Dienstag, 25. April 2017

"Frühjahrsblütenfest" 2017: Nur gut, dass es beheizte Zelte und warme Kleidung gibt.



Der für Ende April eingetroffene, ausgeprägte Kälteeinbruch beeinträchtigte zwar erheblich die Obstbaumblüte, tat aber der gelungenen Veranstaltung selbst keinen großen Abbruch.


Fotos + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 24. April 2017

Haus an Haus in Unterhausen, Friedrichstraße, Schreinerei Reiff - spätere Besitzer: Familie Bosshart.


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                      e-Archiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 23. April 2017

Nachtrag zur Markungsputzete 2017 - mit dem Schwerpunkt Unterhausener Markung.





Werner Neubrander, Cheforganisator und Sprecher von "Wir sind Lichtenstein", ist mit der am 25. März durchgeführten Aktion zufrieden. Mehr als 40 Bürger waren dem Ruf seiner Bürgerinitiative gefolgt und hatten sich an der Unterhausener Uhlandschule versammelt, um von dort mit Greifzangen, Eimern und Müllsäcken loszuziehen und die Gemeinde von achtlos weggeworfenem Unrat zu befreien. Neben einzelnen Helfern beteiligten sich auch Vereine an dieser gemeinnützigen Aktion. Logistische Unterstützung erhielten die Müllsammler von den Mitarbeitern des Lichtensteiner Bauhofs. Aus Münsingen beteiligte sich die dortige Greenpeace-Gruppe. Deren Schwerpunk waren die Echaz und ihre Uferflächen. Bürgermeister Peter Nußbaum bedankte sich für das in jüngster Zeit zum zweitenmal durchgeführte ehrenamtliche Engagement bei den mitwirkenden Personen. Mit einem stärkenden Vesper, bei geselligem Zusammensein, fand die Putzaktion ihren Abschluss.

Fotos: Werner Neubrander   
Textauszüge: Reutlinger GEA, vom 28.03.2017                                                             Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 22. April 2017

"Der Dorsach blüht" - herzliche Einladung zum Frühjahrsblütenfest des Obst- und Gartenbauvereins, Lichtenstein e.V., am Sonntag, 23. April 2017.


Wie in jedem Jahr feiert der Obst- und Gartenbauverein, Lichtenstein, e.V., seinen "Schwäbischen Hanami" - abgeleitet vom Japanischen Kirschblütenfest - in seinem Mustergarten im "Dorsach", an der Straße "im Brett" in Lichtenstein-Unterhausen.

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 23. April 2017 mit einem Gottesdienst, um 9:45 Uhr. Genießen Sie gegrilltes und sonstige kulinarische Spezialitäten nach bewährter Art sowie Kaffee und selbst gebackene Kuchen und Torten. Die großen Zelte können beheizt werden. Rundgänge bzw. Führungen mit vielen Informationen werden im Mustergarten bis 18:30 Uhr angeboten.
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Im Flurnamen "Dorsach" steckt der lat. Name Drose ( = Erle). Diese Baumart besiedelt gerne die Ufer von Gewässern. Dorsach ist demnach ein von Erlen bestandener Bach (-abschnitt). Früher wurde möglicherweise Drosach gesprochen und im Laufe der Zeit, da Dorsach eben einfacher zu sprechen ist, die Buchstaben umgestellt.

Die Erklärung des Flurnamens wurde der Dokumentation von O. Meiser, Pfullingen, entnommen (ISBN 3-89668-173-7).
Siehe auch BLOG vom 9. FEB 2017.

Foto + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 21. April 2017

Eine runde Sache: Am Albtrauf entlang zum Hohenneuffen. 1948, bei der Gründung von Baden Württemberg, ein inspirierender Ort!


Die Regierungen und führende Landtagsabgeordnete von Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern trafen sich im August 1948 zur s.g. "Dreiländerkonferenz" auf dem Hohenneuffen zur Bildung eines neuen Südweststaates. Es folgten darauf noch jahrelange Auseinandersetzungen bis dann endlich 1952 Baden-Württemberg gebildet wurde.

Von diesem Tagungsort aus hatte man einen weiten Blick ins Land hinaus und auch die Bewirtung mit dem "Täleswein" schaffte eine anregende Grundlage für heftige Debatten.

Textauszüge aus dem Internet / Wikipedia                                                                                   Foto + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 20. April 2017

Das Forsthaus beim Schloss Lichtenstein: Heute mal von einem eher seltenen Blickwinkel aus gesehen.

Postkarte aus dem Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                   eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 19. April 2017

Mr. Bildertanz im erschwerten Einsatz auf der Echaz: Fotografieren und Filmen ist bei ihm stets mehr als nur auf den Auslöser drücken!


Die Aufnahme ist bei einem Straßenfest des TSV Oberhausen an der Echaz entstanden - besser bekannt unter dem Namen "Goas-Garda-Fest". 
Foto, eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 18. April 2017

1968, ..... schau, schau: Schranken zu und auch schon Stau!

Fotoquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein / Botho Walldorf                                                                   eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 17. April 2017

Das "Goldloch": Der Winter verkriecht sich zum Sommerschlaf in die Höhlen und Klüfte der Schwäbischen Alb.


Die Fotos wurden in einer unerschlossenen, kleineren Höhle auf der Schwäbischen Alb aufgenommen. Dieses sogenannte "Goldloch" befindet sich auf dem Markungsgebiet von Lichtenstein-Unterhausen (ehemals Oberhausen), unmittelbar am Albtrauf, auf halbem Weg zwischen der Nebelhöhle und dem Gießstein.

Verschiedenartige Witterungsbedingungen (Frost- und Tauperioden) müssen über einen längeren Zeitraum zusammentreffen, dass es gegen Winterende zu der auf dem oberen Foto abgebildeten Eiszapfenbildung kommt. Zusammen mit unserem GHV-Mitglied, Joachim Erbe (Person rechts), haben wir bei einer Höhlenbegehung den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Zur Namensgebung wird im Wikipedia (Internet) das Nachfolgende vermerkt:
Es gibt zwei mutmaßliche Ursprünge für den Namen "Goldloch"; entweder geht er auf einen nicht näher beschriebenen, größeren Goldfund im Jahr 1778 zurück, oder aber auf die goldgelbe Farbe der Maria (oder Madonna) mit Kind im hinteren Ende der Höhle. Der goldfarbene Überzug, der von Eisenocker herrührt, muss im Altertum im Lichte der Fackelbeleuchtung noch intensiver geleuchtet haben.
Der Legende nach soll es dem eigenen Reichtum förderlich sein, den Fuß der Madonna zu küssen. Wer sein Osterglück noch nicht gefunden hat, kann es ja an diesem Ort mal versuchen.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 16. April 2017

Wir wünschen ein frohes und gesegnetes Osterfest!


Das Foto wurde an Ostern 1937 aufgenommen und zeigt unser Gründungsmitglied: Hermann Vöhringer. 
Quelle: GHV-Lichtenstein Archiv / Familienarchiv, Karl Vöhringer

Donnerstag, 13. April 2017

Schloss Lichtenstein: Der Ritter von der hölzernen Gestalt.


Wie wir bereits in unserem BLOG - am 01.11.2016 und 09.01.2017 - berichtet haben, entstand beim Schloss Lichtenstein eine zum historischen Umfeld passende, "ritterliche" Holzskulptur. Das vom Kettensägenschnitzer, Billy Tröge, angefertigte Kunstwerk ist zwischenzeitlich komplett fertig gestellt.

Fotoquelle: Hans Gerstenmaier, GHV-Mitglied aus Honau                                                                   eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 12. April 2017

Weisheit für's Schnapsbrennen: "Die Nase des Brenners macht den Meister"!


Das Foto zeigt den ehemaligen Unterhausener Brennereibesitzer Eugen Beck, aus der Mühlstraße.

Das im Schwäbischen so genannte "Brennen" steht für die Alkoholdestillation. Die Basis für jeden guten Obstschnaps ist die Qualität des verwendeten Obstes bzw. die richtige Sorte. In den Lichtensteiner Teilorten wurden hauptsächlich Zwetschgen, Kirschen, Äpfel und Birnen, auch Mirabellen, in einen Gärbehälter "eingeschlagen". Die ausgereifte Maische kam dann in den Wintermonaten in die "Brennerei" und wurde im Brennkessel zum Destillieren erhitzt. Um Fehler beim Brennen zu vermeiden, welche den Geschmack und die Güte des Brands beeinträchtigten, mußte der sogenannte "Vor und Nachlauf" rechtzeitig abgetrennt werden. Hierzu war eine geübte Nase und deren ausgezeichneter Geruchssinn erforderlich.

Fotoquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 11. April 2017

Großmutter Ziegler trifft in der Honauer Olgahöhle auf Pfarrer Holzapfel aus Unterhausen.


Das linke Bild zeigt den ehemaligen Pfarrer von Unterhausen: Herrmann Holzapfel (Amtszeit: 1924 - 1951). Das rechte Bild ist ein Postkartenausschnitt und zeigt die Honauer Olgahöhle.

In der Dokumentation: "Johann Ziegler - ein Pionier des oberen Echaztales" wird folgende Begebenheit erzählt:

Herr Pfarrer Holzapfel, dem langjährigen Ortsgeistlichen von Unterhausen, verdanken wir eine nette Episode von der Höhlenführung der originellen Ziegler-Großmutter:
Als Student hatte er mit einigen Kommilitonen von Tübingen aus einen Ausflug in das Echaztal gemacht und dabei auch die Olgahöhle besucht. Die Großmutter führte die Studenten durch die Höhle und gab an einem der Tropfsteingebilde folgenden Ausspruch von sich:

"Und hier sehen Sie die Küfersfamilie mit der kleinen Frieda -
sie war nämlich "zu frieh da", daher der Name Frieda!"

Einige Jahre später - inzwischen als junger Vikar - besuchte Herr Holzapfel wieder die Olgahöhle, diesmal mit einer Konfirmantenschar. Den Pfarrern sah man zu jener Zeit auch noch an, daß sie von einem höheren Stande waren, weil sie noch ausnahmslos das schwarze Fräcklein trugen. Offenbar mußte auch diesmal die Großmutter die Höhlenführung selbst übernehmen. Der Vikar hatte die alte Dame sofort wieder erkannt, und natürlich war er sehr gespannt, ob sie es wohl wagen würde, einem Geistlichen und Kindern ihr loses Sprüchlein aufzusagen. Aber er hatte nicht mit der Flexibilität der Großmutter gerechnet! An der bewußten Stelle angekommen, verkündete sie salbungsvoll:

"Und hier sehen Sie die Heilige Familie mit dem Jesuskind".

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 10. April 2017

1850er Jahre: Die Gäste auf Schloss Lichtenstein.


Das obige Bild zeigt einen Postkartenausschnitt von der "Trinkstube" auf dem Schloss Lichtenstein.

Graf Wilhelm von Württemberg war mit vielen Dichtern seiner Zeit befreundet. Auf Schloss Lichtenstein waren sie willkommene Gäste, wie das Fremdenbuch belegt. Gustav Schwab, Ludwig Uhland, Justinus Kerner, um nur einige wenige zu nennen.

Justinus Kerner (1786 - 1862), ein guter Freund der beiden Brüder Alexander und Wilhelm, Grafen von Württemberg, besuchte mehrmals den Lichtenstein.
Heute nicht mehr nachzulesen sind die Zeilen, die Justinus Kerner 1851, an einem vermutlich feuchtfröhlichen Januartag, mit Bleistift an die Holzwand der Trinkstube schrieb:

Ich schreib hierher, habs nicht erdacht,
Herr Luther ist's, der es gemacht,
wer nicht liebt Weib, Wein und Gesang,
der bleibt ein Narr ein Leben lang,
dem sei kein Glas gebracht.
.....

Textauszug: http://www.goethezeitportal.de                                                                    Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 9. April 2017

Lichtenstein-Unterhausen, 29. Oktober 1983, 15:15 Uhr: Ein Zeuge fällt um -> der Schornstein im ehemaligen "Fallscheergelände".


Auszug aus dem Reutlinger Generalanzeiger, vom 31. Oktober 1983:

"Ein hundert Jahre altes Bauwerk, aus dem Beginn der Industriealisierung im oberen Echaztal, ist jetzt nur noch ein Trümmerfeld. In Sekundenschnelle hat das Technische Hilfswerk den letzten, intakten Zeugen der einstigen Spinnerei, Färberei und Bleicherei der Firma Fallscheer in Unterhausen in einen Trümmerhaufen verwandelt. Der 54 Meter hohe Ziegelschornstein wurde am Samstagnachmittag mit einer Zweieinhalb-Kilo-Ladung Sprengstoff zu Fall gebracht.

Eine interessierte Menschenmenge erlebte vom Unterhausener Bahnhofsgelände aus mit, wie sich nach einem Warnsignal des Sprengmeisters, der rote Koloss zuerst langsam zur Seite neigte, einknickte und dann in einer riesigen Staubwolke in sich zusammenfiel. Exakt fielen die Steinmassen in die dafür vorgesehene Fläche.

Auf der drei Hektar großen Fläche soll ein Wohnpark entstehen."
Siehe hierzu BLOGs vom 16. - 18. August 2016.

Fotobereitstellung: Mina Heck / Schuhmacher                                                               Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 8. April 2017

Im Juli und September 1830: "Die möglicherweise letzte Jagd auf einen Wolf im Lichtensteiner Forst"?

Ein Archiv-Nachweis, im Forst- und Jagdkataster von 1830/31, über entstandene Kosten für eine zweimalig abgehaltene Wolfsjagd (17 Gulden + 6 Kreuzer), im Bereich des heutigen Lichtensteiner Forsts,  ist ein Hinweis auf die ehemalige Verbreitung dieser Tierart auch in unserer Region. Vermerkt in diesem Eintrag ist noch der Hinweis auf einen Johannes Mak aus Oberhausen, aufgelistet als Wildschütz.

In Württemberg wurde 1847 der letzte Wolf erlegt.

Zwischenzeitlich sind wir wieder "Wolferwartungsland"!
Wie im BLOG vom 3. Juli 2016 beschrieben, durchwanderte auf Honauer Markung bereits ein Luchs unser Lichtensteiner Gebiet.

Foto: pixabay. com - kein Bildnachweis nötig.                                                              Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 7. April 2017

Das Trachtenfest in Honau - 1903: Schwäbische Volkstrachten vor dem Gasthaus "Zum Lichtenstein."

 Das Gebäude des Gasthauses "Zum Lichtenstein" wurde von der "Baumwollspinnerei Unterhausen" an der Staatsstraße Reutlingen - Honau erbaut. 1887 wurde die Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft erteilt. 1902 übernahm der Wirt Wilhelm Mäule das Gasthaus und erwarb das Gebäude. Ab 1945 erfolgte eine Umnutzung. In den 1970er Jahren ging es in den Besitz des Betonwerks Eich über.

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Ein Volkstrachtenfest mit Gruppen aus vielen württembergischen Landesteilen fand 1903 in Honau, am Fuße des Lichtensteins statt. An sehr passendem Ort: Wollte doch die Volkstrachtenbewegung, ebenso wie das Schloß Lichtenstein mit seiner historischen Architektur längst Vergangenes erhalten, indem man es "wiederbelebte". Das sollte auch dazu beitragen, einen gemeinsamen württembergischen Kulturraum Schwaben zu konstituieren.

In den einzelnen Lichtensteiner Teilorten hat sich nie zur spezifischen Identifikation eine Volkstracht durchgesetzt, obwohl in den Teilorten die Bewahrung einer gewissen Eigenständigkeit nach wie vor gepflegt wird. Nicht unerwähnt bleiben soll die Romanfigur "s'Bärbele vom Lichtenstein" - ein trachtentragendes Bauernmädchen aus Schwaben. Es eignete sich um 1900 besonders als Postkarten-Bildmotiv. Solche Karten waren gesuchte Objekte bürgerlicher Sammelleidenschaft und standen für Tradition, Ursprünglichkeit des Lebens und Naturverbundenheit, in einer sich rasch verändernden Welt.

Quellangaben zur oben abgebildeten Fotomontage - von Paul Sinner: 
Blätter des Schwäbischen Albvereins, XV. Jg., Nr. 5, 1903

Textauszüge: http://www.goethezeitportal.de                                                                  Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 6. April 2017

"Honauer Steige": Mit 2 PS von der Alb ins Tal.


Der Honauer Landwirt, Gottlob Glück, hatte seine Felder hauptsächlich auf der Alb, im Bereich des Traifelbergs. Zur Bewirtschaftung dieser Flächen musste er bei der Berg- bzw. Talfahrt mit seinem Pferdefuhrwerk die Honauer Steige (B 312) benutzen. Manchem eiligen LKW-/PKW-Fahrer hat er zur Entschleunigung verholfen.
Die Begriffe: "Lärmemission", "Feinstaub" und "30ger-Zone" hat er noch nicht gekannt, dafür wurde er in den Radio-Verkehrsnachrichten angesagt: "... Schritttempo und Stau im Bereich der Honauer Steige,  ... hinter einem Pferdegespann ...".

