Freitag, 22. März 2019

Unterhausen - Ende der 1920er-Jahre: Der erste Bauabschnitt des "Friedhofs auf der Halde".

Beim Entwurf der Gesamtanlage wurden die umliegenden landschaftlichen Verhältnisse aufs sorgfältigste berücksichtigt. Der ziemlich steile Hang wurde zunächst in drei, durch bequeme Treppen verbundene Terrassen gegliedert, um ohne zu große Erdbewegungsarbeiten für die Gräberfelder ebene Flächen und eine ruhige Wirkung zu schaffen. Die Längsachsen dieser Terrassen schmiegen sich in leichter Krümung der Wölbung des Berges an, so dass die in der frei bewegten Landschaft so störende Wirkung langer, gerader Linien und mathematischer Figuren vermieden ist. Die Böschungen bieten Gelegenheit zur Anlage von Buschwerk und Hecken, die für die Grabsteine und Kreuze einen guten Hintergrund und für die Sänger aus der Vogelwelt, diesem stimmungsvollen Zubehör alter Friedhöfe, gute Nistplätze geben werden. An der nördlichen Grenze des Friedhofs, in der Achse der mittleren Terrasse, ist die Kapelle errichtet.

Text von 1924: Oberamtsbaumeister Staiger, Reutlingen
Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 21. März 2019

1924: Die neue Friedhofsanlage in Unterhausen, am Hang des Lippentaler Hochbergs, in den sogenannten Haldenäckern.


Der Wahl gerade dieses Platzes gingen eingehende Erwägungen voraus, denn trotz der anscheinend gegebenen Weiträumigkeit des Tales kamen für den Friedhof nur wenig Flächen in Frage, die aber alle mehr oder weniger große technische Schwierigkeiten boten, so dass eine Reihe von Projekten und Gutachten für eine Entscheidung erforderlich wurde. Von der Erweiterung des alten Friedhofs, der landschaftlich und baulich überaus reizend zu Füßen der Johanneskirche und deren mächtigem Turm gelegen und von uraltem Efeu umsponnenen Mauern umschlossen ist, musste Abstand genommen werden, obwohl diese Erweiterung dem uneingeweihten Beschauer zunächst als die gegebene Lösung erscheinen möchte. Und zwar sowohl wegen der in Aussicht zu nehmenden Bebauung des anschließenden Geländes, als auch wegen der Beschaffenheit des Untergrundes und dem Grundwasserstand. Außerdem waren trotz der schwerwiegenden gefühlsmäßigen Gründe, die für ein Verbleiben des Friedhofes bei der Kirche sprachen, die Bedenken nicht von der Hand zu weisen, dass die stille Ruhe dieser abgeschlossenen Oase des Friedens infolge der Entwicklung der aufblühenden Gemeinde, je länger man abwartet desto weniger erhalten werden kann. So kam man zu dem Entschluss, den dringend benötigten Friedhof hinaus aus dem Wohnbezirk der Gemeinde auf die Höhe zu legen.

Bildertanzquelle, Text von 1924: Oberamtsbaumeister Staiger, Reutlingen    
Foto, vom FEB 2019, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 20. März 2019

Zum heutigen Frühlingsbeginn: "Im Städtle" - ein Ortsteil und Straßenname im Dorf Holzelfingen.


Heute ist der kalendarische Frühlingsbeginn!
(Textauszüge: Internetrecherche)

Der kalendarische Frühlingsbeginn und das Ende des Winters fällt auf die Frühlings-Tag- und Nachtgleiche. Die Sonne steht dann genau über dem Äquator. Im März wandert der Zenit der Sonne von Süden nach Norden und sorgt auf der Nordhalbkugel für längere Tage und steigende Temperaturen. Zu diesem Zeitpunkt, dieses Jahr am 20. März, beginnt der Frühling.

In der Meterologie wird eine andere Definition verwendet. Hier beginnen die Jahreszeiten immer am ersten Tag des Monats, in den der kalendarische Termin fällt. Der Frühling begann dieses Jahr bei dieser Betrachtungsweise somit am 1. März 2019. Die Meterologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein / Rainer Hipp                                                        Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 19. März 2019

1937 - Oberhausen im "Enten-Gässle" (heute Enge Straße): Caroline und Gottlob Hornikel mit ihrem Enkelkind Hermann Vöhringer.


Bildertanzquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein / Familie Vöhringer                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 18. März 2019

Der Honauer Bahnhof, vor seiner Renovierung, im Winter 2001/2002.


Bildertanzquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                      eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 17. März 2019

Unterhausen - 1995: Ehemalige Hauffschule und die s.g."Kasernen".

Aufgrund des Baustils werden die Betriebswohnungen der ehemaligen Firma Burkhardt bis heute umgangssprachlich als "Kasernen" bezeichnet.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein / Winfried Reiff                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 16. März 2019

In den 1960/70er-Jahren: Ernst Lutz - mit Leib und Seele einst Polizist in Unterhausen.


In den späten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts sorgte Ernst Lutz als Dorfpolizist tagtäglich in Unterhausen für Ruhe und Ordnung. Im Umgang mit Menschen hatte er ein ausgeprägt gutes Gespür. Er fand immer die richtigen Worte, egal ob es um einen kleinen Diebstahl ging oder wenn er einen Radfahrer ohne funktionierende Beleuchtung erwischte. Auch bei manch jungem Burschen, den er auf einem Moped ohne Führerschein geschnappt hat, half ein ernsthaftes Wort mit dessen Vater meist mehr, als eine Strafe mit Eintrag in einem Register. Für viele Mitbewohner war er Polizist, Nachbar und Vereinskamerad zugleich. Diese Nähe zu seinem Umfeld und seine große Erfahrung zahlten sich in seinem Beruf aus. Er wurde von jedermann geachtet und war stets eine anerkannte Respektsperson.

Bildertanzquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                             eArchiv + Bearbeitung: Dieter Bertsch