Die Oberhausener Steige wurde 1883/4 gebaut. In einem Kostenvorschlag über eine "neue Steige vom Ort auf die südlich gelegenen Allmendteile" heißt es:
Die Gemeinde Oberhausen benützt zum landwirtschaftlichen Betrieb ihrer in südlich gelegener Richtung vom Ort aus, auf der Höhe der Alb befindlichen Allmendteile die Staatsstraße von Honau gegen Kleinengstingen, bis zur Abzweigung des s.g. Dobelkopfwegs, in einer Gesamtlänge von 4,1 km. Von hier aus zweigt der Weg, den s.g. Dobelkapfweg benützend, rechts von der Staatsstraße ab und erreicht in einer Entfernung von 1,5 km die Markung Oberhausen. Von der Markungsgrenze sind es weitere 1,5 km, so daß die Gesamtstrecke von Oberhausen zu den Allmendteilen 7,5 km beträgt.
Die Gemeinde beabsichtigt nun, vom Ort im Tal aus zu den Allmendteilen, als Feld- und Waldweg eine neue Steige zu bauen. Die Steigungslänge, um die Höhe zu überwinden, beträgt 3,7 km bis der oben erwähnte Schwerpunkt dann in einer Entfernung von 4,2 km erreicht wird. Die Abkürzung des Wegs beträgt 2,9 km.
Die neue Steige läuft auf einer Länge von 190 m vom Ort aus auf der bestehenden Lichtensteiner Steige, zweigt nach 190 m rechts von dieser ab und zieht sich am südwestlichen Abhang durch das Gemeindeeigentum hin - teils Weide, teils Waldungen. Um die vorgegebene Höhe von 250 m zu erreichen müssen 4 Wendungen vorgesehen werden. Der kleinste Halbmesser für dieselben beträgt 8 m, was dann genügend sein wird, daß zu transportierendes Langholz möglichst weniger aber nicht über 14 m Länge die Steige passieren kann.
Was die geologischen Verhältnisse betrifft, so liegt die ganze Steige im "Jura alpha bis delta".
In diesem Kostenvoranschlag sind Steigungen zwischen 5 % und 9,2 % vorgesehen, dieses auf einer Länge von 3765 m. Für den Bau werden im Schnitt 60 - 70 Arbeiter eingeplant.
Mit 31500 Mark schließt der Kostenvoranschlag ab.
Fotos, vom 24. Februar 2026 + eArchiv. Dieter Bertsch