Foto: Aus dem privaten Bildarchiv von Ernst Etter, übermittelt durch Hans Gerstenmaier - beide aus Honau.
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 3. April 2017

Im August 1908: Die bisherige Postagentur in Unterhausen wird zum "Königlichen Postamt III. Klasse" erhoben.


Das obige Foto dürfte aus den 1950er Jahren stammen und zeigt die beiden ehemaligen Briefträger Rauscher und Reiff beim Beladen ihrer Postkarren. Quelle: GHV-Lichtenstein-Archiv.

Im abgebildeten Gebäude, erbaut von Schreinermeister Jakob Trudel aus Oberhausen, erhielt die Post im Jahr 1908 an der Bahnhofstrasse eine Dienstwohnung mit Diensträumen. Diese wurden am 1. August desselben Jahres an Postverwalter Walther übergeben. Herr Walther versah auch noch den Posten des Bahnhofvorstehers von Unterhausen. Eine wesentliche Verbesserung der Postverhältnisse brachte der 1909 erstellte ebenerdige Anbau an das Postgebäude (Gebäudeteil mit den vergitterten Fenstern).

Nachfolger von Walther wurde der vom Postamt Leonberg zugeordnete Oberpostsekretär und spätere Postinspektor Messerschmied. Dessen Nachfolger waren von 1923 bis 1938 Postmeister Hüttelmaier und von 1938 bis 1940 Oberpostverwalter Karl Schaffert.

Im Jahr 1942 wurde das bisher selbständige Postamt Unterhausen aus wirtschaftlichen Gründen in ein Zweigpostamt des Postamts Reutlingen umgewandelt und diesem verwaltungsmäßig unterstellt. Postsekretär Hanselmann leitete die Post in Unterhausen von 1940 bis 1943. Vom Kriegsjahr 1943 bis zum Jahre 1960 wurde die Post in Unterhausen von Fräulein Luise Herlemann geführt. Ihr folgte von 1960 bis 1974 Werner Gerleick. In dessen Amtszeit fiel im April 1971 auch der Umzug in den Neubau am Rathausplatz.

Die heutige "Deutsche Post Agentur" befindet sich in der Bäckerei Schwarz, in der Mühlstraße 15, in Lichtenstein-Unterhausen.
 
Textauszüge: von Paul Schweizer, ehemaliger Gemeindearchivar und GHV-Mitglied                         eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 2. April 2017

1945: Einmarsch, Umsturz, Besetzung, Befreiung: Die furchtlosen und mutigen Frauen von Holzelfingen.


Zusammenrottung der Holzelfinger Frauen, im April 1945:

Die Bürger hatten den Evakuierungsbefehl der Kreisleitung allgemein mißachtet. Sie erklärten einstimmig, sie würden den Ort nicht verlassen, sondern ihre Felder bestellen, damit wenigstens Aussicht auf eine Ernte bestünde. Die Stimmung war ohnehin schlecht, und niemand glaubte mehr an die verzweifelten Durchhalteparolen. Man hegte allgemein die Meinung, es wäre besser, wenn die Front über das Dorf hinwegrollte und endlich wieder Ruhe und Frieden herrschten. Die Macht der Partei war gebrochen und die Furcht vor Parteifunktionären gewichen. Als daher im Ort das Gerücht umging, der Ortsgruppenleiter wolle gegen die Besatzung Widerstand aufbauen, taten sich etwa 20 Frauen zusammen und zogen vor die Wohnung des Ortsgruppenleiters. Eine ältere Frau rief:

 "Wenn die Männer nichts tun, müssen wir Frauen eingreifen !"

Sie verlangten, der Ortsgruppenleiter müsse aufs Rathaus kommen und sich dort beim Bürgermeister aufhalten, damit er keine Dummheiten machen könne. Am Abend wurde er dann wieder frei gelassen.

Textauszug aus "Schicksale 1945", Gerhard Junger                                                      Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 1. April 2017

1. April 2017: In Lichtenstein-Unterhausen ist Heute versuchsweise das erste Echaz-Teilstück für die Schifffahrt freigegeben.


