Freitag, 23. Februar 2018

Auswanderer: John Haid, Hamilton/USA, erinnert an die Heimat seines Urgroßvaters.


Siehe hierzu auch BLOG vom 24. Juni 2016.


Postkarte: GHV-Lichtenstein Archiv                                                                                                      eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 22. Februar 2018

2003: Stammtischrunde im "Gasthaus zum Schwanen".


Personen von links nach rechts: Wilhelm Reiff, Günther Gekeler, Werner Vöhringer

Foto: Martin Schopf  / 2003                                                                                                                             eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 21. Februar 2018

"Station Lichtenstein", im Juni 1969: Abschied und Ausverkauf.

 Abschied von der Zahnradbahn, am 27. Juli 1969. Die Herren mit Zylinder (von links nach rechts): Julius Schmid, Hermann Haux, Jürgen Fünfer.
Text + Foto: Hans Gerstenmeier / Herbert Weichert

Obiges Foto zeigt den Bahnhof "Station Lichtenstein" vor seiner Stilllegung.

Der Reutlinger Generalanzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 11.07.1969 (Auszug):
"... am 27. Juli 1969 verkehren letztmals die Güter- und Personenzüge zwischen Honau und Kleinengstingen und die reinen Personen-Reisezüge zwischen Kleinengstingen und Schelklingen. Der Güterverkehr zwischen Kleinengstingen und Schelklingen wird also ab Montag, 28.Juni, auf dieser Strecke allein vorherrschen, während die Personenbeförderung zwischen Honau und Schelklingen per Schiene ganz ruht und durch die roten Bahnbusse ersetzt wird ..."

Foto: GEA-RT / 1969                                                                                                      Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 20. Februar 2018

Wir machen Schule in Lichtenstein! Eine Zeitreise mit der Karl-Bröger-Schule in Unterhausen.


Montag, 19. Februar 2018:
Ehemalige Unterhausener Volksschüler, die älteste Dame war über 96 Jahre alt, trafen sich mit einer 4. Klasse der Karl-Bröger-Schule, und tauschten generationenübergreifend ihre ehemaligen und heutigen Schulerlebnisse aus.

Im Rahmen eines in dieser Woche noch stattfindenden Schulfests werden in einer Ausstellung die verschiedensten Gegenstände, Bilder etc. aus dem früheren Schulalltag gezeigt und erklärt.

Frau Simen, Klassenlehrerin der G4B.


Video, Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 19. Februar 2018

Schneebericht von 1960: Waren die Winter früher wirklich schneereicher?



Auszug aus einem Artikel des Reutlinger Generalanzeigers / DEZ 1960.

Bereitgestellt: Familienarchiv, Werner Munz.
Das Foto stammt aus dem Skigebiet bei der "Bahnstation Lichtenstein".
Abgebildete Personen mit Nummerierung: (1) Helmut Votteler, (2) Ernst Lengerer, (3) Peter Votteler, (4) Werner Munz

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 18. Februar 2018

Das Reißenbachtal - "zu Fuss" drei Stunden oberhalb von Reutlingen gelegen.

Foto von 1987. In geringem Abstand, hinaus Richtung Reißenbachquelle vom letzten Wohngebäude aus, soll zum Schutz talein- und abwärts gelegener Gebiete eine Hochwasserschutzmaßnahme quer über die Talsohle errichtet werden (Schutzdamm). Erste Projektierungsüberlegungen diesbezüglich wurden bereits angestellt.

Historisches:
Der Stuttgarter Pfarrer, Gymnasiallehrer und Schriftsteller, Gustav Schwab (1792 - 1850), weist in seinem Buch "Wanderungen durch Schwaben", auf das Tal als möglichen Zugang zum s.g. "alten bzw. historischen" Nebelhöhleeingang hin:
... die Höhle liegt drei Stunden oberhalb Reutlingen, an dem Ende eines Seitentälchens von Oberhausen, an der Seite eines hohen waldigen Bergfelsens, der Stellenberg genannt. Ihr großer portalmäßiger Eingang ist mit einer, gewöhnlich verschlossenen, Türe versehen, zu welcher Pfullingen und das nähere Dörfchen Oberhausen die Schlüssel verwahren. Dieser Eingang öffnet sich gegen Nordost an der steilen, felsigen Waldwand, ungefähr 140 Fuß unter dem Rande des Gebirges und 2457 Fuß über der Meeresfläche, zwischen bemoosten Felsen .... 

Gustav Schwab war ab 1837 mehrere Jahre Pfarrer in Gomaringen und ab 1842 Dekan in Stuttgart. Die "Schwabstrasse" in Unterhausen ist nach ihm benannt.

Fotoauszug aus einem Original von Winfried Reiff                                                      Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 17. Februar 2018

Lichtenstein-Unterhausen: Evangelisches Pfarrhaus mit Pfarrscheuer und Johanneskirche.



Das Pfarrhaus wurde um das Jahr 1721 erbaut. Das sichtbare Holzfachwerk war noch im Jahr 1924, beim Einzug der Pfarrfamilie Holzapfel, mit einem Putz überdeckt. Die angrenzende Pfarrscheuer, mit Stallung und Remise, wurde im Jahr 1874 erbaut.


Original gerahmt: im Besitz des GHV-Lichtenstein                                                   Foto + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 16. Februar 2018

Unterhausen: Ein Sprung ins "kühle Nass" im ehemaligen Karl-Röhm-Freibad.

Öfters wird bzgl. der Größe des 1935 eingeweihten, ehemaligen Freibads nachgefragt. Das Schwimmbecken hatte eine Länge von 50 Meter und eine Breite von 14 Meter. Sein Wasserstand betrug zwischen 80 und 320 Zentimeter. Aus der Gebr. Burkhardtschen Fabrik konnte warmes Wasser zur Temperierung zugeführt werden. Nur an ganz heißen Sommertagen wurde eine Wassertemperatur von 23 Grad Celsius erreicht. Wenn frisches, kaltes Wasser neu eingelassen wurde, waren blaue Lippen und heftiges Zittern am ganzen Körper keine Seltenheit. Kommentar der damals mutigen Schwimmer und heute mindestens Siebzigjährigen: "Alles überlebt!".

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 15. Februar 2018

Eine himmlische Draufsicht: Das friedvolle Holzelfingen im Jahr 1936.


Nicht einmal zehn Jahre später wurde Holzelfingen durch Kriegsereignisse zweimal in schreckliche Mitleidenschaft gezogen. Am 19. Oktober 1944 detonierte im Gewand Brühl eine Luftmine. Vier Gebäude wurden total zerstört, weitere beschädigt. Vier Einwohner fanden dabei den Tod und weitere Personen wurden verletzt.
Am 20. April 1945, Mittags gegen 13 Uhr, erfolgte ein massiver Tieffliegerangriff. Sechszehn Gebäude brannten völlig nieder. Fast alle Anwesen im Ort wurden beschädigt. Durch Bordwaffenbeschuss verlor eine Frau das Leben.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                        eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 14. Februar 2018

Gretel Burkhardt: Eine der Letzten aus der Burkhardtschen Unternehmerfamilie ist verstorben.


Fotoausschnitt aus einem Prospekt der "Carl Burkhardt & Co., Baumwollspinnerei, Bleicherei und Färberei - Unterhausen Württemberg".

Am  20. Januar 2018 verstarb Frau Gretel Burkhardt,  geb. Storz. Die 97 Jahre alte Dame war die Ehefrau des bereits 1976 verstorbenen Hans Burkhardt, des letzten Inhabers der Gebrüder-Burkhardt-Unternehmung. Die "Firma Burkhardt" und die "Baumwollspinnerei Unterhausen" waren während der Blütezeit der Textilindustrie im oberen Echaztal die beiden Hauptarbeitgeber in Unterhausen. Der Niedergang der Textilindustrie führte auch in Unterhausen zum Zerfall der ansässigen Fabriken und dort wo über Generationen hinweg Arbeitsplätze vorhanden waren, mußte man sich nach etwas Neuem umsehen. Auf dem ehemaligen Fabrikareal der Fa. Burkhardt, in der Ortsmitte, ist ein Wohnpark entstanden.

Das soziale Engagement der Unternehmerfamilie Burkhardt trug zum ausgeprägt guten Ansehen der Firma bei. Betriebsfeste, Betriebsausflüge, bezahlte Erholungswochen etc. waren Teil der  Unternehmensphilosophie. Privat traten die Burkardts als Mäzen und Unterstützer für Kunst und Sport auf. Vermögenserträge aus der "Hans und Gretel Burkhardtstiftung ..." erhalten heute noch bedürftige Begünstigte als "Hilfe zur Selbsthilfe". Damit wird die Erinnerung an das Stifterehepaar lebendig gehalten.

Bildauszug: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                       Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 13. Februar 2018

Das ist doch Holzelfinger Schnee von 2011.


Das Zusammenwirken der drei Ortsteile klappt doch:
Ein Hausemer aus Oberhausen stellt ein Holzelfinger Motiv eines Honemers in den Lichtensteiner BLOG.


Foto: Hans Gerstenmeier, unser Honemer GHV-Mitglied                                                                      eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 12. Februar 2018

Tanzgarde des MV-Unterhausen, 1979.

 Personen von links nach rechts:
Gaby Brumm, jetzt Hoffmannn; Helga Stooß; Birgit Kinzelmann, jetzt Spohn; Jutta Kinzelmann, jetzt Bez; Elvira Abele, jetzt Schranner; Sabine Abele, jetzt Fischer; Mann ??; Renate Banzhaf, jetzt Sautter; Ute Reiff, jetzt Jetter; Doris Kinzelmann, jetzt Müller; Erika Vohrer; Sylvia Kuhn.

 Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                        eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 11. Februar 2018

Flurnamen auf der Oberhausener Alb.

Zum Vergrößern "klick"!

In den Flurnamen stecken die wichtigsten und häufig auch die ältesten Namen eines Siedlungsraumes. Besonders interessant ist es, wenn hier nicht nur Landschaftsbeschreibungen genannt werden,  sondern auch einst lebende Personen auftreten. Der "Linsenbühl"  (rechts unten, vor den Nebelhöhlefelsen) hat seinen Namen nicht nach dort möglicherweise angebauten Linsen, sondern nach einem Mann mit dem Namen "Linz" (Kosewort von Lienhart), ist also "des Linzen Bühl".

Weitere Flurbezeichnungen von links nach rechts: Aufberg, Stellenwald, Feldberg, Kalkofen, Roßberg, Säure .....

Fotoauszug: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 10. Februar 2018

1970: Das ehemalige "Kirchengässle" bei der Johanneskirche in Unterhausen.


Generationen ehemals junger Burschen erinnern sich heute noch an die "Schleifede" (Eisrutschbahn), welche im Winter das ehemalige Kirchengässle hinab solange Bestand hatte, bis vom angrenzenden Pfarrhaus ausgehend diese Attraktion mit Asche zugestreut wurde.

Fotoauszug: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                    Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 9. Februar 2018

Für diese Woche reicht's! Feierabend in Honau mit Karl Häbe - im Jahr 2005, beim "Pumphäusle".


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein / Erstveröffentlichung: 15.04.2010                                             eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 8. Februar 2018

Heute ist "Schmotziger Doschdig". Das 1977/78 erbaute Rathaus wird um 9 Uhr von den Lichtensteiner Narrengruppen erstürmt.

(Auszug aus einer Fasnet-Zeitung des MVU aus den 1950er-Jahren).
 

Die Lichtensteiner Narrengruppen (Hästräger):
Narrenzunft Krautscheißer, Narrengruppe Wurz'lsepp, Narrengruppe Schloßwölfe, Narrengruppe Burgstoi-Hexa.

Mit dem "Schmotzigen Doschdig" beginnt in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht die eigentliche Fastnachtszeit. Er fällt stets auf den Donnerstag vor Aschermittwoch. Schmotzig bedeutet in den alemannischen Dialekten "fett", mit Schmotz ist somit "Fett" gemeint.

Der Donnerstag war im kirchlichen Zyklus der Wochentage der Tag an dem geschlachtet und daher auch Fleisch und Fett verzehrt werden konnte. Nach dem letzten Donnerstag vor Aschermittwoch wurde im Regelfall nicht mehr geschlachtet bis Ostern und nach der kirchlichen Ordnung begannen ab Aschermittwoch die 40 fleischlosen Tage der vorösterlichen Fastenzeit.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein, Winfried Reiff 
Textauszüge: Wikipedia                                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 5. Februar 2018

Erinnerung an einen guten Freund anlässlich seines Todestages.


Heute vor 2 Jahren ist der Gründer des "Geschichts- und Heimatvereins Lichtenstein e.V." im Alter von 65 Jahren verstorben. Er war eine prägende Leitfigur in unserer Gemeinde und für viele ein guter Freund. Mit großem Respekt und in Dankbarkeit denken wir an an die gemeinsame Zeit mit

Werner Vöhringer

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 4. Februar 2018

Hausemer Häuser - Holzelfinger Straße 32: Erbaut 1785, dann Motiv in den 1970er-Jahren, 1999 saniert, Abbruch im Jahr 2018.


 

Das oben abgebildete Haus, in der Holzelfinger Strasse von Lichtenstein-Unterhausen, war noch bis um die Jahrtausendwende bewohnt. Im Adressbuch von 1930 findet man als Bewohner einen Georg Merz, Straßenwart, in der damaligen Rathausstraße 32 (heute: Holzelfinger Straße). Seine Tochter Erika war ein allseits bekanntes Unterhausener Original.

Fotoquellen: Ölgemälde von Walter Votteler, mittlere: GHV-Lichtenstein-Archiv, unten: Dieter Bertsch / FEB 2018
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Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 3. Februar 2018

"Brenner-Weisheit": Schnaps kann man nicht mit Obstwasser löschen!

Die Schnapsbrennerei im Gasthof  "zum Schwanen" und der ehemalige Friedhof in Oberhausen lagen nur wenige Schritte von einander entfernt. Die Brennerei ist momentan stillgelegt. Der Friedhof wird laut Grundsatzbeschluss des Gemeindrats zu einem "Park der Ruhe und Besinnung" umgestaltet.

Unser Vereinsmitglied Martin Schopf kennt noch die Besonderheiten und Geheimnisse, die bei der Herstellung eines Hausbrands zu beachten sind.

Foto: Martin Schopf / 2003                                                                                                                    eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 2. Februar 2018

Die Streuobstwiesen im oberen Echaztal.

Die Streuobstwiesen im Echaztal hatten stets eine landschaftsprägende Bedeutung. Durch das intensive Bau- und Siedlungswesen wurden jedoch viele dieser Flächen in den letzten Jahrzehnten stark dezimiert. Die ehemalige Pufferfunktion zwischen Wohngebiet und beginnendem Wald ist häufig nicht mehr vorhanden. Straßennamen, wie z.B. "Baumgarten, Kohlhau, Kornberg, Linsenacker, Krebshag etc." erinnern noch an die ursprüngliche Nutzung.

Viele Familien betrieben früher oft noch eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft und waren auf ihre "Wiesla" bzw. "Güatla" angewiesen. Heute dient die extensive Bewirtschaftung oft einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung die noch einen für den Hausgebrauch ausreichenden Ertrag abwirft. Vielfach dient sie auch nur dem geordneten Besitzstandsunterhalt, in der stillen Hoffnung, dass es evtl. noch einmal "a Bauplätzle für's Enkele" gibt.

Auf Streuobstwiesen stehen meist hochstämmige Obstbäume, häufig unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Wenn die Äpfel nicht zum Mosten tauglich sind, kann man sie doch noch zum Schnapsbrennen verwenden - vorher "no a bissele Salzen" hat noch immer geholfen.

Die ursprüngliche Mehrfachnutzung dieser Flächen diente dem Obstanbau mittels locker stehender Bäume und als Mähwiese zur Grünfutter- bzw. Heugewinnung. Wird erst nach der Blüte gemäht, dient dieses dem Erhalt und Schutz vieler Pflanzen, Vögel und zahlreicher Kleintierarten.

Bauernregel zum heutigen "Maria Lichtmess" Tag

Maria Lichtmess
bei Tag ess!

(Bedeutung: Die Tage sind jetzt wieder spürbar länger und somit kann 
jetzt wieder am Abend bei Tageslicht gevespert werden). 

 Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 1. Februar 2018

Der Traifelberg im Jahr 1913, mit Honauer Steige, Zahnradbahn-Trasse und Station Lichtenstein.

Bei den Anhöhen im Hintergrund handelt es sich von links nach rechts um die Buchhalde, den Bocksberg und den Sternberg.
eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 31. Januar 2018

Zahnradbahn: Honau - Station Lichtenstein.







Auf dem Zahnstangenabschnitt überwand die Bahn mit einer Maximalsteigung von 1:10 auf einer Länge von 2,15 Kilometer einen Höhenunterschied von 179 Metern. Sie war die erste Zahnradstrecke für den Personenverkehr in Württemberg und eine der steilsten Eisenbahnstrecken Deutschlands. Zur Bewältigung des steilen Albaufstiegs wurde ein Zahnradantrieb mit einer „Riggenbach’schen Leiterzahnstange der Bauart Bissinger-Klose“ verwendet. Die Triebfahrzeuge hatten ein zwischen den Rädern liegendes Zahnradtriebwerk. Ausgangspunkt der Steilstrecke war der Bahnhof Honau im Echaztal. Fast in der Falllinie führte die Strecke auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb, teilweise direkt entlang der Bundesstraße 312, der sogenannten Honauer Steige. Endpunkt der Steilstrecke war der Bahnhof Lichtenstein, der seinen Namen dem in der Nähe gelegenen Schloss Lichtenstein verdankt.
Die Strecke ab Honau wurde am 28. Juli 1969 für den Gesamtverkehr stillgelegt und bis Kleinengstingen abgebaut. Von dort an blieb sie für den Militärverkehr zum Truppenübungsplatz Münsingen erhalten. Der Personenverkehr Reutlingen–Honau wurde noch bis zum 1. Juni 1980 bedient; der Güterverkehr beschränkte sich ab 27. Mai 1983 auf den Abschnitt Reutlingen Hbf–Reutlingen Süd. Nach Einstellung des Güterverkehrs am 29. September 1994 wurde dieser letzte Abschnitt stillgelegt und größtenteils abgebaut.
Text: In Wikipedia / Seite "Bahnstrecke Reutlingen - Schelklingen"; freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand:  26.12.2017.
Foto links: Honau während dem Bau der Zahnradbahn auf einer Postkarte von 1891.
Foto rechts: Zahnstangenabschnitt / Landesmedienzentrale 1. 1. 1952.

                                                                                                                       Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 30. Januar 2018

Maschinelle Holzbearbeitung in den 1960/-70ger Jahren.

Auf dem Foto: Bernhard Bartosch, langjähriger Mitarbeiter bei der Firma Gebr. Vöhringer in Lichtenstein-Unterhausen (Gründungsstandort im ehemaligen Oberhausen). Ab 1954 umfasste die Produktion hauptsächlich Furniere und Sperrholz. Im Jahr 1985 wurde der Standort Unterhausen geschlossen. Das Unternehmen siedelte nach Trochtelfingen um.

Aufnahme aus dem Archiv der Familie Vöhringer / GHV-Lichtenstein-Archiv                                    eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 29. Januar 2018

Dank seiner Hochlage ist und bleibt Holzelfingen im Lichtensteiner Gemeindegebiet das HÖCHSTE!

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 28. Januar 2018

Die Tropfsteinbildung in der Nebelhöhle ist eine Alterserscheinung.

Das obige Foto zeigt den "Oberhausener Eingang". Vor der Entdeckung der "Neuen Nebelhöhle , am 8. März 1920 durch zwei junge Stuttgarter, war dieses seit der ersten Erwähnung im Jahre 1486 der einzige Zugang zur "Alten bzw. Historischen Nebelhöhle".
Heute ist dieser Ort vom dichten Hangwald eingewachsen. Der Reiz der Aufnahme zeigt den "Kahlschlag" und die somit freigestellten Felsen und den Höhlenvorplatz  Dieses ermöglichte einstmals die freie Sicht auf die umliegenden Albberge und hinab ins tief eingeschnittene Reißenbachtal.

Die Entstehung der Nebelhöhle 
(auszugsweise aus einem Prospekt der 1930er Jahre):

Entstanden ist die Nebelhöhle wie alle Kalkhöhlen: Durch Einsickern von Wasser und dadurch Auflösung des Gesteins im Laufe von vielen hunderttausend Jahren. Jeder Steinbruch zeigt uns zahllose Risse und Klüfte welche das Kalkgestein durchziehen. Durch solche Risse dringt das mit Kohlensäure beladene Regenwasser in die Tiefe, löst dabei Kalk auf und erweitert die feinen Ritzen zu breiteren Spalten und Hohlräumen. An den Wänden der Höhlen sieht man oft noch eigentümliche Auflösungserscheinungen, so genannte Karren oder Schratten, die durch ungleichmäßige Auflösung der Kalkflächen entstanden sind. Das Wasser tritt nach längerem unterirdischem Lauf wieder in Quellen zutage. In früheren Zeiten bevorzugte es bestimmte Wege zur Austrittsstelle, auf diesen erfolgte stärkere Auflösung, größere Höhlen entstanden. In der Nebelhöhle lässt sich noch deutlich die Herkunft von alten, sich vielfach schneidenden Spaltensystemen erkennen. Sobald die Täler tiefer eingeschnitten sind und das Wasser an tiefer gelegenen Punkten austritt, werden die höher liegenden Höhlen trocken gelegt, indes sich tiefer neue Höhlensysteme bilden. Nun kann in jenen ein großer Teil des niedertropfenden Wassers verdunsten und seinen Kalk in Form von Tropfsteinen absetzen: Deckenzapfen (Stalaktiten), Bodenzapfen (Stalakmiten), übersinterte Wände, Vorhänge, Wasserfälle, Orgel, Gletscher usw. Die Tropfsteinbildung ist also eine Alterserscheinung unserer Höhlen. Man sieht sie vielfach in deutlicher Abhängigkeit von den alten Spalten, aus denen das Wasser herabtropfte. Nur fehlen sie wiederum an manchen Stellen: Hier ist vor nicht allzulanger Zeit ein größeres Stück Dach der Höhle mitsamt seinen Tropfsteinen herabgebrochen, den Boden aufhöhend. Daher auch das dauernde Auf und Ab in der Nebelhöhle. Je stärker die Niederbrüche, desto enger die Höhle. Diese Ursachen haben die Höhle geformt: Alte Klüfte haben ihre Hauptrichtung vorgezeichnet; lösendes Wasser hat von innen ausgeräumt; Kalkabsatz verursachte stellenweises Zuwachsen; Niederbrüche von der Decke erfolgten, wenn die Gewölbespannung oder die Unterwaschung zu groß war.

Geschichtliches zur Nebelhöhle, siehe BLOG vom 24. März 2017.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 27. Januar 2018

Bewirtschaftung von Wässerwiesen mittels Fallen und Wehre.

Auf dem Foto ist "d'Fall am Schochensteg" abgebildet.

Über Jahrhunderte war die Zuleitung und das Aufstauen von Wasser eine besondere Form der Bewirtschaftung von Wiesenflächen. Mittels Schleusen bzw. Fallen wurde Echazwasser abgeleitet und in Gräben auf die "Wässerwiesen" verteilt. Den oft trockenen und nährstoffarmen Böden wurden dadurch Nährstoffe zugeführt. Es ergab sich dadurch ein früherer und ertragsreicherer Graswuchs. Bewässert wurde meist im zeitigen Frühjahr. Als Arbeitsgerät hatte man den "Kascht" dabei (eine spezielle Hacke / Haue) und "Suffrohr" angezogen (Gummistiefel).

Wasserrechte regelten, dass dabei alles seine Ordnung hatte. Wer, wann, wie lange seine Wiesen wässern durfte und der Unterhalt von Gräben und Wehren bzw. Fallen wurde oft nach eingeübten Gepflogenheiten gehandhabt. Nur im Bereich der Markungsgrenze (z.B. "Auf Ried" und "Im Krebshaag") gab es manchmal kleinere Meinungsverschiedenheiten zwischen den "Hausemern" und den "Pfullingern". Bzgl. eines "Wasserkriegs" gibt es keine Überlieferungen!

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 26. Januar 2018

In den 1930er Jahren: Ludwigstraße im ehemaligen Oberhausen - beim Holzspalten.

Georg Mezger (19.9.1858 - 5.5.1942) - Vater des Herman Mezger - beim Holzspalten in der Ludwigstraße, im ehemaligen Oberhausen. Das "nach der Oberhausener Echazbrücke" erbaute Haus - Richtung "Mühlgärtle" - wurde 1765 erstellt. Der Abbruch erfolgte 1953.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 25. Januar 2018

1884: Die Wasserkraft für die Turbinenanlage der Baumwollspinnerei Unterhausen, Werk Honau.

Auf dem Foto ist die wasserzuführende Leitung zur Turbinenanlage der ehemaligen Spinnerei abgebildet.

Mit kaum einem anderen Wasserwerk entlang der gesamten Echaz konnte man eine ähnliche Leistung erzielen (rund 120 PS). Allerdings war die hohe PS-Zahl nur durch einen massiven Eingriff in den Flusslauf zu erreichen.
In der Beschreibung des Oberamts Reutlingen von 1893 heißt es: "Gleich nach dem letzten Haus von Honau (...) stürzte sich früher die Echaz über die Tuffsteinfelsen ins Tal - ein Schauspiel, das freilich heutzutage nur noch an Sonntagen und auch da nicht mehr in seiner ursprünglichen Schönheit zu sehen ist, da die 1884 erbaute Spinnerei die Wasser jetzt in einem Bassin sammelt und von da in geschlossener Leitung ihrer Turbine zuführt." (Beschreibung des Oberamts Reutlingen 1893, S. 183).

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein      
Textauszüge:  "Mühlen und Maschinen ... an der Echaz", Heimatmuseum Reutlingen, 1999, ISBN 3-933820-03-0
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 24. Januar 2018

Kirchenkonzert der "Lichtensteiner Blasmusik" in der Johanneskirche in Lichtenstein-Unterhausen (1.3.2009).

Foto vom 1.3.2009                                                                                                                                  eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 23. Januar 2018

1955, Honau: Brunnen beim Backhaus - erbaut 1885, abgebrochen 1963.

Foto: Archiv GHV-Lichtenstein                                                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 22. Januar 2018

Die alte und die neue Orgel in der "Hl. Bruder Konradkirche" in Lichtenstein-Unterhausen.


Die alte Orgel wurde als Interimslösung im Jahre 1946 von der Gemeinde Ahlen bei Uttenweiler (Kreis Biberach) erstanden. Erbaut wurde sie wahrscheinlich 1857 von der Firma Klingler, dann im Jahre 1890 von der Firma Scheffold umgebaut. Die Holzteile waren völlig zerwurmt, die Pfeifen aus verschiedenen Orgeln zusammengestückelt sowie weitere denkmalswürdige Teile eingebaut. Nachdem die katholische Kirchengemeinde sich für einen kompletten Orgelneubau entschieden hatte, erfolgte 1999 der Abbau dieser Orgel.

Die neue Orgel wurde im April 2000 von der Firma Späth aus Mengen-Enntach aufgestellt, zusammengebaut und verankert. Dann begann die Feinarbeit für die Orgelbauer. Nach dem Einbau der Windladen, Spieltisch, Windanlage, Traktur usw. begann dann die Hauptintonation und Stimmung der Orgel. Die Weihe der neuen Orgel erfolgte am Dreifaltigkeitssonntag, den 18. Juni 2000 durch Domkapitular Dr. Werner Groß und Pfarrer Stefan Ziellenbach.

Textauszüge und Fotos aus der Broschüre "Die neue Späth-Orgel der St. Konradskirche in Lichtenstein". Herausgeber: Orgelbau Späth, 88512 Mengen-Ennetach.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 21. Januar 2018

Der Brunnen bei der ehemaligen "Schillerschule" - heute "Kindergarten Friedrichstraße".

Kinder v.l.n.r.: Elka Gekeler, Manfred Rapp, Sieglinde Domnik, geb. Heinzelmann, Martha Ries, geb. Mutschler.
Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 19. Januar 2018

Eine spezielle Lichtensteiner Perspektive: Blick auf die ehemalige BSU - Baumwollspinnerei Unterhausen.


Der alles überragende "BSU-Turm", mit dem dreistöckigen Spinnereigebäude, ist das charakteristische Merkmal dieses Industrieareals. Beides wurde im Jahr 1911 erbaut.
 


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein / Winfried Reiff                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch