Samstag, 19. Januar 2019

Als sich der "Bahnhof Honau" noch beispielhaft als Prototyp für den "Württembergischen Einheitsbahnhof, Typ III bzw. IIIa" präsentierte.


Nach der Stilllegung der Bahnstrecke Mitte der 1950er Jahre verfiel das Gebäude, bis sich der "Förderverein Bahnhof Honau e.V." diesem ehemals wunderschönen Objekt im Jahr 2003 ehrenamtlich annahm. Seitdem ist viel geschehen und das Gebäude erstrahlt mittlerweile wieder in "altem Glanz".

Im Jahr 2018 konnte der Förderverein sein 15jähriges Jubiläum feiern. Gerade noch vor dem Abbruch bewahrt, ist zwischenzeitlich ein bemerkenswertes, historisch getreues Gebäude wieder hergestellt worden, das nicht nur Eisenbahnliebhaber aus nah und fern in ihr Herz geschlossen haben.

Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                        eArchiv: Dieter Bertsch

Kommentare:

  1. Wurde die Bahnstrecke wirklich schon Mitte der 1950er Jahre stillgelegt? Ich fuhr doch Ende der 1960er Jahre mit dem Schienenbus zur Schule...

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  2. Korrekturen zur Stilllegung der Schwäbischen Albbahn (SAB):
    Stilllegung Reutlingen Hbf - Honau (Personenverkehr): 01.06.1980
    Stilllegung Reutlingen Süd - Honau (Güterverkenr): 26.05.1983
    Stilllegung Reutlingen Hbf - Reutlingen Süd (Güterverkehr): 29.09.1994

    Besten Dank für den Hinweis + Gruss

    Dieter Bertsch

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  3. Hallo Dieter Bertsch,

    die Strecke Reutlingen - Münsingen war die erste staatliche Nebenbahn in Württemberg. Und ebenso wie alle anderen Bahnhofsgebäude sollten auch diese stilbildend sein für die Umgebung aber dennoch in einheitlicher, sparsamer Bauweise mit einheimischen Baustoffen erstellt werden. Im laufe der Bauzeit stellte sich diese gefällige "Chaletbauweise" im Echaztal als noch zu kostspielig heraus, so daß die Bahnhofsgebäude auf der Alb nochmals weiter vereinfacht wurden. Das kann man noch heute in Kleinengstingen, Kohlstetten oder Gomadingen gut erkennen. Besonders der heute ebenfalls von einem Aktiven des Honauer Bahnhofsvereins erworbene und restaurierte Bahnhof Kohlstetten zeigt das sehr anschaulich. Erst als eingeschossige "Baracke" erstellt, wurde sie aufgrund der (Güter-) Verkehrszunahme mit Ladestrasse und -rampe aufgestockt und erweitert zu dem was wir heute sehr schön sehen und in der Gaststätte geniessen können.
    Apropos Güterverkehr: Es wird in heutiger Zeit immer gerne übersehen - ich sage verdrängt - daß ein normaler Güterzug 30 - 40 Sattel-LKW ersetzt.

    Gruß
    Michael Staiger

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