Mittwoch, 31. August 2016

Heutige Wetterregel: "Sankt Raimund treibt die Wetter aus!"


Herzlichen Gruss an unseren Mr. Bildertanz: Raimund Vollmer.

Raimund hat Heute Namenstag! 

Sollte es entgegen allen Voraussagen trotzdem zwischendurch zum Regnen kommen, dann gilt:
"Rieselt nur ein kurzer Schauer, ist der Regen nicht von Dauer!"

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 30. August 2016

Unterhausen, 1935: Die Ortsmitte bei der Johanneskirche - so war sie einst.


Das südlich des Johanneskirchenareals gelegene Gebiet war eine Gärtnerei, die bis 1909 dem Gärtner Christian Herrmann gehörte und dann vom Gärtner Hermann Wagner um 32.600 Mark übernommen wurde. Auf diesem Gelände stand ein 1883 erbautes Wohnhaus und ein 1884 erstelltes Gewächshaus.

Anläßlich einer Gemeindevisitation wurde angeregt, "bei Zeiten" nach einem Platz für die Vergrößerung der Begräbnisstätte bei der Johanneskirche zu sorgen. Nach einem Grunderwerb 1909 kaufte Schultheiß Haid zusammen mit der Firma Burkhardt 1914 die Gärtnerei (28,5 a um 11.700 Mark). Dieser Kauf wurde den bürgerlichen Kollegien erst nachträglich zur Kenntnis gebracht. Darauf hin wollten diese das Geschäft ablehnen. Als dann Schultheiß Haid  den Platz für sich behalten wollte, wurde der Kauf sofort anerkannt, mit dem Bestimmungszweck: "Zur Vergrößerung des Gottesackers".

Bewirtschaftet wurde die Gärtnerei weiterhin von Hermann Wagner. Nach mehreren erfolglosen Vorstößen der Firma Burkhardt, "um Öffnung der zukünftigen Straße zur Gärtnerei", trat Fabrikant Hermann Burkhardt 1920 mit einem neuen Vorschlag persönlich an den Gemeinderat heran, der dazu führte, daß erstmals ein neuer Friedhof "auf der Halde" ins Gespräch kam. Burkhardt's Vorschlag: Tausch der Gärtnerei gegen Grundstücke auf der "Braike", Erwerb des Gasthofs "Adler" und dortiger Einbau von 6 Wohnungen durch die Firma Burkhardt. Zur Beratung im Gemeinderat waren drei aufeinanderfolgende Sitzungen nötig, um den Tausch mit der Verpflichtung des Wohnungseinbaus, der kostenlosen Versetzung des Adlersaals und der kostenlosen Abtretung des Straßenareals durch die Firma Burkhardt zuzustimmen. Auf Drängen einiger am Beschluß nicht beteiligter Gemeinderäte (darunter ein Gegner), mußte diese Regelung einer Bürgerversammlung vorgelegt werden. Diese wurde am 19. Mai 1920 abgehalten. Eine Mehrheit von 80% stimmte dem oben genannten Vorschlag zu.
Die Betriebsgärtnerei der Firma Burkhardt wurde Ende 1936 von der Gemeinde für 9.000 Reichsmark gekauft, weil sie an diesen Grundstücken "ihrer überaus günstigen Lage wegen ein besonderes Interesse" hatte. Die nunmehr wieder gemeindeeigene Gärtnerei wurde 1937 an Gärtner Ludwig Weiß verpachtet.

Anfang der 1970er Jahre wurde mit dem Bau des evangelischen Gemeindehauses der "erste Schritt" zur neuen Ortsmitte von Unterhausen getan.

Foto: GHV-Lichtenstein; Textauszüge: Wilhelm Reiff / ehemaliger Gemeindearchivar und ehemaliges GHV-Mitglied
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 29. August 2016

1929: Deutschland will entdeckt werden!


Vor 87 Jahren: Die christliche Jugend von Unter- und Oberhausen bei einer Bergtour im Oytal bei Oberstdorf.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 28. August 2016

"Jugendkreis Unterhausen" - 1962. In den Sommerurlaub mit Bahnverbindung: Unterhausen - Oberstdorf und zurück!


Die Bahnverbindung führte von Unterhausen, über Münsingen, Schelklingen, Ulm (hier Zugwechsel)  bis Oberstdorf und zurück.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 27. August 2016

Honau im Jahr 2001: Abbruch der BSU-Gebäude - als Platz für das neue Wohngebiet "Im Geren".


Mit dem Beginn der Abbruchmaßnahmen der BSU-Gebäude - im Jahr 2001 - wurde dem letzten Überbleibsel der Textilindustrie in Honau der Garaus gemacht. 117 Jahre vorher, 1884 hatte sich die Baumwollspinnerei Unterhausen nach Honau ausgedehnt. Errichtet wurde das Gebäude direkt an einer Gefällstufe der Echaz, da man damals noch auf die mechanische Ausnutzung der Wasserkraft angewiesen war. 17.000 Spindeln waren in den Hallen untergebracht. In den zwanziger Jahren arbeiteten 178 Beschäftigte in Honau.

Mit Beginn des 2. Weltkriegs mußte die BSU ihr Honauer Werk räumen. Der komplette Maschinenpark wurde im Werk Unterhausen untergebracht. Stattdessen zog die Firma Bosch in die Hallen ein und blieb bis 1955. Danach nutzte die BSU die Halle vorübergehend wieder zur Produktion und als Lager. Mehrere Gewerbeflächen wurden auch an Fremdfirmen vermietet.

1998 kaufte dann die Gemeinde Lichtenstein das Areal und begann die anfangs der 1990er-Jahre begonnenen Planungen umzusetzen. Die alten Ziegelmauern der Fabrik sind zwischenzeitlich dem Neubau von Wohnhäusern gewichen.

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger, vom 15.08.2001                                                   Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch