Donnerstag, 30. März 2017

1930er-Jahre: Die ehemals bewirtschafteten Steilhangflächen im Reißenbach- und Echaztal.


Im Vergleich mit dem gegenwärtigen Erscheinungsbild hat sich in nur wenigen Jahrzehnten das Landschaftsbild grundlegend verändert. Viele Flächen, die unsere Vorfahren in mühsamer Handarbeit über Generationen hinweg der Natur abgerungen haben, um sie zu nutzen, sind zwischenzeitlich von Gebüsch und Wald wieder zurück erobert. Bezüglich des Erhalts und der Plege der Landschaft hat jede Förstergeneration ihre eigene angepasste Vorgehensweise, wenn es um die Ausgewogenheit zwischen Naturerhaltungs- und notwendigen Kulturmaßnahmen geht.
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 29. März 2017

Anlässlich Eurer Goldenen Hochzeit, ganz herzliche Gratulation von Eurem "Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein e.V."


Quelle: Pfullinger Journal, 32. Jg. - Nr. 3, März 17                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 28. März 2017

Schloss Lichtenstein, im März 2017: Sanierungsarbeiten am 37 Meter hohen Turm.



Der Turm am Schloss Lichtenstein muss dringend  saniert werden. Zwölf Tonnen Gerüstmaterial mussten für sichere Arbeitsplattformen herangeschafft werden, damit die vorhandenen Schäden ausgebessert werden können und um einen dreimaligen Anstrich aufzutragen. Diese Arbeiten werden sich bis in den Sommer hinziehen.

Fotobereitstellung durch Günther Frick                                                                                                  eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 27. März 2017

Multimediale Gipfelereignisse: Soeben noch in "Holzelfingen" und am Tag darauf erneut auf dem Weg zum "Mount Everest".


Der Extrembergsteiger, Ralf Dujmovits, ist der erste Deutsche, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand und somit einer der erfolgreichsten deutschen Höhenbergsteiger. Sein Multimedia-Vortrag, beim  Frühlingsfest des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Holzelfingen, am Samstag, 25. März 2017,  begeisterte ein großartiges und interessiertes Publikum.

Richtig bekannt wurde der sympatische Extrembergsteiger bei der Durchsteigung der Eiger-Nordwand im Jahr 1999, die live im Fernsehen übertragen wurde.

Bis auf den Mount Everest glückten Ralf Dujmovits alle Achttausender-Besteigungen ohne zusätzlichen Flaschensauerstoff. Mehrere Versuche scheiterten, zuletzt 2015 während des großen Erdbebens in Nepal. Einen Tag nach seinem Auftritt in Holzelfingen startet er nun erneut und unternimmt einen allerletzten Versuch den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff zu bezwingen.

Gutes Gelingen und gesunde Rückkehr!

Fotoquelle: Standbild der Diashow - Dieter Bertsch                                                      Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 26. März 2017

Am südlichen Ortsausgang von Lichtenstein-Unterhausen: Das ehemalige Firmenareal des Henry Falkner.


Direkt an der B312, am Standort der heutigen "Baumann Federn GmbH", entwickelte, produzierte und vertrieb die ehemals ebenfalls metallverarbeitende Firma des Henry Falkner technische Federn für vielseitige Verwendungszwecke.
Nachdem die großen, textilverarbeitenden Betriebe im Ort (Burkhard, BSU), im Zuge des Strukturwandels ihre Tätigkeiten einstellten, war man über jeden verfügbaren Arbeitsplatz im oberen Echaztal dankbar.

Foto: Joachim Erbe / Archiv des GHV-Lichtenstein                                                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 25. März 2017

Postkartengruss aus Honau, vom ehemaligen "Gasthof zum Adler" - heute: "Hotel-Restaurant Adler".



Nach den aufgefundenen Unterlagen wurde das Haus um 1830 erbaut. Als Eigentümer bzw. Wirte sind eingetragen:
1870,    Michael Heid, Gemeinderat.
1877,    Johann Wilhelm Haux, Bäcker und Adlerwirt. Er gründete 1879 den "Adler". In den Jahren
             1896, 1898, 1910 und 1914 urkundlich als Eigentümer benannt.
1914,    Hermann Haux - beantragte bereits 1912 den Einbau eines Wirtschaftszimmers.
             Von 1920 bis 1937 Eigentümer.
1951     Luise Haux, Adlerwirts Witwe, von 1937 bis 1958 Eigentümerin, beantragte 1951 den
             Umbau.
1958     Die Tochter, Marta Walker, übernahm den Gasthof und erhielt im selben Jahr auch die
             Konzession für 11 Fremdenzimmer in der Olgastraße ("Gästehaus Herzog Ulrich").

Neben einer Vielzahl zufriedener Besucher, über Generationen hinweg, kann das "Hotel Adler" auch prominente Gäste vorweisen:
Nicht nur den Altbundeskanzler, Herrn Kurt Georg Kiesinger, auch der 4-Sterne-General und Oberbefehlshaber der NATO, Shalikashvilli, gab anläßlich seiner Abberufung aus Europa im "Hotel Adler" ein Galadinner für höchstrangige Offiziere.

Postkarte + Textauszüge: GHV-Lichtenstein-Archiv                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 24. März 2017

1928 - "Neue Nebelhöhle": Der Genkinger Eingang!


Geschichtliches zur Nebelhöhle (auszugsweise entnommen aus einem Prospekt aus den 1930er Jahren).
Von der durch eine Mauer getrennten, historischen und neuen zur vereinigten Nebelhöhle:


"Daß die Nebelhöhle einmal bewohnt gewesen wäre, ist nicht erwiesen, doch auch nie untersucht worden. Jahrhunderte lang hieß sie das Nebelloch. Mit Loch wurden früher fast alle Albhöhlen bezeichnet. Aufsteigende Dünste sollen ab und zu noch heute beobachtet werden. Erste Erwähnung erfolgte in einem Landschadensverzeichnis, vom Jahre 1486/87, wo Erpfinger und Undinger Bauern zur "Hut" bei einem größeren Jagen an die Höhle befohlen wurden. Am Ende des 16. Jahrhunderts hat der schwäbische Geschichtsschreiber Martin Crusius, Professor in Tübingen, nach der Erzählung eines benachbarten Pfarrers den Besuch des Lichtensteins durch Herzug Ulrich (1517 ff.) erwähnt, aber noch nicht dessen Unterschlupf in der Nebelhöhle.
An Württemberg kam die Gegend zu verschiedenen Zeiten, die Talorte wie Unter- und Oberhausen, schon im 14. Jahrhundert, Genkingen mit dem Klosteramt Pfullingen 1540, das Reichsstadtgebiet Reutlingen 1803 unter dem nachmaligen König Friedrich. Dessen Besuchen verdankt man die Verbesserung der Begehbarkeit der Höhle und die Entstehung des Volksfestes am Pfingstmontag.

Die Verwaltung hatte die Gemeinde Oberhausen (ab 1930 mit Unterhausen vereint) als Besitzerin des Eingangs in die "Historische Nebelhöhle". Von den Einnahmen kam durch Vertrag ein bestimmter Anteil der Gemeinde Genkingen zu, unter deren Markung sich die Höhle fortsetzt. Dieser Teil erhielt 1920 eine ungeahnte Erweiterung. Am 8. März gelang es zwei jungen Stuttgartern, Ingenieur Willi Kopp und Pharmazeut Karl Rau, die auf Neuentdeckung ausgegangen waren, den Zugang zur "Neuen Nebelhöhle" zu finden. Er wurde aber infolge der Uneinigkeit der 2 Gemeinden von den Genkingern vermauert. Diese legten dann den gewaltigen Stollen an. Der von der Außenwelt schwer empfundene Mißstand, zwei Höhlenteile besuchen zu müssen, fand endlich am 23. April 1931 ein Ende durch eine Vereinigung der beiden Gemeinden zu einem fünfköpfigen Verwaltungsausschuß. Am Himmelsfahrtsfest 1931 wurde die Vereinigung und die Eröffnung der "Vereinigten Nebelhöhle" festlich gefeiert."
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch