Dienstag, 12. November 2019

Glorifizierung im 1. Weltkrieg: "Mit Gott, für Kaiser, Volk und Vaterland".


Auf dem Foto ist ein Oberhausener Familienvater abgebildet. Er und sein ältester Sohn mussten beide im 1. Weltkrieg nach Frankreich in den Kriegseinsatz. Der Sohn ist dort gefallen. Die Nachricht erhielt der Vater beim Appell  auf dem Schlachtfeld in einer heute unverständlichen und unangemessenen Weise: " Ihr Sohn ist mit Gott, für Kaiser, Volk und Vaterland gefallen". Soviel zur "guten, alten Zeit", von der oft Sachverhalte beschönigend dargestellt werden, um sie aus den Köpfen der Menschen zu verdrängen.

Im 2. Weltkrieg haben weitere zwei Söhne dieser Familie in den Kriegswirren ihr Leben verloren.

Auf dem Foto: Ludwig Bertsch / Oberhausen                                                               Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 10. November 2019

Dienstag, 5. November 2019

Holzelfingen, 1988: OG des Schwäbischen Albvereins in der Fränkischen Schweiz.


Die Fränkische Schweiz ist eine der ältesten deutschen Ferienregionen. Sie liegt zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg. Romantische Mühlen, eine Vielzahl an Höhlen, mittelalterliche Burgen und Schlösser liegen in einem der größten Naturparke Deutschlands.

Foto, vom Juni 1988: Festschrift 100 Jahre OG des SAV Holzelfingen                                                eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 4. November 2019

Holzelfingen, vor dem 2. Weltkrieg: Karl Gekeler mit seinem Gefährt auf der Ortsdurchfahrt.


Bildertanzquelle: Festschrift - 100 Jahre SAV, OG Holzelfingen / Bereitstellg., Richard Tröster          eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 3. November 2019

Die Skihütte in der zu Lichtenstein-Honau gehörenden Siedlung Traifelberg.

Das Foto dürfte zu Beginn der 1950er Jahre gemacht worden sein. Zu der Zeit wurde die Skihütte (rechts) sowie die Holzbaracke (links) vom Evangelischen Hilfswerk als Freizeitheim betreut.

Im Jahr 1930 errichtete die Stuttgarter Burschenschaft "Ghibellinia" eine Skihütte (rechts). Für Entwurf und Planung war der Ravensburger Architekt Hermann Kiderlen (1874 - 1957) verantwortlich, der sich in einem Wettbewerb unter seinen Bundesbrüdern durchgesetzt hatte. Es ist anzunehmen, dass er dabei von den Erfahrungen profitierte, die er beim Bau der Ravensburger Hütte in Vorarlberg für den Deutschen Alpenverein hatte machen können.

Über einem massiven Sockelgeschoss, das den Geländeabfall ausgleicht, erheben sich zwei Geschosse in ausgemauerter Holzkonstruktion. Die rot gestrichene Stülpschalung des Obergeschosses verleiht dem sonst weiß verputzten Bau einen kräftigen Akzent.

Der Architekt vermied bei seinem Entwurf jeden Anflug von "Salontirolerei". Auch griff er nicht auf regionale, älblerische Bautraditionen zurück.

Weitere Details siehe: "Denkmalpflege in BW 4 / 2011, Seite 243.

Otto Henker, der schon immer auf dem Traifelberg sein Zuhause hat, berichtet aus den Anfängen der 1950er Jahre, dass Sonntags in der Holzbaracke, für die Kinder des Traifelbergs, ein "Kindergottesdienst" abgehalten wurde. 1952 wurde ein Kind der Familie Henker sogar dort getauft. Rechts neben der Skihütte war früher der kleine Traifelberger Sportplatz. Der heutige Zustand verhindert eine noch mögliche Nutzung. Dieser wurde angelegt, als die s.g. SA-Hütte erstellt wurde. Später bekannt unter dem Namen "Reutlinger Hütte" bzw. "Albhütte". Die Stadt Reutlingen wollte sich diese Hütte aneignen. Der Honauer Bürgermeister konnte jedoch diesen Deal rückgängig machen. Eine Fliegerbombe, die das SA-Heim zum Ziel hatte, verfehlte dieses und brachte im Umfeld die Gebäudefenster zum Bersten. Die Holzbaracke wurde inzwischen abgebrochen.


Herzlichen Dank an Otto Henker für die interessanten Informationen und an Hans Gerstenmaier für die Vermittlung

Bildertanzquelle: Postkartenauszug + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 2. November 2019

Das Skifahren am "Bahnhofsbuckel" auf dem Honauer Traifelberg gelernt - dann Olympiasiegerin geworden und fünfzehn Weltmeistertitel geholt: Christl Cranz, Skirennläuferin in den 1930er Jahren.




Erstveröffentlichung im GHV-BLOG: 17. und 23. Januar 2010

1900:
Skifahren als Sport ist neu in Deutschland und wird schnell beliebt. Bereits 1902 wird in der Region einer der beiden ersten Skiclubs in Württemberg gegründet. Ob zu dieser Zeit auch schon am Traifelberg Ski gefahren wird, wissen wir nicht. Es ist aber anzunehmen, weil eine Station der Zahnradbahn an der Bahnstrecke Reulingen - Schelklingen in unmittelbarer Nähe für gute Erreichbarkeit sorgt.

1920:
Ein sechsjähriges Mädchen, das mit seinen Eltern ab 1918 für mehrere Jahre im Albhotel am Traifelberg wohnt, sieht am gegenüberliegenden Hang Skifahrer. Ihr sehnlichster Wunsch ist, das auch zu lernen. Sie lernt es und kann nicht genug davon bekommen. Später beweist sich dann, was wir heute noch wissen: Wer am Traifelberg skifahren lernt, der kommt überall gut hinunter. Das Mädchen wird später die bisher erfolgreichste Skisportlerin werden. Von 1934 bis 1941 gewinnt sie alle Weltmeisterschaften und holt olympisches Gold. Ihr Name: Christl Cranz



Übermittlung: Hans Gerstenmaier, Honau
Bild- und Textquelle: Mit freundlicher Genehmigung der Betreibergesellschaft Skilift Traifelberg GbR, Herr Wolfgang Ebbinghaus http://www.skilift-traifelberg.de/



Cranz, Christl (*1914) deutsche Skirennläuferin. Als Olympiasiegerin in der Kombination 1936 und fünfzehnfache Weltmeisterin ist Sie die erfolgreichste Akteurin der dreißiger Jahre.

Cranz wurde am 1 Juli 1914 als Tochter eines deutschen Ehepaars in Brüssel geboren und stammt aus einer Kaufmannsfamilie. 1918 kam sie mit ihren Eltern nach Deutschland und wuchs zunächst in Traifelberg bei Reutlingen auf, ab 1928 in Freiburg im Breisgau. Im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Skifahren, mit neun gewann sie in Grindelwald (Schweiz) ihr erstes Rennen. 1934 wurde Cranz erstmals deutsche Meisterin in der Kombination, ein Erfolg, den sie bis 1941 jedes Jahr wiederholen konnte, hinzu kamen die nationalen Titel im Abfahrtslauf 1937, 1938 und 1939 sowie im Slalom 1938 bis 1941. Mitte der dreißiger Jahre avancierte sie auch international zur erfolgreichsten Akteurin. Ihre dominierende Stellung wird dokumentiert durch nicht weniger als 15 Weltmeistertitel:
fünf im Slalom (1934, 1937, 1938, 1939 und 1941) vier in der Abfahrt (1935, 1937, 1939 und 1941) und sechs in der Kombination (1934, 1935, 1937, 1938, 1939 und 1941) 1936 bei den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen krönte sie ihre Karriere mit der Goldmedaille in der Kombination. Als Christl Cranz 1941 ihre Karriere beendete, hatte sie insgesamt 15 nationale und 15 Weltmeistertitel errungen, ein bis dahin unerreichter Rekord.

Neben ihrer Karriere als Skirennläuferin beendete sie 1936 ein Sportstudium am Hochschulinstitut für Leibesübungen in Freiburg, wo sie bis 1945 als Assistentin beschäftigt war und wo sie ab 1940 zudem ein Philologiestudium absolvierte. In der Folge arbeitete Cranz auch als Skilehrerin, ab 1947 betrieb sie zusammen mit ihrem Ehemann, den sie 1943 geheiratet hatte, eine Skischule in Steibis im Allgäu.
Nachdem sie vor dem 2. Weltkrieg als Frauenreferentin im Fachamt Skilauf des Reichsbundes aktiv gewesen war, gehörte sie ab 1949 dem deutschen Skiverband an. Bei den Olympischen Winterspielen 1960 in Squaw Vallay war sie Begleiterin des erfolgreichen Damenteams. Cranz veröffentlichte die Bücher "Skilauf für die Frau" (1935), "Erprobtes und Erfahrenes" (1939), "Christl erzählt" ( 1949) und "Wir laufen Ski" (1958).


1991 wurde sie in die Hall of Fame des internationalen Frauensports aufgenommen.
Im Alter von 90 Jahren ist Christl Cranz in ihrem Heimatort Steibis gestorben. Sie war der erste große Alpin-Star und bis dahin die erfolgreichste Skifahrerin aller Zeiten, die sogar die männliche Konkurrenz hinter sich ließ!

Übermittlung: Hans Gerstenmaier, Honau
Mit freundlicher Genehmigung Bild- und Textquelle Herr Lang, www.festhalle-steibis.de

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch 

Freitag, 1. November 2019

Kindergarten, Mitte 1950: Spaziergang auf die "Braike".


Foto: Archiv des Jahrgangs 1950                                                                                                           eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Holzelfingen 1905: Ein Luftkurort in eigenartiger Lage.


Bildertanzquelle: "Beilageblätter des SAV 1905"                                                           Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Holzelfingen in den1970er Jahren: Flurbereinigung.


Zur Unterstützung der Landwirtschaft wurde das Verfahren zur Durchführung der Flurbereinigung schon im Jahr 1974 neu beantragt. Zu diesem Zeitpunkt war Holzelfingen noch eine selbständige Gemeinde. Es wurde in den Arbeitsplan 1974/1975 aufgenommen. Im Februar 1979 erging die amtliche Anordnung des Flurbereinigungsverfahrens. Damit war "grünes Licht" für eine umfangreiche Bodenreform auf Holzelfinger Markung gegeben.

Die gesamte landwirtschaftliche Fläche wurde neu aufgeteilt. Am 15. März 1991 begann in der Lichtensteiner Teilgemeinde Holzelfingen eine neue Ära: dann nämlich traten durch eine Ausführungsanordnung des Flurbereinigungsamtes Tübingen auf dem gesamten Markungsgebiet neue Besitzverhältnisse in Kraft. Mit diesem behördlichen Erlass wurde ein Verfahren abgeschlossen, das die Holzelfinger mehr als zwölf Jahre lang beschäftigte: die Neuordnung des Grund und Bodens. Insgesamt sind 982 Hektar Land zusammengelegt und neu verteilt worden. 350 Grundbesitzer waren von den Maßnahmen betroffen. Und sie sind - zum großen Teil - zufrieden mit den neuen Verhältnissen. "Für die Bewirtschaftung ist das sehr gut" erklärte die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft.

In das Landschaftsbild sind die 5 neuen Maschinenhallen gut eingefügt, die im Zuge der Flurbereinigung gebaut wurden. Alte und neue Bäume sollen die Gebäude eingrünen.

Die Flurbereinigung in Holzelfingen ist nur eines von vielen ähnlichen Verfahren, die im ganzen Land Baden Württemberg bearbeitet wurden. Seit dem Inkrafttreten des Flurbereinigungsgesetzes am 1.1.1954 sind weit mehr als eine Million Hektar Grund und Boden neu geordnet worden. Die Ursprünge einer Neuverteilung des Landbesitzes liegen jedoch noch viel weiter zurück. Über gut dreihundert Jahre läßt sich die Geschichte der Neuordnung des Ländlichen Raumes in Baden und Württemberg zurückverfolgen.

Bildertanzquelle: Festschrift 100 Jahre SAV, OG Holzelfingen                                    Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 29. Oktober 2019

1937, auf der Oberhausener Alb: Kartoffelernte der Familien Hornikel / Vöhringer.


Foto: Familienarchiv Vöhringer                                                                                                             eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 28. Oktober 2019

Oberhausen, um 1930: Sieben Jünglinge! Bei einem solchen Angebot konnten sich die ledigen Mädchen freuen.


Personen v.l.n.r: sitzend -> Erich Preusch, Fritz Bertsch, ??

Wer kennt noch weitere von den hübschen Jünglingen?

Bildertanzquelle + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 26. Oktober 2019

Blick vom Nussbaumweg ins obere Echaztal hinein.


Einleitungstext in die Dokumentation: "Schloss Lichtenstein, einst und jetzt",
von Adolph Bossenmajer / 1903:


Das Tal, eng und tief in das Albgebirge eingeschnitten, wendet sich von Pfullingen südlich, etwa zwei Stunden lang, zum Ursprung der Echaz zwischen hohen, bald zurücktretenden und bald vorspringenden Albkanten, bald ganzen Gruppen vielförmiger Felspartien, bald einzelner, schroff und zackig gegen den Himmel ragender Felsspitzen.

Das üppige Wiesengrün  deckt den Talgrund, welcher von mannigfachen Gruppen wohlgepflegter Obstbäume, wie von Lusthainen beschattet wird, in dem der klare Bach in raschen Fällen über Tuffsteinbänke rauschend und schäumend durch das Tal hinabeilt. Die freundlichen Dörfer, eine gut unterhaltene Landstraße und der herrliche Buchenwald an den Bergen beleben das Tal ungemein. Man durchwandert von Pfullingen die Dörfer Unterhausen, Oberhausen und Honau mit ihren Mühlen und Fabrikanlagen, welche von der noch jungen, aber schon unermüdlichen Echaz getrieben werden.

Im oberen Tal, auf hoher Au, einige hundert Meter unterhalb des Echazursprungs, liegt das reizende Pfarrdorf Honau, und rechts über dem Dorf, ca, 250 Meter höher, auf einer Felsspitze, 817 Meter über dem Meer, das Felsenschlößlein Lichtenstein, zu dem durch den schattigen Wald ein bequemer Fußweg emporführt.

Foto, vom Oktober 2019 + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 25. Oktober 2019

Pietistenhochzeit im reiferen Lebensalter.


Martin Herter aus Jettenburg, mit Marie, geb. Reiff (Tochter des "Friedr am Bach" aus Oberhausen).

Foto + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Das Boule-Spiel: Früher eher Seniorensport - heute generationenübergreifend.

Boule-Spielfeld beim Unterhausener Rathausplatz

Dass für das Boule-Spiel bei uns oft auch das Wort "Boccia" benutzt wird, haben wir dem früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer zu verdanken, der in seinem Italien-Urlaub regelmäßig Boccia gespielt hat.

Ein gutes Set umfasst hochwertige Stahlkugeln und eine Zielkugel aus Holz (das s.g. "Schweinchen"). Gespielt wird das Tete-a-Tete (1 gegen 1 Spieler), die Doublette (2 gegen 2 Spieler) und die Triplette (3 gegen 3 Spieler).

Beim Spiel gibt es drei Rollen - "den Schießer" (Tireur), den "Leger" (Pointer) und den Platz in der Mitte (Milieu-Spieler). Während der Schießer dafür verantwortlich ist, mit seiner Kugel eine gegnerische Kugel zu treffen, hat der Leger die Aufgabe, seine Boulekugel so nah wie möglich an der Zielkugel zu plazieren. Der Milieu-Spieler agiert hingegen je nach Bedarf als Schießer oder Leger.

Wer als erster 13 Punkte erreicht hat, hat gewonnen.

Foto, vom 27. September 2019, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch



Montag, 21. Oktober 2019

Holunderweg im ehemaligen Oberhausen.


Der heutige "Holunderweg" war die frühere "Rosenstraße" und davor die Oberhausener "Pfitzengasse".

Foto, vom September 2019 + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 19. Oktober 2019

Oberhausen, Friedrich-List-Straße 31, Wohngebäude der Familie Glasbrenner, erbaut 1867.


Bildertanzquelle: Familie Glasbrenner                                                                                                eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 18. Oktober 2019

Holzelfingen, 1970: Backhaus kurz vor dem Abbruch.


Siehe hierzu auch den BLOG, vom 8. Dezember 2016: "Julius Gekeler (1907-1986), der Mann für alle Fälle".

Bildertanzquelle: Broschüre, 100 Jahre SAV, OG Holzelfingen.                                                             eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Der "Höchstdruck-Wasserstrahl-Roboter bruNo.1.0" arbeitet sich momentan durch die rund 730 Meter langen Dohle des Reißenbachs bis zur Echazeinmündung vor.


Mit bis zu 1.500 bar werden mittels simultaner Kontrolle, über eine im Roboter integrierten Kamera, schnell und gründlich alle querschnittsverengenden Materialien abgetragen (Kalk- und Betonablagerungen, sonstige Inkrusterationen, Wurzeln etc.). Momentan hat sich durch langjährige Ablagerungen der Querschnitt um ca. 30% reduziert. Beeinträchtigungen der Altrohrsubstanz werden bei diesem Verfahren, im Vergleich mit Fräsrobotern, stark minimiert. Das abgetragene Material wird abgesaugt und ordnungsgemäß mit einem Tankfahrzeug entsorgt.

Foto, vom 15. Okt. 2019 + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Joe, vom GHV-Lichtenstein, der Kelte "Tschähel": Torwache am Heidegraben bei Grabenstetten.



Bildertanzquelle: Joachim Erbe, 2019                                                                                                eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 14. Oktober 2019

Emil und Bertl: Ein Oberhausener Geschwisterpaar.

Foto: Archiv der Grossfamilie Bertsch                                                                                                 e-Archiv: Dieter Bertsch

Samstag, 12. Oktober 2019

Georg Gaders Übersichtskarte des Herzogtums Württemberg, von 1596.


Bildertanzquelle: LABW-HStA, Stgt., Blatt 4                                                                                           eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Kleine werden gefangen, während die Großen das Netz zerreissen und entkommen.


Foto, vom September 2019: Martin Schopf , GHV-Mitglied                                                                 eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 9. Oktober 2019

"Zeit, die bleibt - Lichtenstein im Wandel." Der Jahreskalender für 2020 des Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein e.V. ist ab sofort verfügbar.


Zum Stückpreis von 10 € kann er an folgenden Stellen erworben werden:

Im Lichtensteiner Rathaus sowie in den Ortsämtern von Holzelfingen und Honau. Weiterhin bei Veranstaltungen des GHV Lichtenstein bzw. bei dessen Mitwirkung.

Der Kalender wurde von unserem Mitglied und Freund, Raimund Vollmer aus Altenburg, gestaltet.

eArchiv: Dieter Bertsch


Montag, 7. Oktober 2019

In bester Erinnerung sind solche Lehrer von der Brögerschule geblieben, die Wissen vermittelt und Interesse geweckt haben und nicht nur mit dem "Zeigstock" auf die Finger schlugen.


Einweihung, 1937: als "Herbert-Norkus-Schule".

Seit 1945: umbenannt in "Karl-Bröger-Schule".

 Heute: Grundschulstandort, einzügig, mit den Klassen 1 - 4.


Foto, vom Oktober 2019 + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 6. Oktober 2019

Das ritterliche Geschlecht der Lichtensteiner. Auszüge aus einer Aufstellung von Adolph Bossenmajer (ehemaliger Schlossverwalter).

Ruine der Burg "alter Lichtenstein".


Ein ansehnliches, ritterliches Geschlecht, welches sich bis ins 17. Jahrhundert fortgepflanzt hat, waren die Ritter von Lichtenstein, deren Stammburg sich  oberhalb Honau auf der Stelle des „Alten Lichtenstein“ erhob, später aber am Ende des 14. Jahrhunderts auf den Felsen verlegt wurde, den das Schlösslein Lichtenstein heute noch krönt.
Das Wappen des Rittergeschlechts Lichtenstein war ein silberner Flügel (Adlerschwinge) in blauem Felde.
Die ältesten, urkundlich bezeugten Glieder der Familie sind unter anderen: Gebhard v. Lichtenstein 1190, Gero v. Lichtenstein 1236, Gebhard, Schwenger, Berthold und Ludwig v. Lichtenstein 1243 und 1254. Ein Berthold v. Lichtenstein war Pfarrer in Grieningen bei Riedlingen 1246, Schwenger und Heinrich v. Lichtenstein 1251, Ludwig v. Lichtenstein 1262, Gebhard v. Lichtenstein 1277, Schwenger v. Lichtenstein 1300 und 1319, Eberhard v. Lichtenstein 1331, Dietrich v. Lichtenstein 1352, Schwenger v. Lichtenstein 1368.
Am großen Städtekrieg haben sich die v. Lichtenstein im Dienste ihrer Lehensherren eifrig beteiligt. Rafan v. Lichtenstein war unter den Gefallenen in der Schlacht bei Reutlingen 1377.
Im Verlauf des Städtekrieges haben sich die Lichtensteiner verschiedentlich die Rache der Reutlinger zugezogen und haben sich letztere der Burg bemächtigt und dieselbe teilweise zerstört. Den Reutlingern wurde der Lichtenstein wieder abgenommen. In der Aussöhnung der Stadt Reutlingen mit dem Grafen Eberhard dem Greiner, den 31. August 1389 wurde angeordnet: die Rückgabe der Burg Lichtenstein „ob Honau gelegen“ an Württemberg, das sie als offen Haus und verfallen Gut ansprach.
Fortan blieb die Burg im Besitze von Württemberg, ohne dass sie wieder an die v. Lichtenstein zurückgegeben worden wäre, ob durch Kauf oder gegen Vergütung anderer Lehensgüter ist unbekannt.
Die Bedeutung des Geschlechts erhellt aus der Stellung, welche viele seiner Glieder einnahmen, sie erscheinen besonders in zollnerischen und württembergischen Urkunden als Zeugen, Bürgen, Schiedsrichter und Pfleger.
Zu den Stammgütern der Lichtensteiner gehörten außer Leuten, Gütern und Rechten in Honau, Holzelfingen, Ober- und Unterhausen und Engstingen noch die zwei Burgen Lichtenstein bei Neidlingen, Oberamt Kirchheim, und Lichtenstein bei Neufra in Hohenzollern mit Dörfern, Gütern und Gerechtsamen. Schenkungen machten die Lichtensteiner u.a. an die Klöster Ottobeuren, Bebenhausen, Offenhausen und Salmansweiler.
Schwenger III. von Lichtenstein verkaufte 1365 alle seine Güter zu Geradstetten um 590 Pfund Heller an die Grafen Eberhard und Ulrich von Württemberg. Schwigger v. Lichtenstein verkaufte 1386 das Dorf Bitz um 210 Pfund „par Gellt gueter gemeiner Heller“ an die Bürgschaft von Ehingen und 1393 verkaufte derselbe Weiteres. Nicht lange Zeit später verkauften Johann und Wolf von Lichtenstein Engstingen, mit Gütern und Rechten zu Bernloch und Meidelstetten, Erpfingen, Kohlstetten, Honau, Ober- und Unterhausen, Pfullingen und Melchingen an Wolf von Neuhausen, welcher mit Großengstingen belehnt war.
Fast möchte man glauben, dass die von Lichtenstein das Burglehen „ob Honow“ darum der Herrschaft Württemberg zurückgegeben haben, weil sie den Aufwand scheuten, die zerstörte Burg wieder aufzubauen.
Diese Burg wurde nicht wieder aufgebaut, denn von der Herrschaft Württemberg ist eine andere Burg Lichtenstein erbaut worden, und zwar nicht auf dem Platz der alten Burg, sondern in der Entfernung einer halben Viertelstunde weiter vornen, auf einem von der Albwand abgerissenen Felskegel derselben Felskante, und nun überließ man die alte Burg ihrem Schicksal als Burgstall ungefähr ums Jahr 1394.



Auszüge aus: "Lichtenstein einst und jetzt", einer Zusammenstellung von Adolph Bossenmajer. Buchdruckerei Eugen Hutzler, 1903 / zweite Auflage.



Foto, Bearbeitung +eArchiv: Dieter Bertsch