Sonntag, 14. Juli 2019

Vor fast 90 Jahren: Ehemalige Markungsgrenze zwischen Ober- und Unterhausen.

Die beiden Grenzmarkierungen standen an der Friedrich-List-Straße, auf Höhe der Einmündung der Schillerstraße bzw. am Aufgang des heutigen Staffelwegs zur Zeppelinstraße.


Am 1. April 1930 erfolgte der Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Ober- und Unterhausen. Beide Gemeinderäte legten in einem Vertrag fest, dass die neu gebildete Gemeinde den Namen Unterhausen erhält. Umgangssprachlich wird Oberhausen als Ortsbezeichnung von der älteren Generation weiterhin benutzt.
Nach Oberhausen "geht man nauf" und nach "Hausen (Unterhausen) geht man naa (hinunter)".

Nur noch zu später Stunde und nach ein paar Viertele wird von fundamentalistischen Oberhausenern über die Möglichkeit eines durchsetzbaren "OberhauSexit" heftig diskutiert.


Bildertanzquelle, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Kommentare:

  1. Hallo Dieter Bertsch,

    die Grenze verlief auch diagonal über das Gelände des Bahnhof Unterhausen, deshalb verlangte die Gemeinde Oberhausen nach der Eröffnung der Bahn 1892 daß der Schaffner bei Zugankunft auch "Oberhausen" ausrufen solle. Die Königl. Württembergische Staatseisenbahn (KWStE) lehnte das aber ab.
    Andererseits hatte Oberhausen eigentlich einen ganzen Bahnhof, denn der Honauer Bahnhof lag zur Gänze auf Oberhausener Markung. Erst nach etwa 100m auf der Zahnradstrecke erreichten die Züge Honauer Markung.
    Die Station Lichtenstein wiederum lag auf Honauer Markung, so hatten auch die einen Bahnhof.

    schönen Sonntag noch
    Michael Staiger

    AntwortenLöschen
  2. Lieber Michael Staiger,

    herzlichen Dank für interessanten Details.

    Gruss Dieter Bertsch

    AntwortenLöschen