschutz wie folgt geäußert:
" Die erfolgten Wiederherstellungsarbeiten an den Umfassungsmauern können wir nur mit voller Anerkennung begrüßen. Die Gemeinde Unterhausen ist der ebenso schwierigen wie mühevollen Aufgabe mit viel Sorgfalt gerecht geworden und hat wesentliche Mittel auf die Anlage verwendet. Dies gereicht ihr zur Ehre, verpflichtet aber auch gleichzeitig, der Gestaltung des Ehrenmals ebensolche Sorgfalt zu widmen. Vom Standpunkt der Denkmalpflege aus kann man die Wahl des Kirchplatzes, der zentral liegt, rings von einer hohen Mauer umgeben ist, ganz im Zeichen der Kirche als dem wichtigsten Baudenkmal steht, einen schönen Bestand von Fichten besitzt und von der Außenwelt nahezu abgeschlossen ist, nur wärmstens befürworten. Diese ruhige Insel inmitten der geschäftigen Gemeinde erscheint wie geschaffen für die Anlage eines Ehrenmals".

Die Ausführung des Ehrenmals wurde nach Durchführung eines Wettbewerbs und unter Beteiligung von Vertretern des VdK, durch den Gemeinderat der Bildhauerin Suse Müller-Diefenbach, in Tübingen-Lustnau übertragen, deren Entwurf durch den Bewertungsausschuss wie folgt bewertet wurde:
"Um den Charakter des ruhig-ernsten alten Friedhofs ungestört zu erhalten, sah die Verfasserin von einer freistehenden Plastik ab und wählte die Bindung an die umgebende Mauer. Die vorhandenen Bauelemente der Mauer wurden für die Architektur des Ehrenmals wieder verwendet. Die Engel, die den Toten tragen, bilden mit ihren Körpern und Flügeln das Maßwerk eines Fensters, das durch seine schmalen Öffnungen das Unbegrenzte ahnen läßt, der ernste Tod als Tor zur anderen Welt. Das Projekt steht im Zeichen der stillen Sammlung. In den ostwärtigen, vom Durchgangsverkehr nicht berührten Teil des Friedhofes verlegt, wächst das Mal aus der Mauer heraus und ist damit der stimmungsvollen Anlage in seltener Art verbunden".

Und nun ist das Ehrenmal in zweijähriger Arbeit fertiggestellt worden und wird am 13. November 1955 feierlich eingeweiht. Möge es in seiner einmaligen Art zu uns allen sprechen und uns stets mahnen, das Lebensopfer der unzähligen Gefallenen und Vermißten zu würdigen.

Foto von 2017, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 18. November 2017

Der Übersberger Hof 1972: Wegen seiner Einfachheit einst ein gern erwandertes Ziel.

Foto: GEA-RT, 1973                                                                                                                                eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 17. November 2017

17. November 1911: Das November-Erdbeben auf der Südwestalb vor 106 Jahren.

Die Auswirkungen des schweren Erdbebens waren bis in unsere Region spürbar. In einem zeitgenössischen Bericht von 1911 heist es aus dem Ebinger Raum: "Die Häuser schwankten hin und her wie Schiffe auf sturmbewegter See". Der erste und mächtigste Erdstoss erfolgte am 16. November um 22:30 Uhr. Es rappelte sieben Sekunden lang so fürchterlich, dass die Leute im Nachtgewand schreiend auf die Straße stürzten. Der damalige "Württembergische Erdbebendienst" hatte die Stärke acht der zwölfteiligen Skala registriert.
Speziell im Ebinger Raum gab es, mit Ausnahme alter Fachwerkgebäude, kein Haus, das nicht mehr oder weniger starke Schäden davon getragen hatte. Im Echaztal waren vermutlich vereinzelte Hausbrandkamine herabgestürzt. Der Schrecken war aber ähnlich wie bei den schweren Beben vom 26. Februar 1969 und vom 22. Januar 1970. An diese beiden Erdbeben kann ich mich noch gut erinnern.

Textauszüge: GEA-RT, 1971                                                                                            Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 16. November 2017

2002: Die Kopfbedeckung macht den Unterschied. Feuerwehrkameraden aus der französischen Partnergemeinde "Voreppe".

Obige Aufnahme wurde im Rahmen der 10jährigen Partnerschaftsfeier, bei den Einweihungsfeierlichkeiten für den "Vorepper Platzes" gemacht. In der hinteren Reihe erkennt man mehrere Feuerwehrmitglieder aus Lichtenstein.

Foto von 2002: Dieter Bertsch                                                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 15. November 2017

Kultur des Miteinander: Jung trifft alt / alt trifft jung.

Das obige Foto wurde beim "Mittagessen für Senioren" aufgenommen. Die Kita-Leiterin, Dagmar Neubrander, ihre Kolleginnen, Mütter und die Kinder von der "Kita an der Echaz" erfreuten die anwesenden, älteren Mitbürger mit ihren Laternen und Liedern.

"Laternelaufen" ist ein herbstlicher Brauch, der auch in unserer Region von den Kindergartengruppen noch gepflegt wird. Oft hängt er mit dem St. Martinstag, am 11.November, zusammen.  Der Sinn der Martinslaternen erschließt sich aus den Lesungs- und Messtexten des Martintages. Die Gläubigen sollen das Licht des Glaubens zu den Völkern tragen und mit solchem Licht sich zu Gott bekennen und ihm Dank und Lob aussprechen.

Nicht vergessen sei auch hier der Namenstag des Reformators Martin Luther bzw. sein Geburtstag am 10. November. Organisatorische Gründe führen bzgl. des Laternelaufens manchmal zu Terminverschiebungen um den 10./11. November.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch