Samstag, 25. Mai 2024

Ab 27.April 1945 begann die Beschlagnahmung von zivilen Sachgütern in der Gemeinde Unterhausen durch die französiche Armee.


Quelle: Ortsbericht über Unterhausen                                                                                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 24. Mai 2024

Das Märchenschloß Lichtenstein, über dem oberen Echaztal thronend, diente als Motiv für den Bau eines Weinbergshäuschen, in Osthofen / Rheinhessen.


Die Miniaturburg "Leckzapfen" wurde 1891 von Gustav Friedrich Weißheimer erbaut und erinnert an das hoch über dem Echaztal thronende Schloss Lichtenstein - das Märchenschloss Württembergs. Vor einigen Jahren wurde die dem Zerfall preisgegebene Anlage grundlegend saniert. Ihren Namen verdankt die "kleine" Burg der Weinlage "Am Leckzapfen". Dieses Gebäude wurde 2011 von der Weinbruderschaft Rheinhessen zum schönsten Weinbergshäuschen ausgewählt.

Zum Namen "Leckzapfen" gibt es übrigens eine nette Anekdote: Der Wein aus dem Weinberg soll so gut sein, dass der Kellermeister am liebsten noch den Zapfen aus dem Spundloch ablecken würde.

Quellen: Diverse Internetrecherchen                                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 23. Mai 2024

Postkartenauszug: "Elfengrotte" beim Honauer Bahnhof.


1897 erbaute G.A. Heid die Elfengrotte gegenüber dem Bahnhof Honau. Bildhauer Heid vermarktete seine Elfengrotte geschickt im touristischen Umfeld von Schloss Lichtenstein.

 Bildertanzquelle: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 22. Mai 2024

Oberhausener Schafhaus diente am 26. April 1945 befreiten KZ-Häftlingen zur Übernachtung.


 Foto: Martin Schopf, vom Mai 2024.

Drei Tage nach dem Einmarsch der Amerikaner und und der unmittelbar nachfolgenden kampflosen Besetzung von Unterhausen durch die Franzosen, am 23. April 1945, mußte man ungefahr für 150 entlassene KZ-Häftlinge aus der Balinger Gegend für eine Nacht Quartier verschaffen. Da sich keine andere Möglichkeit bot, sie geschlossen unterzubringen, wurden im Schafhaus in Oberhausen etwa 20 Ballen Holzwolle auf dem Boden ausgebreitet. Weitere Details sind momentan nicht verfügbar.

Quelle: Ortsbericht über Unterhausen                   eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 21. Mai 2024

Spontane Hockete in Honau, am Pfingstsonntagabend 2024, an der Durchgangsstrasse zur momentan gesperrten Honauer Steige (B312). Meinung der Teilnehmer: "Schön und gut, so könnte es bleiben!"


Es ist nicht klar, ob es hier besser wird, wenn es anders wird und der geplante ALBAUFSTIEG einmal kommt. Aber eines ist ganz klar, dass es schleunigst anders werden muss, wenn die jetzige Verkehrssituation für das obere Echaztal besser werden soll.

Foto: Hans Gerstenmaier / "Honemer"                                                                                                        eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 20. Mai 2024

Vor der Renovierung im Jahr 1958/59: Die Taube als Pfingstsymbol am Kanzeldach in der Unterhausener Erlöserkirche.


Die Kanzel war vor der Renovierung an der rechten Seitenwand angebracht. Das Kanzeldach über der Kanzel enthielt eine Taube. Dieses Zeichen für den "Heiligen Geist" sollte für den Prediger ein Hinweis sein, daß er nicht nur seine ureigenen Gedanken über den Bibeltext auslegt, sondern Gottes Wort verkündigt.

Pfingsten bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises. Es ist das Fest des "Heiligen Geistes", welcher am 50. Tag nach Ostern auf die Apostel herab kam, als diese in Jerusalem versammelt waren.

Im 6. Jhd. wurde eine Taube zum Pfingstsymbol des H. Geists erwählt. Noch im Mittelalter wird der Hl. Geist auch in menschlicher Gestalt dargestellt. Papst Urban VIII untersagte solche Darstellungen. Ab 1775 ist die Darstellung des Hl, Geists nur mehr als Taube zulässig.

Im einem heute noch vorhandenen Fensterbild, welches die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer zeigt, ist in der Erlöserkirche durch die senkrecht von oben kommende Taube die symbolhafte Darstellung des Heiligen Geists auch heute noch erhalten geblieben.

Bildertanzquelle + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 19. Mai 2024

Das Nebelhöhlefest an Pfingsten, im Jahr 1885.


 Bildertanzquelle: GEA-RT, vom 16.05.1964 - Holzschnitt eines Unbekannten                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 18. Mai 2024

Öffentliche Baumpflanzung in Honau, am 1. Mai 2024. Als Auftaktveranstaltung zu einer projektierten, interkommunalen Bundesgartenschau im Jahr 2039 - von der Echazquelle in Honau bis zu deren Einmündung bei Kirchentellinsfurt in den Neckar.


Gepflanzt wurde im Rahmen des traditionellen Bockbierfests, beim Kneippbecken im Forellenweg,
eine Mehlbeere, als Baum des Jahres 2024.

 Bildertanzquelle: Hans Gerstenmaier / "Honemer"                                                                                  eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 16. Mai 2024

Montag, 13. Mai 2024

Landschaftspflege durch Schafbeweidung im Naturschutzgebiet "Lippentaler Hochberg".


Der Bodenbewuchs auf der Wacholderheide wird durch die Schafbeweidung und ein paar Ziegen kurz gehalten und bewahrt die offenen Flächen davor zu verbuschen. Auf einer so kurz gehaltenen Fläche haben dann sonnenliebende Arten eine Chance, die normalerweise schon nach kurzer Zeit von Büschen und Bäumen überschattet und so verdrängt werden. Dieses bietet nicht nur seltenen Blumen und Gräsern eine oft bunte Entfaltungsmöglichkeit, sie sind auch ein Biotop für Tiere, Schmetterlingsarten, Echsen, Käfern usw. die ausschließlich von diesen Pflanzen leben können.

Foto, vom 12. Mai 2024 + eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 11. Mai 2024

Maikäfer, flieg! Dieses Jahr eine Rarität.


 Jeder weiß, was so ein Maikäfer für ein Vogel sei:

In den Bäumen hin und her,
fliegt und kriecht und krabbelt er.

                                                                              Wilhelm Busch

Foto, vom 10. Mai 2024 + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 9. Mai 2024

1931 - im Bahnhof "Station Lichtenstein" : Güterzug nach Honau wird bespannt. Die 97503 gehörte zu Deutschlands stärksten Zahnrad-Dampflokomotiven und schaffte jahrelang und zuverlässig zwischen den Rampen von Reutlingen und Münsingen.


Besten Dank an Herrn G. Specht, der uns diesen historischen Beitrag übermittelt hat.

Bildertanzquelle: Eisenbahn-Magazin 3/2000                                                                                            eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 8. Mai 2024

Baumwollspinnerei Unterhausen, mit Neubau von 1922 und dem s.g. "Schweizerhaus".


 Foto, Archiv: Dieter Bertsch                                                                                                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 7. Mai 2024

In Honau wurde der Maibaum traditionell "von Hand" aufgestellt. "Liebe die Heimat und deren Sitten - dann brauchst du nicht um Fremdes bitten!"



 Foto: Hans Gerstenmaier / "Honemer"                                                                                                     eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 6. Mai 2024

Wenn der "Löwenzahn" zur "Pusteblume" geworden ist: Da fällt einem Omas schwäbischer Kinderreim wieder ein.


 Paule, Paule, Pupp, Pupp, Pupp,
koch mir au a Wassersupp,
aber blos ed ganz so denn,
daß e ed no s'Maul verbrenn!

Foto, vom 5. Mai 2024 + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 5. Mai 2024

Ehemaliger Bahnhof "Unterhausen Spinnerei" mit dem s.g. Schienenbus.


 Bildertanzquelle: Archiv des GHV Lichtenstein                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Samstag, 4. Mai 2024

Im Jahr 1911: Der Bau einer Drahtseilbahn, von Honau hoch auf den Lichtenstein, wird verhindert.

Urach, Wilhelm (II); Herzog;
Graf von Württemberg; 1864 - 1928

Schloss Lichtenstein, um 1900

Auszug aus dem "Schwäbischen Tagblatt, vom 31.05.1911:



Friedrich Zorer  kam 1897 als Oberamtmann von Weinsberg nach Reutlingen. Ab 1899 führte er dieses Amt in der Dienststellung eines Kollegialrates (Regierungsrat) aus. 1916 erhielt er den Titel und Rang Oberregierungsrat. Mit Ende der Monarchie 1918 ging Friedrich Zorer in den Ruhestand. Er starb 1935.

Bildertanzquelle (Text): Kreisarchiv Reutlingen                         Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 2. Mai 2024

Unterhausen, Jahrgang 1928/29: In der 6. Klasse beim Schulausflug auf den Roßberg.


Foto von Anneliese Schweizer                                                                                                                    eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 30. April 2024

Postkarte von Honau mit Schloß Lichtenstein, aus den 1920er Jahren.


Im Vordergrund das Mayersche Fabrikle, erbaut im Jahr 1915.

Das Zügle auf der Zahnradstrecke ist falsch eingezeichnet. Die Dampflokomotive hat aus Sicherheitsgründen immer hinten, d.h. am Ende des Zuges geschoben.

Bildertanzquelle: Paul Schweizer                                                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 29. April 2024

Das "Klappersteigle" war die ehemalige Strecke des Postreiters, vom Unterhausener Zellertal kommend zum Übersberg und weiter zum Oberamt Urach. Dieser alte Zugang auf die Albhochfläche ist heute komplett gesperrt, da er in einer Kernzone des "Biosphärengebiets Schwäbische Alb" liegt.


Das Steigle hat seinen Namen von dem 1447 erwähnten Albert Diem von Husen, genannt "Plaphart", und hieß noch in der Markungsbeschreibung von 1623 "Blappartsteig" (so beschreibt es zumindest Kinkelin im Pfullinger Heimatbuch, S. 401)

Bildertanzquelle + eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 28. April 2024

Honau, am 26. April, 2024: Die neue Winterlinde an der Ortseinfahrt (B 312) wurde gepflanzt.


Eine Winterlinde kann ein Alter von 1000 Jahren erreichen. Sie blüht etwas später als ihre "Schwester" die Sommerlinde. Die Blütezeit reicht von Ende Juni bis in den Juli hinein. Sie zählt zu den wenigen echten Sommerblühern unter den heimischen Gehölzarten, was sie als Nahrungsquelle für Insekten besonders wertvoll macht.

 Foto, vom 26. April 2024: Hans Gerstenmaier ("Honemer").                                                                   eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 26. April 2024

Aktuelles von der Pflegefläche "SOKO Steigbergsteigle", im Unterhausener Reißenbachtal.




Hallo zusammen, auch wenn jetzt durch die Beweidung von Nicos Schafen + Ziegen ein gewisser Stillstand in der botanischen/faunistischen Entwicklung unserer Fläche eintritt, war am letzten Samstag doch wieder einiges zu sehen. So habe ich den Magerrasen-Perlmutterfalter (Boloria dia) entdecken können. Normalerweise fliegt dessen erste Generation von Mai bis Mitte Juni. Durch die frühe Vegetationsentwicklung bzw. die große Wärme in der ersten Aprilhälfte ist er jetzt früher dran. Seine Raupen ernähren sich von den Veilchen, von denen wir ja etliche auf der Fläche haben. Er ist deutschlandweit vom Aussterben bedroht. Bevor die Tiere alles auffressen, habe ich dieses Mal eine Makroaufnahme von einer Kugelblume gemacht. Die stehen rund zwanzig Meter nördlich des Wanderweges. Nico hat letzten Donnerstag angefangen mit der Beweidung (auf der Fläche links des Wanderweges). Zwischenzeitlich hat er auf die andere Wegseite mit seinen Tieren gewechselt. Soweit ich es sehen konnte, haben die Kreuzenziane die Beweidung bisher ganz gut überstanden. Wir haben in diesem Jahr außergewöhnlich viele Herbstzeitlose auf der Fläche. Ich denke, dass die durch den sehr nassen Winter und das nasse Frühjahr besonders gut gewachsen sind.. Nach der Beweidung sollten wir die rausziehen/absensen. Die werden, weil giftig, von den Tieren nicht gefressen und nehmen den selteneren Pflanzen den Wuchsraum weg.

