Montag, 7. September 2020

Was ohne Ruhepause geschieht ist nicht von Dauer!


Die Aufnahme wurde am Brunnen bei der Erlöserkirche gemacht. Im Hintergrund erkennt man den Biergarten vom Gasthof Stern.

Jetzt läuft das Wasser am Brunnen wieder, er hat auch nur zwischendurch eine Pause gemacht. Jetzt erfüllt er übrigens auch alle erforderlichen Sicherheitsstandards. Herzlichen Dank an  alle  Beteiligten die hierzu ihren Beitrag geleistet haben.
Foto, vom 4. September 2020 + eArchiv: Dieter Bertsch

Freitag, 4. September 2020

"Wir kommen durch!". Eine Spezialfirma verschafft dem derzeit an Verstopfungsbeschwerden leidenden Reißenbach Abhilfe mittels Einsatz einer Hochdruckwasserstrahlanlage ( mit 2500 bar*).



Der Reißenbach wird innerorts seit mehreren Jahrzehnten  in Röhren geführt, bevor er in die Echaz eingeleitet wird. Das kalkhaltige Wasser hat mittlerweile zu erheblichen Ablagerungen geführt. Um den erforderlichen Rohrquerschnitt für die maximal anfallende Wasserdurchflussmenge wieder herzustellen, muss die Kalkschicht mit einer speziellen Wasserstrahltechnik abgetragen und vor Ort unmittelbar abgesaugt werden. Die Echaz wird durch diese Maßnahme nicht verschmutzt.

* Hinweis: 1 bar ist der Druck einer Wassersäule von 10 Meter Höhe bzw. der Wasserdruck in 10 Meter Tiefe.
Foto, vom 1. September 2020 + eArchiv: Dieter Bertsch

Donnerstag, 3. September 2020

Die s.g. "Greifensteiner Grabplatte". Beschreibung von Pfarrer Paulus, im November 1930. Veröffentlicht im "Heimatboten für Holzelfingen".


Im "Heimatboten für Holzelfingen", vom November 1930, hat Pfarrer Paulus zum obigen Foto das Nachfolgende veröffentlicht: 

Die Leser werden gesehen haben, daß die Grabplatte zwei Inschriften hat. Die eine, die Umschrift, in gotischer Schrift, also deutsch; die andere lateinisch. Die gotische Umschrift lautet: Anno dom. M,C.C.C.C.LXXXXIIII. jar (= im Jahre des Herrn 1494) starb. tilgen.goesin. von. Holzelfingen. der. got. gnedig. sin. well. Man nimmt an, daß der Name tilgen (= Ottilie) goesin der Name der letzten Greifensteinerin sei, die im Chor der Kirche, der alten Grabstätte der Greifensteiner, beigesetzt worden sei; vielleicht einer Tochter des Burckhardt von Gochzen, Vogt und Forstmeister des Klosters von Zwiefalten. 

Im Jahr 1717 sodann ist diese Grabplatte zum Grabdenkmal für seine Töchter von Pfarrer Sehner benützt worden. Das sagt die lateinische Inschrift, die ausgeschrieben und übersetzt lautet: In Nomine Jesu (= im Namen Jesu). Amatissimis fibiabus suis hic sebultis (= seinen innig geliebten, hier begrabenen Töchtern) Juditae Veronicae. Mariae Margaretae. Annae Reginae (= Judita Veronica, Maria Margarete, Anna Regina) variolis dysenteriis IX mensium spatio extinctis (= welche an verschiedenen Darmerkrankungen (Ruhr) innerhalb 9 Monaten gestorben sind) signum hoc doloris sculpsit ipsa patris Sehneri manus (= hat dieses Trauerdenkmal eigenhändig gemeißelt der Vater Sehner. M.DCC.XVII (= 1717). 

Merkwürdigerweise ist im Totenregister nur der Tod der siebenjährigen Juditha Veronica, am 6. Dezember 1716 eingetragen, mit der Angabe, daß sie an den "leidigen Durchschlechten" (Pocken ?), die damals "allenthalben grassiert", gestorben sei. Weiter ist hinzugefügt, daß zu ihrer letzten Ehre, an ihrem Namenstag ("Veronica"), am 4. Februar 1717, das schöne Epitaphium (= Grabschrift oder Grabstein) in der Kirche aufgehängt worden sei. 

Die beiden anderen auf dem Grabstein erwähnten Töchter, Margareta und Regina sind am 24. August 1712 und 15. März 1717 geboren. Sie müssen zwischen dem 6. Dezember 1716 und 6. September 1717 gestorben sein. Im Totenregister ist zwischen dem 21. März 1717 und 9. August 1719 kein Eintrag, dagegen Raum gelassen, wie zum nachträglichen Eintrag noch nicht geschriebener Todesfälle. 

Das im Totenregister erwähnte Epitaphium kann nicht die Grabplatte sein, denn das Epitaphium ist am 4. Februar 1717 "in der Kirche aufgehängt worden". An diesem Tag war die auf der Grabplatte genannte Anna Regina noch gar nicht geboren. Das Epitaphium wird vielmehr eine Schrift gewesen sein, die dann wieder weggenommen wurde, als Ende 1717 das steinerne Denkmal für die 3 Töchter aufgerichtet war. 

Jetzt ist die Grabplatte an der Außenwand der Sakrestei aufgerichtet und festgemacht und zeugt von Sterben und Trauer und vergangener Herrlichkeit aus den Tagen der Väter. 

Im November 1930

Aufgrund des momentan allgemein bestehenden Interesses, an der "Greifenstein Geschichte", wird der BLOG-Eintrag, vom 20. SEP 2016, Heute wiederholt.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 2. September 2020

Unsere Gegend vor zwanzigtausend Jahren: Nahezu menschenleer, baumlose Tundra, kahle Flächen und eisige Winde.


Quellennachweis: Reutlinger General Anzeiger, vom 16.09.1992 / Petra Schöbel. Verwendet wurden hierbei u.a. Beiträge zum Thema "Die Münsinger Alb, Landschaft im Wandel" und das breitgefächerte Wissen von Oberforstrat Werner Goerlich.

eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 1. September 2020

Der Holzelfinger Steinbruch in den 1950er Jahren.


Fotoauszug: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                           eArchiv: Dieter Bertsch