Der volkstümliche Reim:  "Am 1. April schickt man den Narren hin wo man will",  ist die Redensart für einen Brauch, der auch in unserer Gegend noch teilweise gepflegt wird.
Warum dieses Brauchtum am 1. Tag des Aprils ausgeübt wird, ist nicht sicher geklärt. Je nach Region gibt es unterschiedliche Deutungen.
Auch in der Literatur ist dieser Brauch bezeugt. Von Goethe stammt:

"Willst Du den März nicht ganz verlieren,
So lass nicht in April Dich führen,
Den ersten April musst überstehen,
Dann kann Dir manches Gute geschehen."

        Textauszug: Internet - "Der Weg", Portal für Deutschlernende                              Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 31. März 2017

"Z'Honau em "Lamm" send mr an sellem Tisch g'hockad ond hend zuaglosned"!


Anlässlich der Goldenen Hochzeit der "Lamm"-Wirtsleute von Honau, erschien im Mai 1978, folgender Zeitungsartikel:

Karl Tröster und Ruth, feiern in Honau das Fest der Goldenen Hochzeit. Die "Lamm"-Wirtsleute" sind vielen Reutlingern und Honauern bekannt. Der Jubilar ist der Sohn des früheren Posthalters Tröster von Reutlingen und war bis zu seiner Heirat, am 10. Mai 1928, im Fuhrbetrieb seines Vaters tätig. Dann kaufte er die Gaststätte "Achalm" in der Mauerstraße in Reutlingen, übernahm aber nach seiner Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft die Gaststätte seiner Schwiegereltern Haux in Honau. Von 1958/65 führte er zusammen mit seinem Sohn und seinem Schwiegersohn die Gaststätte "Planie" in Reutlingen und übernahm dann wieder das väterliche Haus seiner tüchtigen Wirtsfrau. Im Laufe seiner noch tätigen Jahre baute er das "Lamm" zu einer Pension um.
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 30. März 2017

1930er-Jahre: Die ehemals bewirtschafteten Steilhangflächen im Reißenbach- und Echaztal.


Im Vergleich mit dem gegenwärtigen Erscheinungsbild hat sich in nur wenigen Jahrzehnten das Landschaftsbild grundlegend verändert. Viele Flächen, die unsere Vorfahren in mühsamer Handarbeit über Generationen hinweg der Natur abgerungen haben, um sie zu nutzen, sind zwischenzeitlich von Gebüsch und Wald wieder zurück erobert. Bezüglich des Erhalts und der Plege der Landschaft hat jede Förstergeneration ihre eigene angepasste Vorgehensweise, wenn es um die Ausgewogenheit zwischen Naturerhaltungs- und notwendigen Kulturmaßnahmen geht.
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 29. März 2017

Anlässlich Eurer Goldenen Hochzeit, ganz herzliche Gratulation von Eurem "Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein e.V."


Quelle: Pfullinger Journal, 32. Jg. - Nr. 3, März 17                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 28. März 2017

Schloss Lichtenstein, im März 2017: Sanierungsarbeiten am 37 Meter hohen Turm.



Der Turm am Schloss Lichtenstein muss dringend  saniert werden. Zwölf Tonnen Gerüstmaterial mussten für sichere Arbeitsplattformen herangeschafft werden, damit die vorhandenen Schäden ausgebessert werden können und um einen dreimaligen Anstrich aufzutragen. Diese Arbeiten werden sich bis in den Sommer hinziehen.

Fotobereitstellung durch Günther Frick                                                                                                  eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 27. März 2017

Multimediale Gipfelereignisse: Soeben noch in "Holzelfingen" und am Tag darauf erneut auf dem Weg zum "Mount Everest".


Der Extrembergsteiger, Ralf Dujmovits, ist der erste Deutsche, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand und somit einer der erfolgreichsten deutschen Höhenbergsteiger. Sein Multimedia-Vortrag, beim  Frühlingsfest des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Holzelfingen, am Samstag, 25. März 2017,  begeisterte ein großartiges und interessiertes Publikum.

Richtig bekannt wurde der sympatische Extrembergsteiger bei der Durchsteigung der Eiger-Nordwand im Jahr 1999, die live im Fernsehen übertragen wurde.

Bis auf den Mount Everest glückten Ralf Dujmovits alle Achttausender-Besteigungen ohne zusätzlichen Flaschensauerstoff. Mehrere Versuche scheiterten, zuletzt 2015 während des großen Erdbebens in Nepal. Einen Tag nach seinem Auftritt in Holzelfingen startet er nun erneut und unternimmt einen allerletzten Versuch den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff zu bezwingen.

Gutes Gelingen und gesunde Rückkehr!

Fotoquelle: Standbild der Diashow - Dieter Bertsch                                                      Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 26. März 2017

Am südlichen Ortsausgang von Lichtenstein-Unterhausen: Das ehemalige Firmenareal des Henry Falkner.


Direkt an der B312, am Standort der heutigen "Baumann Federn GmbH", entwickelte, produzierte und vertrieb die ehemals ebenfalls metallverarbeitende Firma des Henry Falkner technische Federn für vielseitige Verwendungszwecke.
Nachdem die großen, textilverarbeitenden Betriebe im Ort (Burkhard, BSU), im Zuge des Strukturwandels ihre Tätigkeiten einstellten, war man über jeden verfügbaren Arbeitsplatz im oberen Echaztal dankbar.

Foto: Joachim Erbe / Archiv des GHV-Lichtenstein                                                     Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 25. März 2017

Postkartengruss aus Honau, vom ehemaligen "Gasthof zum Adler" - heute: "Hotel-Restaurant Adler".



Nach den aufgefundenen Unterlagen wurde das Haus um 1830 erbaut. Als Eigentümer bzw. Wirte sind eingetragen:
1870,    Michael Heid, Gemeinderat.
1877,    Johann Wilhelm Haux, Bäcker und Adlerwirt. Er gründete 1879 den "Adler". In den Jahren
             1896, 1898, 1910 und 1914 urkundlich als Eigentümer benannt.
1914,    Hermann Haux - beantragte bereits 1912 den Einbau eines Wirtschaftszimmers.
             Von 1920 bis 1937 Eigentümer.
1951     Luise Haux, Adlerwirts Witwe, von 1937 bis 1958 Eigentümerin, beantragte 1951 den
             Umbau.
1958     Die Tochter, Marta Walker, übernahm den Gasthof und erhielt im selben Jahr auch die
             Konzession für 11 Fremdenzimmer in der Olgastraße ("Gästehaus Herzog Ulrich").

Neben einer Vielzahl zufriedener Besucher, über Generationen hinweg, kann das "Hotel Adler" auch prominente Gäste vorweisen:
Nicht nur den Altbundeskanzler, Herrn Kurt Georg Kiesinger, auch der 4-Sterne-General und Oberbefehlshaber der NATO, Shalikashvilli, gab anläßlich seiner Abberufung aus Europa im "Hotel Adler" ein Galadinner für höchstrangige Offiziere.

Postkarte + Textauszüge: GHV-Lichtenstein-Archiv                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 24. März 2017

1928 - "Neue Nebelhöhle": Der Genkinger Eingang!


Geschichtliches zur Nebelhöhle (auszugsweise entnommen aus einem Prospekt aus den 1930er Jahren).
Von der durch eine Mauer getrennten, historischen und neuen zur vereinigten Nebelhöhle:


"Daß die Nebelhöhle einmal bewohnt gewesen wäre, ist nicht erwiesen, doch auch nie untersucht worden. Jahrhunderte lang hieß sie das Nebelloch. Mit Loch wurden früher fast alle Albhöhlen bezeichnet. Aufsteigende Dünste sollen ab und zu noch heute beobachtet werden. Erste Erwähnung erfolgte in einem Landschadensverzeichnis, vom Jahre 1486/87, wo Erpfinger und Undinger Bauern zur "Hut" bei einem größeren Jagen an die Höhle befohlen wurden. Am Ende des 16. Jahrhunderts hat der schwäbische Geschichtsschreiber Martin Crusius, Professor in Tübingen, nach der Erzählung eines benachbarten Pfarrers den Besuch des Lichtensteins durch Herzug Ulrich (1517 ff.) erwähnt, aber noch nicht dessen Unterschlupf in der Nebelhöhle.
An Württemberg kam die Gegend zu verschiedenen Zeiten, die Talorte wie Unter- und Oberhausen, schon im 14. Jahrhundert, Genkingen mit dem Klosteramt Pfullingen 1540, das Reichsstadtgebiet Reutlingen 1803 unter dem nachmaligen König Friedrich. Dessen Besuchen verdankt man die Verbesserung der Begehbarkeit der Höhle und die Entstehung des Volksfestes am Pfingstmontag.

Die Verwaltung hatte die Gemeinde Oberhausen (ab 1930 mit Unterhausen vereint) als Besitzerin des Eingangs in die "Historische Nebelhöhle". Von den Einnahmen kam durch Vertrag ein bestimmter Anteil der Gemeinde Genkingen zu, unter deren Markung sich die Höhle fortsetzt. Dieser Teil erhielt 1920 eine ungeahnte Erweiterung. Am 8. März gelang es zwei jungen Stuttgartern, Ingenieur Willi Kopp und Pharmazeut Karl Rau, die auf Neuentdeckung ausgegangen waren, den Zugang zur "Neuen Nebelhöhle" zu finden. Er wurde aber infolge der Uneinigkeit der 2 Gemeinden von den Genkingern vermauert. Diese legten dann den gewaltigen Stollen an. Der von der Außenwelt schwer empfundene Mißstand, zwei Höhlenteile besuchen zu müssen, fand endlich am 23. April 1931 ein Ende durch eine Vereinigung der beiden Gemeinden zu einem fünfköpfigen Verwaltungsausschuß. Am Himmelsfahrtsfest 1931 wurde die Vereinigung und die Eröffnung der "Vereinigten Nebelhöhle" festlich gefeiert."
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 23. März 2017

68ger-Blick auf die Unterhausener Ortsmitte.


Der obige Bildausschnitt stammt von einem Foto aus dem Jahr 1968. Die Aufnahme hat Botho Walldorf gemacht. Die Rahmenbedingungen, welche Unterhausen auch schon in früheren Jahrzehnten lebens- und liebenswert machten, gibt der Bildinhalt wieder: Wohnung, Arbeit, Schule, Kirche, Eisenbahn, Freibad, Post etc.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 22. März 2017

Kindergarten mit Tante Friedl Bernhard - 1940: "Lieber einen Sack Flöhe hüten als diese Rasselbande!"


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 20. März 2017

20. März 2017: Heute ist der astronomische Frühlingsanfang!


Foto: Sarah Heide / unser GHV-Mitglied aus dem Schwäbischen Wald                                                 eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 19. März 2017

Der "Singkreis" des CVJM Unterhausen e.V.


Der Singkreis entstand ursprünglich aus den beiden Jugendgruppen: Mädchen- und Jungenkreis, die sich in den 1950er Jahren einmal im Monat zum gemeinsamen Singen unter der Leitung des damaligen Pfarrers Ludwig Kaiser trafen. Nachdem die 40 bis 50 jungen Menschen lange Zeit nur einstimmig oder im Kanon sangen, lernten sie auf einem Ausflug in die Schweiz das vierstimmige Singen kennen und lieben.
Die bisherigen Chorleiter:
1951 - 1985  Pfarrer Ludwig Kaiser
1985 - 2002  Susanne Eißler
seit 2002       Christina Klemp

Das obige Foto zeigt den Chor in der evangelischen "Erlöserkirche", bei der Mitgestaltung eines Taufgottesdienstes, am 12. März 2017.

Textquelle: Homepage des CVJM Unterhausen
Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 18. März 2017

Als das Geräusch einer Motorbandsäge für die Ohren noch ein Genuss war.


Das Foto wurde in Unterhausen, an der Ecke Wilhelm-/Kirchstraße aufgenommen. Zu der Zeit hatte man keinen ruhigen Schlaf, wenn nicht mindestens im Schuppen für die nächsten 5 Jahre ein Holzvorrat gelagert war.

Die abgebildeten Personen sind von links: Karl Vollmer, Fritz Schüle, Frieder und Karl Mutschler.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein e.V.                                                                          Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 17. März 2017

Unterhausen: Das Schulhaus "auf der Halde".


1937 konnte das neue Schulhaus "auf der Halde" eingeweiht werden. Bei der Einweihung bekam das Gebäude den Namen "Herbert-Norkus-Schule" ( zum Gedenken an einen Hitlerjungen, der ermordet wurde). Nach 1945 wurde das Schulhaus in "Karl-Bröger-Schule" umbenannt. Karl Bröger war ein Arbeiterdichter (geb. 1886, gest. 1944).

Das obige Foto zeigt die in den 1950er Jahren erweiterte "Karl-Bröger-Schule".

Postkartenauszug, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch