Donnerstag, 15. April 2021

Unterhausen, um 1912: "Gasthaus zur Krone", von Louis Haid.


 Ludwig (Louis) Haid erstellte 1905 das Gebäude als Gasthaus ("neue Krone"). Nach Fertigstellung gab er seine "alte Krone", die zwei Häuser weiter rechts stand, auf. 1921 erhielt die Gastwirtschaft, durch das Einrichten von zwei Fremdenzimmer, auch die Genehmigung zur Beherbergung von Fremden. 

Ab 1924 führte die Witwe, Christiane Haid, den Wirtschaftsbetrieb weiter. Bis 1954 blieb das Gasthaus im Besitz der Familie Haid. Mit Anton Wienerroither fand dann das Anwesen einen neuen Besitzer und wurde in "Schützen" umbenannt. Damit war eine Verwechslung mit der "Krone" im ehemaligen Oberhausen nicht mehr möglich.

Bildertanzquelle / Foto + Text: Rainer Hipp                                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 14. April 2021

Unterhausen, 1912: Echazbrücke mit Wasserfall bei Hochwasser und Anwesen der Familie Zimmermann.


Personen: Familie Louis Haid - Erbauer der "neuen Krone", in der Rathausstraße 17.

Bei dem linken Gebäude handelt es sich um das Zimmermann'sche Anwesen. Liesel Zimmermann war mit dem Schreiner Baisch verheiratet. Ihre Schwester Maria mit dem Metzger und Wirt "zum Stern", Ludwig Bley, im ehemaligen Oberhausen.

Das kleine Fachwerkgebäude wird in der GHV-Dokumentation als "wiedergefundene Mühle - ohne T Nr." geführt.

Foto: Archiv / Rainer Hipp                                                                                                                          eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 13. April 2021

Gasthaus "Schützen" in Unterhausen - ehemalige "Krone". Eine gelungene Nachtaufnahme aus dem Jahr 2008!


Theo Altiparmakis  hatte 1989 die Wirtschaft zunächst als Pächter übernommen. Später ging sie in sein Eigentum über. Durch wohlgelungene und sorgsame Restaurierung entstand im Laufe der Zeit aus dem über 100 Jahre alten Gebäude ein kleines Schmückstück. Nachts bietet die beleuchtete Wirtschaft, an der sonst so tristen Ortsdurchfahrt von und nach Holzelfingen, einen schönen Anblick.


Bildertanzquelle / Foto + Text: Rainer Hipp                                                                                              eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 12. April 2021

Schloss Hohenschwangau - als Glasmalerei im Turm von Schloss Lichtenstein.


In einem Fenster des Hauptturms von Schloss Lichtenstein ist bis heute diese Glasmalerei zu sehen. Es zeigt das Schloss Hohenschwangau. Hier ließ Graf Wilhelm von Württemberg das bayrische Vorbild seines Schlosses, verewigen.

 Bildertanzquelle: (Goethezeitportal) und URL (http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6633).

eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 11. April 2021

Sängerbund Unterhausen, 1952. Aufführung des Heimatspiels: "Der Pfeifer von Hardt" - (Fortsetzung vom BLOG 06.04.2021).

 


Personen, v.l.n.r.: Siegfried Bertsch und Ilse Hageloch, geb. Häbe.

Die im Heimatspiel vorkommenden Figuren sind weitgehendst in Hauffs Roman "Lichtenstein" erfunden worden - sie bieten allerdings ausgeprägtes Identifikationspotential.

Ein schwäbischer Pfarrer formulierte 1907, sicher stellvertretend für viele württembergische Leser, was diese „markige Gestalt volkstümlichster Art“ so populär werden ließ, auch wenn sie ‚nur‘ erfunden war. Der Pfeifer verkörpere nämlich „jenes württembergische Volk, wie es leibte und lebte, litt und stritt in den bitterschweren Zeiten Ulrichs, zuerst aufrührerisch und verzweifelt das Aeußerste wagend, hernach alle Unbill vergessend und für Gnade dankbar, anhänglich an das angestammte Fürstenhaus und ihm ergeben bis in den Tod. Besonders das Landvolk zeigt sich in dieser Hinsicht im schönsten Licht. Bei den höheren Ständen hört die Opferfreudigkeit für den Herzog auf in dem Augenblick, wo neben dem Interesse des Landes auch ihre Rechte in Frage kommen. Das Volk aber geht wie der Pfeifer mit seinem Herzog durch dick und dünn, dasselbe Volk, das dem Armen Konrad in hellen Haufen zuströmt, ist in ebenso dichten Haufen auf den letzten Hilferuf seines Fürsten an dessen Seite und bildet nach dem Verlust aller festen Plätze sein einziges Bollwerk, seine letzte Zuflucht und nicht bloß ein Hans, sondern hunderte haben für ihn geblutet.“ (Zitat nach Pfarrer Rauscher: Der Pfeifer von Hardt. In: Blätter des Schwäbischen Albvereins. XIX. Jg. 1907, Nr. 3, S. 75-84. Online in Wikisource.)

Recht viele Württemberger konnten sich in der Anhänglichkeit des Pfeifers an das „angestammte Fürstenhaus“ offensichtlich wiederfinden. Hanns, der Pfeifer, gehört – mit seiner spezifischen Form von württembergischem Patriotismus – zu den literarischen Figuren, auf die man in den Geschichtsromanzen des schwäbischen Dichterkreises (Kerner, Uhland, Schwab) häufig trifft. So z.B. auch in Ludwig Uhlands Gedicht Graf Eberhard im Bart. Dort ist es ein Schwarzwaldhirte, ebenfalls ein Mann aus dem einfachen Volk, der seinem gräflichen Herrn das Leben rettet. Wobei Uhland, noch viel deutlicher als Hauff in seinem Lichtenstein, den zeitgenössischen Lesern eine politische Botschaft mit auf den Weg gibt (Literatur als Denkmal):

In Fährden und in Nöten,
Zeigt erst das Volk sich echt,
Drum soll man nie zertreten
Sein altes gutes Recht.

Die Figur des Pfeifers hielt noch in anderer Hinsicht ein hohes Identifikationspotential für die württembergischen Leser bereit: seine Nähe und Liebe zur schwäbischen Landschaft. Als Georgs ortskundiger Führer über die Schwäbische Alb öffnet der Pfeifer dem jungen Ritter die Augen für die Schönheit des Landes:

„Ein herrliches Land, dieses Württemberg“, rief Georg, indem sein Auge von Hügel zu Hügel schweifte; „wie kühn, wie erhaben diese Gipfel und Bergwände, diese Felsen und ihre Burgen; und wenn ich mich dorthin wende gegen die Täler des Neckars, wie lieblich jene sanften Hügel, jene Berge mit Obst und Wein besetzt, jene fruchtbaren Täler mit schönen Bächen und Flüssen, dazu ein milder Himmel und ein guter, kräftiger Schlag von Menschen.“ „Ja“, fiel der Bauer ein, „es ist ein schönes Land; doch hier oben will es noch nicht viel sagen, aber was so unter Stuttgart ist, das wahre Unterland, Herr! da ist es eine Freude im Sommer oder Herbst, am Neckar hinabzuwandeln; wie da die Felder so schön und reich stehen, wie der Weinstock so dicht und grün die Berge überzieht, und wie Nachen und Flöße den Neckar hinauf- und hinabfahren, wie die Leute so fröhlich an der Arbeit sind, und die schönen Mädchen singen wie die jungen Lerchen. (Reclam, S. 124f)

Hinweis zum vorherigen Text:
Die private Nutzung und die nichtkommerzielle Nutzung zu bildenden, künstlerischen, kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken ist gestattet, sofern Quelle (Goethezeitportal) und URL (http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6633) angegeben werden.

Fotoauszug: Album, Siegfried Bertsch / Holzelfingen                                                          Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 10. April 2021

Freitag, 9. April 2021

Altar mit Kruzifix in der Johanneskirche in Lichtenstein-Unterhausen. Hochzeitsdekoration in den 1950er Jahren.


 Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                            eArchiv: Dieter Bertsch