Freitag, 13. Juli 2018

Ehemals beim Unterhausener "Spinnerei-Bahnhöfle": Überbauter Seilwindenschuppen zum Ziehen und Bremsen der Baumwoll-Güterwagen.

Bildertanzquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Kommentare:

  1. Hallo Dieter Bertsch,

    danke für das schöne Bild des Windenhäusles, gäbe es da noch weitere?
    Der Betriebsablauf, um Wagen in oder aus dem Ladehof der Spinnerei zu bringen, war natürlich immer recht aufwendig.
    Das Nebengleis vom Bahnhöfle zur Drehscheibe war recht steil, so daß die Wagen hier mit dem Seil gebremst werden mußten. Es konnte dann immer nur ein Wagen gedreht werden.
    Dann wurde das Seil über die B312 in den Fabrikhof gezogen, dort über eine Umlenkrolle wieder zurück an den auf der Drehscheibe stehenden Wagen. Jetzt konnte der langsam hinübergezogen werden. Dieser Vorgang wurde für jeden weiteren Wagen wiederholt. Beim heutigen Strassenverkehr wäre das eine tolle Sache, Unterhausen würde weltberühmt.
    Im Hof lagen zwei Gleise mit einer Weiche an der Einfahrt, man verschob da die Wagen von Hand oder mit einem Gabelstapler.
    Zurück ging es dann natürlich wieder auf dem gleichen Weg mit dem gleichen Aufwand.
    Die leider beim letzten Strassenausbau zum Teil zerschnittene Drehscheibe liegt m. W. noch immer unter der Splittabdeckung.

    Gruß
    Michael Staiger

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  2. Herzlichen Dank an Michael Staiger für die Funktionsbeschreibung der Winde mit Drehscheibe. Den Kommentar werden wir im Vereinsarchiv aufnehmen.
    Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein - Dieter Bertsch

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