Fotos + Text: Jürgen Zimmerer / Naturschutzfachkraft.

eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 25. April 2024

"Wenn mer ebbes nemeh macha kao. no isch hee!" - oder man geht nach Holzelfingen!


Die Tröster-Brüder aus Holzelfingen, Richard und Rainer, haben für das "Pumphäusle" in Honau den Flachriemen für die Antriebs-Transmission mit einem neuen Riemenschloss repariert.

Foto, vom 23. April 2024: Freigegeben von Richard Tröster, Übermittelt von Hans Gerstenmaier / "Honemer".

eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 24. April 2024

"Schwäbischer Albverein", Ortsgruppe Unterhausen: Vorstandschaft im Jahr 1995.


Der Schwäbische Albverein e.V. wurde 1888 in Plochingen gegründet. Er ist der größte Wanderverein Europas. Unter dem Motto Natur - Heimat - Wandern bietet der Verein eine Vielzahl gemeinnütziger Leistungen und Freizeitangebote. Dazu gehören u.a. geführte Wanderungen, Fortbildungen und Workshops, aber auch Mundart-, Tanz und Musikveranstaltungen.

Die Bereitstellung der Wegeinfrastruktur ist von Anfang an eine der herausragenden Leistungen des Vereins. Für die Unterhaltung, Markierung und Beschilderung von ca. 20.000 Kilometer Wanderwegen zwischen Main und Bodensee sorgen eine Vielzahl ehrenamtlich engagierter Mitglieder.. Seit 1994 ist der Schwäbische Albverein auch anerkannter Naturschutzverband.
 
Der Verein gliedert sich in einen Hauptverein mit Sitz in Stuttgart und rund 450 Ortsgruppen. Diese arbeiten in 22 regionalen Gauen zusammen und werden von dort betreut und unterstützt.

Die vorherigen Textauszüge wurden aus der Webseite des Schwäbischen Albvereins entnommen und sollen dem interessierten BLOG-Leser ausschließlich zur Information dienen.

Bildertanzquelle: Archiv des GHV Lichtenstein                                                                                         eArchiv: Dieter Bertsch

Sonntag, 21. April 2024

"Handlung" von Gottlob Hornikel, im "Entengässle" des ehemaligen Oberhausen.


Text: Um das Jahr 2000:


 Bildertanzquelle: Archiv des GHV Lichtenstein                                                                                        eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 19. April 2024

Von Verwitterung und Erosion gezeichneter Felsblock in der Oberhausener "Schlösslessteige" - bekannt als "dr Gaul".

Kaum ein Kind und mancher Erwachsene, der hier vorbeikommt, ist nicht schon
auf diesem Felsblock gesessen.


Besten Dank an Jürgen Hinger, der uns das Foto (ohne Pferdesilhouette) und den nachfolgenden Text zur Verfügung gestellt hat:

"Dr Gaul" in der Schlösslessteige diente wohl vielen Kindern meiner Generation und vermutlich auch noch vieler vergangener Generationen als beliebtes Spielgerät beim Anstieg zu einer Schlittenabfahrt auf der Schlösslessteige. Da der Fels wie ein Sattel geformt ist, kann man darauf bequem Platz nehmen. Im Rahmen der jüngsten Baumfällarbeiten ist er offensichtlich von einem Forstfahrzeug gerammt und um ca. 90 Grad gedreht worden. Er "blickt" jetzt nicht mehr in Richtung des Fahrweggefälles, sondern quer zur Steige Richtung Hang und wurde auch noch etwas lateral hangabwärts versetzt und an seiner linken Hüfte schwer verletzt. Wie vergänglich doch alles ist. Nicht einmal ein tonnenschwerer Fels hat Bestand.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch