Sonntag, 20. August 2017

Samstag, 19. August 2017

In Holzelfingen ist noch keiner verdurstet!

Das Foto aus dem Jahr 2007 zeigt Richard Tröster mit seinem Enkelsohn.

Am 19. + 20. August findet in Holzelfingen die traditionelle "Hockete" statt!

Fotoquelle: Familie Richard Tröster, Holzelfingen                                                                                 eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 18. August 2017

"Erstklässler " der Hauff-Schule / Unterhausen - im September 1954. Buben des diesjährigen 70ger-Jahrgangs als Grashalme verkleidet.

Personen von links nach rechts: Bernd Bauer (+), Rolf Hinger, Dieter Bertsch, Martin Bussmann, Kurt Schwanzer, Joachim Reiff, Ulrich Mutschler, Werner Munz. In Uniform: Polizei Lutz.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 17. August 2017

1990: Die "gute Seele" vom "Gasthof zum Stern": Sophie Scheuermann.

Foto: Archiv Familie Blötscher / Bley                                                                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 16. August 2017

Das Alte muss dem Neuen weichen: Was der "Durchgangsstraße Ost" im Wege steht, wird 1973 abgebrochen.

Foto: Archiv GHV-Lichtenstein                                                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 15. August 2017

"Neuoberhausen" bzw. "d'Kolonie"

Foto / 1960: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 14. August 2017

"D'Oberhausener Mühle".

Bis heute ist der umgangssprachliche Zuordnungsbegriff: "Oberhausener Mühle" bei der alteingesessenen Bevölkerung erhalten geblieben.

1764 wurde die Getreidemühle , die mit zwei Wasserrädern angetrieben wurde, erstellt. Adam Vöhringer war der letzte Mühlenbesitzer als der Betrieb nach dem 1. Weltkrieg eingestellt wurde. 1920 haben die Gebrüder Vöhringer das Gebäude umgebaut, zunächst eine Stickrahmenfabrikation und später eine Sperrholzfabrik eingerichtet. Immer wieder wurde das Areal kräftig erweitert, bis die immer knapper werdenden Platzverhältnisse letztendlich einen Standortwechsel erforderlich machten. Das Anwesen wurde abgebrochen und auf dem Grundstück entstand ein Wohnpark.

Foto: GHV-Lichtenstein / Archiv der Familie Vöhringer                                               Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 13. August 2017

Das Schwabentum sieht im Schloss Lichtenstein die Verkörperung des bodenständigen Württemberg.

Emma Kottmann beschreibt in ihrem Heimatbuch "Schwabenland" den Lichtenstein wie folgt (Atlantis-Verlag Berlin):
"... das Geschlecht der früheren Herren von Lichtenstein soll bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, Funde um den Lichtenstein  werden mit der Keltenzeit in Verbindung gebracht. Im 15. Jahrhundert kam der Lichtenstein an die Grafen von Württemberg und war den Kämpfen der Städter ausgesetzt.
Das Volk liebte den Lichtenstein in der Dichtung seines frühvollendeten Dichters Wilhelm Hauff, dessen Denkmal auf einem Felszacken hoch über dem Tal steht, den Graf Wilhelm von Württemberg im Jahr 1840 im Stil des Mittelalters durch den Altmeister Heideloff an der Stelle des früheren Jagdschlosses errichten ließ.
Über die Zugbrücke zwischen den beiden Felsen kommen wir durch den Hof und die Waffenhalle auf den Turm, von dem sich eine unumschränkte Aussicht bis hinab ins schwäbische Unterland und zu den dunklen Höhenrücken des Schwarzwaldes, an klaren Tagen bis zu den Alpen erschließt.
Tief unten im Honauertal liegen wie in so manchem Albtal Papierfabriken und Spinnereien, die den hochwertigen ländlichen Arbeiter seiner heimatlichen Scholle und seinem Dorf erhalten, statt ihn in die Stadt zu ziehen.
Gegenüber dem Lichtenstein und Gießstein erklimmt die Reichsbahn über eine Zahnradstrecke in starker Steigung die Höhe, verschnauft ein wenig beim Bahnhof  Lichtenstein und fährt dann leicht beschwingt über die Alb, durch die lutherischen Berge über Schelklingen nach Ulm.

Am Pfingstmontag wird es auf der Steige zum Lichtenstein und im Dobel besonders lebendig, wenn Tausende hinaufziehen zur Pfingstwiese zwischen der alten, von Hauff im Ulrichlied besungenen und der neuentdeckten Nebelhöhle mit  den unterirdischen Hallen, in denen die schneeweißen Tropfsteingebilde flimmern ...."
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 12. August 2017

Vor 100 Jahren: Obere Ludwigstraße im ehemaligen Oberhausen.

Zur Orientierung - Häuser von rechts nach links: Gasthof "zum Stern", Haus Bader; Haus Zanger, Haus Hinger, Haus Vollmer, Doppelhaus Vollmer/Schnitzer.

Bis zum Jahr 1860 wurde der Gasthof "zum Stern" unter dem Namen "zur Linde" geführt. Letzter Lindenwirt war Stephan Reiff (bis 1860). Erster Sternenwirt (ab 1860) war Gottfried Vöhringer. Oberhausen besaß damals in seinem Ortszentrum - unweit von Kirche und Rathaus - einen "Lindenplatz". Der Ausgangs der 1980er Jahre gepflanzte Lindenbaum, im Vorgarten der Ludwigstraße 9, erinnert heute als stiller Zeuge daran. Auch ist der Mädchenname "Friedlinde" im ehemaligen Oberhausen nicht ganz ungebräuchlich.
eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 10. August 2017

"Untere Mühle" in Unterhausen - Müller Bader.

Die ersten schriftlichen Hinweise auf diese Mühle gehen bis in das Jahr 1755 zurück. In den 1980er Jahren wurde der Mahlbetrieb eingestellt.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 8. August 2017

1. Mai 1936: Lehrer Christian Joos mit den damaligen "Zweitklässlern".

Die Aufnahme wurde anlässlich des Festumzugs zum 1. Maifeiertag, in der Ludwigstraße bei der Erlöserkirche, aufgenommen.
eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 7. August 2017

Gasthof "zur Krone" in Oberhausen: Studenten- und Schülerherberge des Schwäbischen Albvereins.

Bild: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                           eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 6. August 2017

1980: Brückenneubau über die Echaz in der Holzelfinger Straße.

Das Flußbett der Echaz mußte um zwei Meter abgesenkt werden, um einen schlimmen "Buckel" in der Straße zu beseitigen. Die unterhalb der neuen Brücke befindlichen Mühlen konnten dadurch nicht mehr mit Wasserkraft betrieben werden. Nach schwierigen Verhandlungen konnten die beiden Mühlenbesitzer mittels einer Ablösung ihrer Wasserrechte abgefunden werden. Die Brücke mußte wegen des schwierigen Untergrunds auf Pfählen gegründet werden.

Foto + Textauszüge: GEA / RT, vom 22.10.1980                                                            Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 5. August 2017

1980: Ein Jahr lang wurde zwischen der Mühlstraße und dem Ortsende Richtung Holzelfingen gebuddelt.

Nach siebzig Jahren mußte die alte Wasserleitung mit brüchigen Verbindungen ausgewechselt und dreißig Hausanschlüsse neu hergestellt werden. Während dieser einjährigen Baumaßnahme wurde der gesamte Verkehr über die Honauer Steige umgeleitet.

Foto: GEA / RT, vom 3. 7. 1980                                                                                      Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 4. August 2017

Urenkel trifft Urgroßvater nach hundert Jahren im Blog. Zwei unverwechselbare Charakterköpfe aus dem oberen Echaztal.

Urenkel Klaus Bader, verwurzelter Oberhausener - z.Zt. ausgeliehen nach Pfullingen. Seine Mutter "Ella" war eine geborene Bley.

Urgroßvater Stephan Bley, Metzgermeister, 1848 - 1929, "Fleischerei + Wursterei", Wilhelmstraße 30.

Dessen Sohn, Ludwig Bley, übernahm 1928 das Gasthaus "zum Stern" in Oberhausen von Eugen Röcker. Alfred Bley, Inge Blötscher, geb. Bley und heute: Stephan Blötscher, führen das Traditionshaus in Lichtenstein weiter. Der jüngste Spross in der Sternwirtsfamilie ist: Anton Stephan Blötscher. Er ist im Mai 2015 geboren.
 Foto (Klaus Bader), Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch
Foto (Stephan Bley): Familienarchiv der Familie Bley / Gasthof "zum Stern"

Donnerstag, 3. August 2017

Mittwoch, 2. August 2017

"Kraft durch Freude": Der 1938 staatlich organisierte Urlaub. Auch in den einstmals eigenständigen Ortsteilen von Lichtenstein waren Gäste untergebracht.

Auf dem Foto verabschiedet Bürgermeister Rehm eine Gruppe "KdF-Urlauber" auf dem Bahnhofsplatz in Unterhausen. Im Hintergrund ist das ehemalige Postgebäude zu erkennen. Bei dem Jungen, links neben dem gewichtigen Mann - Bürgermeister Rehm - handelt es sich um "Kronenwirts Karl / Junior". Rechts daneben, das Mädchen mit den Zöpfen, ist "Kronenwirts Lore".

Die nationalsozialistische Organisation "Kraft durch Freude (KdF)" hatte die Aufgabe, die Freizeit der deutschen Bevölkerung zu gestalten. Deren Gründung erfolgte im November 1933. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden 1939 die meisten Aktivitäten eingestellt.

Foto: Sammlung aus dem Gasthaus Krone / Archiv des GHV-Lichtenstein                   Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 1. August 2017

Der "Heimatbote für Holzelfingen", vom März 1931.

 Außen- und Innenansicht der evangelischen St.-Blasius-Kirche in Lichtenstein-Holzelfingen.

 Foto: Auszug der oberen Titelseite                                                                             Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 31. Juli 2017

In Unterhausens Hinterhöfen: Eine erlebte Kindheit, die ihrem Namen gerecht wurde.

Foto: Archiv der Familie Kurt Bader                                                                                                      eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 29. Juli 2017

Freitag, 28. Juli 2017

28.07.2017, ab 19 Uhr: "13. Beach-Party" im Honauer Freibädle.



Traditionell findet stets am ersten Freitag, mit Beginn der Sommerferien, die Beach-Party im idyllischen "Honauer Freibädle" statt. So auch wieder am 28. Juli 2017, ab 19 Uhr.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 27. Juli 2017

Ein duftiges Schmuckstück aus der Zeit als die heimische Landwirtschaft noch nachhaltig und naturverträglich war.

Foto von 1984 / Honau: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                           eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 26. Juli 2017

Aufbruchstimmung in Holzelfingen.

Fotoauszug aus dem Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                 eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 25. Juli 2017

1972: Die drei Schwestern vom "Gasthaus zum Schwanen".

Auf dem Foto sind die drei Töchter der Eheleute Karl und Rosa(lie) Bader, geb. Gekeler abgebildet -
von links: Waltraud, Lore (+) und Rose (+).
Ausschnitt eines Fotos aus dem Archiv des GHV-Lichtenstein                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 24. Juli 2017

1988, PES Oberhausen: Gibt's Probleme beim Brückenbau, dann einfach Christina fragen!

Alle, mit dem Namen Christina, haben Heute Namenstag. Der BLOG gratuliert recht herzlich!

Das Foto von 1988 zeigt die Echazbrücke in der Ludwigstrasse, im ehemaligen Oberhausen. Die Aufnahme wurde von Peter Blötscher gemacht und ist im Archiv des GHV-Lichtenstein hinterlegt.

Fotonachbearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch


Sonntag, 23. Juli 2017

Den Sommerurlaub in den 1960er Jahren schon gebucht? Das Bürgermeisteramt Honau erwartet Ihre Anfrage.

Auszüge eines Werbeprospekts der einst selbständigen  Gemeinde Honau:

Im Herzen der Schwäbischen Alb, am Fuße des sagenumwobenen Schlosses Lichtenstein und der Traifelbergfelsen, umschlossen von prächtigen Laubwäldern - diese einzigartige, reizvolle Lage hat die 1200 Einwohner zählende Gemeinde Honau zu einem bekannten Ausflugsziel gemacht. Von Reutlingen aus sind nur 11 km auf einer bequemen Autostraße oder auf stillen Wanderwegen das liebliche Echaztal aufwärts zurückzulegen, um dieses historisch wie geologisch gleich interessante und bedeutsame Kleinod zu erreichen. Unmittelbar im Ort befindet sich der Eingang zur Olgahöhle, die sich mit ihren prachtvollen Tropfsteingebilden 100 m lang, elektrisch beleuchtet unter dem Echazbett hinzieht.

Von der schattigen Echazquelle kann der Wanderer durch die wildromantische felsige Dobelschlucht zum Lichtenstein aufsteigen, zu dem auch eine gute Fahrstraße in weiten Schwüngen durch stille Buchenwälder emporführt. Von hier und von den Traifelbergfelsen auf der gegenüberliegenden Höhe bietet sich ein herrlicher Blick über die grünen Höhenzüge und die hellen Felsabbrüche des Schwäbischen Jura bis hin zu den Alpen.
Dank der geschützten Lage in mittlerer Höhe (565 m ü. d. M.) und der großen Wälder ringsum ist das Klima mild, anregend und erholsam. Neuzeitlich eingerichtete behagliche Gaststätten und Fremdenheime, die preiswerte Unterkunft und gute Verpflegung bieten, ein idyllisch gelegenes Schwimm- und Luftbad und die heilende Kraft einer unberührten Natur haben Honau auch zu einem beliebten Erholungsplatz werden lassen.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 22. Juli 2017

Floßregatta im Juni 1987: Mit Paddel und Stocherstange die Echaz hinauf.

Insgesamt 16 Lichtensteiner Vereins-Mannschaften kämpften beim Echaz-Hock 1987 ("Goas-Garda-Feschd") um einen Preis. Mit einer Kiste stocherten und ruderten sie flußaufwärts, um von einer Zwischenmarkierung aus mit Tennisbällen auf die Porträts bekannter Gemeindegrößen zu werfen. Mit großer Sorgfalt waren gezeichnete Porträts von Jakob Buck, dem Vorsitzenden des TV-Unterhausen, Harald Lang, dem TSV-Oberhausen-Chef und Bürgermeister Helmut Knorr aufs Papier gebracht worden.
Am besten stocherte und paddelte die 1. Mannschaft der DLRG Lichtenstein. Für Klaus-Dieter Höhne, Frank Drechsler und Paul Stooß gab's dafür ein Dreißig-Liter-Faß mit Gerstensaft. Mit nur einer Sekunde Rückstand belegte die Mannschaft "Feuerwehr I" den zweiten Platz. Die Kollegen von "Feuerwehr II" errangen mit drei Minuten und fünf Sekunden Platz drei.

Viele der beteiligten Protagonisten erinnern sich heute noch lebhaft an diese "Gaude" (heute: Event!).

Foto + Textauszüge: GEA-RT, vom 30.06.1987                                                              Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 21. Juli 2017

9. Mai 1905: "Schillerlinde" - gepflanzt von der Gemeinde Unterhausen, zum Gedenken an den 100. Todestag des Dichters Friedrich von Schiller.


Der ehemaligen Gemeinde Unterhausen lagen auch schon in früheren Jahren die kulturellen Belange am Herzen. Der damalige Schultheiß Jakob Haid berichtet in einer Chronik ausführlich über die Gedenkfeier zum 100jährigen Todestag des Dichters Friedrich von Schiller. Ebenso hat der langjährige Gemeindearchivar, Paul Schweizer, aus älteren Chroniken wissenswertes zu diesem Ereignis zusammengetragen.

An der Gestaltung dieser Feier waren der Pfarrer Heinrich, die Schüler und hauptsächlich der Turnverein Unterhausen maßgeblich beteiligt.

Die prächtige "Schillerlinde" steht heute noch an der Einmündung der Straße "Im Brett" in die "Zellertalstraße". Eine Gedenktafel soll die Erinnerung an die damalige Feier wachhalten. Ebenso ladet eine Sitzbank zum Verweilen an diesem Kreuzungsort zwischen Zeller- und Holzelfinger Tal ein. Paul Schweizer - als Chronist - beschließt übrigens seine in den 1980er Jahren angefertigten Ausführungen zu obigem Thema mit der Anmerkung: "Bedauerlich ist, daß das, was unseren Vorfahren einst so wichtig erschienen ist, so ganz in Vergessenheit geriet".

Der Reutlinger Generalanzeiger hat in seiner Ausgabe vom 10. November 1989 ausführlich über die Pflanzung weiterer Linden in Lichtenstein berichtet.  Der ehemalige Bürgermeister Helmut Knorr nahm dieses zum Anlass die Gedenktafel anzubringen und durch den Bauhof bei dieser Linde eine Sitzbank aufstellen zu lassen. Mit beteiligt waren der damalige Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Werner Vöhringer und Paul Schweizer.
 Foto, vom 20.07.2017, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 20. Juli 2017

Um 1900: Das Areal zwischen den beiden Hausen ist heute das Ortszentrum.

Die obige Aufnahme zeigt die Wilhelmstrasse (B 312) mit dem Bahnübergang und dem "Gasthaus Adler". Rechts neben den noch in einfacher Bauweise errichteten Bahnschranken steht heute die Hauff-Apotheke. Dem 1952 von der Gemeinde errichteten Apotheker- und Ärztehaus musste das halb verdeckte, kleine Haus an der Richard-Burkardt-Straße weichen.

Im BLOG vom 21.JAN 2017 wurde die Chronik der Hauff-Apotheke, Lichtenstein detaillierter beschrieben.

Fotoauszug: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 18. Juli 2017

1960er-Jahre: Die "Sieben Schwaben" beim Sommerfest auf dem "Spielbergle".

Die dargestellten Personen, von rechts nach links: Ulrich Mutschler, Dieter Vöhringer, Joachim Erbe, Peter Schott (Bubenjungschar des CVJM Unterhausen).

In der Erzählung von den "Sieben Schwaben" werden sieben Personen dargestellt, stellvertretend für sieben schwäbische Charaktertypen. Als Höhepunkt dieses Schwanks steht der Kampf mit einem Untier, das sich allerdings als harmloser Hase herausstellt.
Es gibt verschiedene Erzählversionen. In einer davon hat jede beschriebene Person einen Namen mit landsmannschaftlicher Zuordnung: D'r Allgäuer, Seehas, Nestelschwab, Blitzschwab, Spiegelschwab, Gelbfüssler und Knöpflesschwab.

Zitat: "Jokele, geh du voran! / Du hast Stiefel und Sporen an, / dass dich der Has nicht beißen kann."

Dieses Zitat wird gebraucht, wenn jemand bei gefordeter Tapferkeit anderen den Vortritt lassen will. Der Ausspruch wird dem "Spiegelschwaben" zugeschrieben. Dieser kam der Legende nach aus Memmingen und putzte seine Nase mit einem Ärmel so lang, bis daraus eine glatte, spiegelnde Fläche entstand.

Bezugnahme zu den Textauszügen: Wikipedia. Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein. Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 16. Juli 2017

Das Felsmassiv des "Gießsteins" - der Hausberg des ehemaligen Oberhausen.

Über einen kleinen, felsigen Sattel erreicht der Wanderer den 788 m hohen Gießstein. Die schmale, weit vorspringende Felsenecke bietet einen großartigen Blick hinunter in das 280 m tiefer gelegene Reißenbachtal, welches dort in das Echaztal einmündet.  Wer vom Albhinterland herkommt und hier unvermutet am Steilabfall der Schwäbischen Alb steht, ist von der Aussicht überwältigt. Mit seiner weithin sichtbaren Wetterfahne besitzt der Gießstein seit über 100 Jahren ein bekanntes Alleinstellungsmerkmal. Mit einem aus noch größerer Entfernung erkennbaren Antennenmasten hat auch die moderne Technik an diesem sonst so stillen Ort Einzug gehalten..

Am Hang unter dem Gießstein, gegen das Reißenbachtal zu, erkennt man auf 620 m Höhe eine kleine Terrasse. Professor Helmut Hölder beschreibt in seinem Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, 1953, diese Erosionsform am Trauf der Schwäbischen Alb, als geschlossen abgeglittenen Teil des Gießsteins. Auf dieser Scholle wurde der Oberhausener Sportplatz angelegt.

Obige Beschreibung wurde in gekürzter Form dem Albführer von Julius Wais entnommen, herausgegeben und verlegt vom SAV e.V. Stgt., 1972.
Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 15. Juli 2017

Der Namensgeber der "Hermann-Jäckel-Straße" (Privatstraße im ehemaligen BSU-Gelände).





Leben und Wirken des Hermann Jäckel


Als Kind besuchte Jäckel die Armenklasse der Einfachen Bürgerschule in Crimmitschau. Im Alter von 13 Jahren wurde er Halbtagsarbeiter in der Vigognespinnerei. Später arbeitete er in Streichgarnspinnereien der Tuchbranche, dann als Wollweber und Baumwollweber in verschiedenen Städten im Süden, Westen und Norden Deutschlands.

Um 1890 wurde Jäckel Mitglied der SPD. Fünf Jahre lang arbeitete er in Konsumvereinen als Angestellter, dann als Rendant in Krankenkassen und als Redakteur für eine sozialdemokratische Zeitung. Seit 1906 wurde Jäckel Mitglied des Hauptvorstandes des Textilarbeiterverbandes und im Jahr 1913 Vorsitzender dieses Verbandes. Er spielte eine führende Rolle während des Crimmitschauer Streiks von 1903/04.

Als Stadtverordneter von Crimmitschau nahm Jäckel erstmals ein öffentliches politisches Amt wahr. Von 1912 bis 1918 saß er als Abgeordneter im Reichstag des Deutschen Kaiserreiches. Im Januar 1918, während des Ersten Weltkrieges, verließ Jäckel die SPD, um sich der weiter links stehenden USPD anzuschließen, für die er im Juni 1920 Mitglied des ersten Reichstags der Weimarer Republik wurde, in dem er den Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau) vertrat. 1922 kehrte er zu SPD zurück, deren Reichstagsfraktion er sich auch für den Rest seiner Abgeordnetenzeit, die bis zum Mai 1924 dauerte, anschloss.


(Anmerkung: ehemals Hindenburgstrasse – ab 16.2.1938 - / ab 17.2.1947 Hermann- Jäckel-Strasse)

Textquelle + Porträt: Wikipedia; Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                    eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 13. Juli 2017

"Hauffschule": Detailaufnahme und Bericht über die feierliche Einweihung im August 1913.



 Zeitungstext vom 19.August 1913

Oberhausen, 19.August

Nach den Plänen von Oberamtsbaumeister Riehle aus Reutlingen, wurde in den letzten Monaten nahe dem Bahnhof ein neues Schulgebäude erstellt, das mit dem Bauplatz und der Inneneinrichtung einen Gesamtaufwand von 55 000 Mark * erforderte. Es wurde gestern Vormittag in feierlicher Weise seiner Bestimmung übergeben. Vormittags 10 Uhr versammelten sich Lehrer und Schüler mit einer großen Anzahl hiesiger und auswärtiger Gäste, darunter der Oberamtsvorstand Regierungsrat Zorer und Dekan Herzog, sowie Bezirksschulinspektor Wittmann von Reutlingen, Stadtpfarrer Dr. Maier von Pfullingen, der Ortsgeistliche Pfarrer Heinrich von hier und Pfarrer a.D. Hermann von Unterhausen, ferner die Lehrer und die Ortsvorsteher von Unterhausen, Honau und Holzelfingen im alten Schulhaus zur schlichten Abschiedsfeier. Die Schulkinder sangen „Nun danket all und bringet Ehr’“, und dann bewegte sich der Zug unter festlichem Glockengeläute zum neuen Schulhaus, vor dem der Choral „Macht hoch die Tür, die Tore weit“ gesungen wurde. Darnach übergab der Erbauer des Hauses, Herr Oberamtsbaumeister Riehle, mit einer trefflichen Ansprache den Schlüssel unserem Ortsvorsteher Herrn Schultheißen Reiff, der das neue Schulhaus in die Obhut der Gemeinde nahm und sodann den Schlüssel dem Hausverwalter Herrn Hauptlehrer Barth überreichte, welcher gelobte, ein treuer Hausvater sein zu wollen. Man begab sich darauf in den Schulsaal der Oberklasse, wo Herr Dekan Herzog das zu Herzen gehende Weihegebet sprach und Herr Bezirksschulinspektor Wittmann eine gedankentiefe Weiherede hielt.

Es erfolgte sodann die Besichtigung des bei aller Einfachheit doch schmucken Baues, dessen zweckmäßige Inneneinrichtungen den heutigen erhöhten Anforderungen an ländliche Schulhausneubauten durchaus entsprechen und allgemein gefielen. Die Schulkinder erhielten zum Schluss als Erinnerung an den Festtag je eine Wurst, eine Brezel und ein Schreibheft. Die übrigen Gäste begaben sich dann in die „Krone“ zum Festessen, das bei verschiedenen Ansprachen teils heiteren Inhalts in schönster Weise verlief.

* lt. Statistischem Bundesamt entspräche 1 (Gold)Mark heute 4,70 € - d.h obiger Betrag entspricht ca. 260.000 €

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 12. Juli 2017

Über den Echaz-Behelfssteg zur "Oberen Braike".

Weil die Echazüberquerung in der Bahnhofstraße eine wichtige Verbindung ist, sorgt während des Brückenneubaus ein Behelfssteg für den Zugang zur / von der "Oberen Braike".
Foto + eArchiv: Dieter Bertsch