Freitag, 21. Oktober 2016

Kolonialwaren, Eugen Hinger, Oberhausen: "Hol m'r au no g'schwend ...!"


Foto von 1928. Das Haus steht heute noch am Beginn der Oberhausener Steige, auf der rechten Seite.

Bis in die 1970er Jahre wurde der Begriff Kolonialwaren noch verwendet. Jeder Lichtensteiner Teilort hatte mindestens einen "Tante-Emma-Laden". Alle Grundnahrungsmittel waren hier im Angebot, nicht nur überseeische Lebens- und Genussmittel. Von der "Schuhwichse", einem "Schächtele Zündhölzla" bis zur Seife, Waschmittel und sonstigem Haushaltsbedarf war alles im Angebot. Mit der Aufforderung: "Hol m'r au no g'schwend ....", wurden die Kinder oft mehrmals am Tag zum Einkauf geschickt.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Das ehemalige "Alb-Hotel Traifelberg" - gegenüber dem Schloss Lichtenstein.


Das obige Bild entstammt aus einem Hotel-Prospekt von 1960.

Textauszüge aus dem Prospekt:

Wochenendpreise: DM 19,- (am Samstag mit dem Abendessen beginnend bis Sonntag einschließlich dem Mittagessen), DM 23,- mit Privatbad und WC.

Pensionspreise, je nach Lage und Größe der Zimmer DM 15,- bis DM 17,- (Frühstück, Mittagessen, Abendessen).

Zimmer für Passanten, Einzelzimmer von DM 6,- bis DM 8,-. Doppelzimmer, mit Privatbad und WC, DM 22,- bis DM 24,-.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 19. Oktober 2016

November, 1962: Honaus Bürger haben jetzt ein renoviertes Rathaus! Jetzt ohne Türmchen, dafür mit einer Sirene auf dem Dach.


Der Reutlinger Generalanzeiger berichtet über die Honauer Rathausrenovierung in seiner Ausgabe vom 10.11.1962:

Der Rathausumbau war notwendig geworden wegen des schlechten Zustandes. Der Dachstuhl wurde abgerissen und durch einen neuen, flachen ersetzt. An die Stelle des alten Rathaustürmchens ist eine Luftschutzsirene getreten. Im ersten Stock waren sämtliche Fenster herausgenommen worden. Sie wurden durch neue, moderne ersetzt. Das bisherige Amtszimmer des Bürgermeisters, das gleichzeitig als Sitzungszimmer diente, blieb in seiner Größe unverändert. Der ganze Raum wurde mit einem Parkettboden versehen und erhielt eine  zusammenschiebbare Trennwand, so daß "zwei Fliegen mit einer Klappe" geschlagen wurden: Der Bürgermeister hat dadurch ein normal großes Arbeitszimmer, das sich zu einem repräsentativen Sitzungssaal erweitern läßt.

Das Zimmer der Schreibgehilfin blieb in seiner Größe ebenfalls unverändert und wurde lediglich mit einem neuen Fußbodenbelag versehen. Das frühere Zimmer des Gemeindepflegers dient jetzt als Notariatsraum. Die Toiletten wurden verkleinert und dadurch für den Treppenaufgang, dessen Rückseite aus Glasbausteinen besteht, mehr Platz geschaffen.

Im Erdgeschoß sind neuerdings an Stelle des alten Spritzenmagazins die Büroräume des Gemeindepflegers untergebracht. Hier liegen ein Warteraum und ein Dienstraum. Bisher war für die Gemeindepflege kein Warteraum vorhanden, so daß jeder Bürger sehen konnte, was der Vorgänger zu erledigen hatte. Der Raum, der bisher der Post für eine  Sprechanlage zur Verfügung stand, dient jetzt zum Ablegen alter Akten.

Im bisherigen "Ortsarrest" wurde die Ölfeuerungsanlage installiert. Das ganze Haus wird von hier aus zentral beheizt.

Bild: GEA / RT                                                                                                              Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 18. Oktober 2016

Mitte 1950er Jahre: Das ehemalige "Oberhausener Waaghäusle"


Das Foto zeigt die Einmündung der Nebelhöhlestraße in die Friedrich List Straße (B 312). Die ehemaligen Bewohner in der Nebelhöhlestraße 1 (heute: "Gabis Haarstudio") waren: Paul Epple (Sohn des Karl Epple / bekannt als Oberhausener Original) und seine Frau Maria (aufgewachsen in Kirchentellinsfurt) sowie deren Tochter: Maria Brumm, geb. Epple (Mutter von Gabi) und "s'Haida Eugen", einem Bruder von Karl Epple.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 17. Oktober 2016

Das "Klappersteigle": Der älteste Zugang vom Zellertal zum Übersberg.


Das Foto zeigt ein ehemaliges Meeresriff beim Klappersteigle.

Der Sattel zwischen Ursulahochberg und Übersberg ist so schmal, dass gerade noch für die Straße Platz bleibt. Vom dort endenden Elisenweg führt das "Klappersteigle" durch eine felsige Schluchtrinne hinauf zur Albhochfläche.

Das Steigle hat seinen Namen von dem 1447 erwähnten Albert Diem von Husen, genannt "Plaphart", und hieß noch in der Markungsbeschreibung von 1623 "Blappartsteig" (so beschreibt es zumindest Kinkelin im Pfullinger Heimatbuch, S. 401).
Dass sie ihren neueren Namen nach einem "Hausemer" Mann hat, läßt darauf schließen, daß diese Staig auch der Zugang der Unterhausener zu ihren Gütern auf dem Übersberg gewesen ist, ehe die neue Stahlecker Steige gebaut wurde.

Foto, Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 16. Oktober 2016

Das Forsthaus beim Schloss Lichtenstein.


Graf Wilhelm von Württemberg ließ 1838 das Forsthaus - als Ersatz für das abzubrechende  Jägerhaus - im Stil des geplanten Schlosses erbauen. 1896 wurde das Forstamt nach Kleinengstingen verlegt.

Aktuell ist das Forstrevier Lichtenstein dem Kreisforstamt Reutlingen untergeordnet. Die jeweilige Revierleitung ist zuständig für den Kommunalwald und Privatwald auf den Gemarkungen der Gemeinde Lichtenstein.

Zuständig für die aktuelle Pflege und Bewirtschaftung des Staatswalds im Raum Lichtenstein ist das Forstrevier Traifelberg.

Postkarte: GHV-Lichtenstein