Donnerstag, 6. August 2026

Der ehemalige Oberhausener Schuhmacher bei der Heuernte: Johann Wilhelm Bertsch (geb. 23.06.1847 / gest. 11.09.1923).

 


Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk!
(Gedanken zu meinem Urgroßvater - was mir vom Erzählen in Erinnerung geblieben ist.                                      Dieter Bertsch)

Aufgrund lückenhafter Überlieferungen und nach nunmehr über 170 Jahren darf trotzdem der Schluss gezogen werden, dass das Leben von Johann Wilhelm Bertsch von diesem Wissen geprägt gewesen ist. So manche scheinbare Eigenart und mancher Wesenszug dieses markanten Vorfahren ist selbst noch bei seinen heute lebenden Nachkommen anzutreffen. Dank mildernder Gen-Zugaben - durch Anheirat - kommt jedoch in den heutigen Folgegenerationen nicht mehr dessen harte Schale, sondern vermehrt der süße Kern zum Tragen.
 
Johann Wilhelm Bertsch, Bürger und Schuhmacher in Oberhausen, ist im Juni 1847 geboren. In seinen Gesellenjahren ist er auf der Wanderschaft bis in die Schweiz gekommen. Nach der Teilnahme am Feldzug gegen Napoleon III führte er seine Frau, Jakobine Rosine, geb. Mezger, zum Traualtar. Diese gebar ihm 7 kecke Buben und 3 züchtige Mädchen. Die alten Werte hatten noch ihre Gültigkeit und in der dörflich-bäuerlichen Welt stand man mit beiden Füssen auf der Erde. Über diese herrschte der Kaiser und Könige, aber über ihrem Haupt war der Himmel, in dem Gott, der Weltenlenker regierte. Der Kampf ums nackte Dasein war hart und unerbittlich. Auf dem Schusterschemel sitzend nähte und flickte er mit Fleiß die Stiefel der Dorfbewohner. Daneben baute er Gerste an und pflanzte Kartoffel auf der Alb hinterm Gießstein. Er mähte auf den Wiesen im Tal das Gras für die Kuh und füllte im Herbst die Fässer mit Most. Die Kinder wuchsen heran, waren von guter Statur und wohlbegabt. Die Lebensweise war einfach. Man verstand zu verzichten, zu sparen und einzuteilen. Als gescheiter Mann, mit weitem Horizont, hatte er längst die Erkenntnis gewonnen, dass vieles, was besteht, wert ist, dass es zugrunde geht oder gründlich verändert wird.

Als seine liebe Frau in der Mitte ihres Lebens starb und die Kinder das Elternhaus verlassen hatten, ist es um ihn ruhiger geworden.


Foto von Erhard Gekeler / Oberhausener                                                                                                    eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 5. August 2026

Im Oktober 1923: Versuchsfahrten mit einer Draisine auf der Honauer Zahnradbahnstrecke.


Bildertanzquelle, von 1933 / Erstveröffentlichung in diesem BLOG, im Mai 2010                                    eArchiv: Dieter Bertsch
 

Montag, 3. August 2026

Heutiger Neubau an der Stelle des ehemaligen Farrenstalls von Unterhausen.


 Nachtrag zum BLOG vom 1. August 2026.

Foto, vom 2, August 2026, von Günther Frick                                                                                             eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 2. August 2026

Unterhausen 2026, Braikestraße: Ausgeprägte Kalktuffablagerung im Sichtbereich dieser Baugrube. Im Umfeld gab es früher mehrere Kalktuffsteinbrüche.





Im oberen Echaztal ist öfters über Kalktufflagerstätten, durch die meist geringe Überdeckungstiefe mit schwarzem Nutzboden (zwischen 30 bis 60 Zentimeter), nur die eingeschränkte Bepflanzung von Tiefwurzlern möglich.

Wurde der Tuff in die Tiefe abgebaut entstanden s.g. "Steinlöcher". Hier lernten die Kinder aus der Umgebung in der Winterzeit das Schlittenfahren. Ein solcher Steinbruch hatte nach dem jeweiligen Besitzer einen Zuordnungsnamen - z.B. das "Rosa Bückele" auf der damals noch unbebauten "Oberen Braike".

 Fotos, vom 1. August 2026 + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 31. Juli 2026

"Quo Vadis" - Band des CVCM Unterhausen im Jahr 1970.


Personen, von Links nach Rechts: Karl Rapp, Erwin Blechert (†), Dieter Bertsch, Klaus Barthelness, Alfons Reiske.

eArchiv: Dieter Bertsch