Im Jahr 1918 zog die wohlhabende Cranz Familie von Belgien auf die Schwäbische Alb in ein Nebenhaus des damals bekannten "Albhotel Traifelberg", das 1978 den Betrieb einstellte. Dieser Ort bildete mit die Grundlage für das Erlernen des Skifahrens. Am naheliegenden "Tobelkapf" (783 m hoch) wurde schon vor und dann wieder nach dem Ersten Weltkrieg das Skifahren praktiziert. Erste Sonderzüge brachten am Wochenende städtische Ski- und Wintertouristen auf die Schwäbische Alb.
Die 28-jährige Mutter von Christl Cranz war dem Neuen zugänglich und so wurden in Reutlingen für die ganze Familie Ski gekauft. Christl beschreibt in ihrer Autobiografie, daß diese für sie viel zu groß waren. Die goldgelben Ski besaßen einen Längsstreifen auf dem das Schloß Lichtenstein eingraviert war.
Der Varer ist viel auf Geschäftsreisen und die restliche Familie genoss das Freilandleben, Die Kinder des Hotelbesitzers - die "Glücksbuben" - waren passende Spielkameraden. Nach nur knapp zwei Jahren zog die Familie Cranz nach Interlaken in die Schweiz.
Ausführliche Details, auch von der Zeit im "Albhotol Traifelberg", sind in einem Buch von Annette R. Hofmann enthalten. Der Titel: "Christl Cranz / Die Lebensgeschichte einer Olympiasiegerin zwischen Skisport und NS-Politik".
Ein Belegexemplar kann bei mir bzw. beim GHV-Lichtenstein eingesehen werden.
eArchiv: Dieter Bertsch
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