In den Blättern des Schwäbischen Albvereins von 1894 erscheint folgender Artikel:
In Holzelfingen hat die ehemalige Burg und heutige Ruine "Greifenstein" die Einwohner schon immer nachhaltig beschäftigt. Um 1890 wurde August Tröster, ein Holzelfinger Bürger, zu einem Festspiel angeregt, das in volkstümlicher Weise ein Zusammentreffen der Bauern mit dem Ritter vom Greifenstein und dessen Frau und Tochter vorführt. Besonders gelungen sind die im guten Albschwäbisch gehaltenen Ansprachen der Bauern.
Verfasser ist der junge August Tröster, ein Arbeiter, dem seine Tätigkeit in der Fabrik im Tal drunten noch Zeit läßt zu solchen dichterischen Versuchen auf den Bergen der Alb.
Idealerweise finden sich in Holzelfingen einmal wieder interessierte Personen und führen das Stück bei einer passenden Gelegenheit auf.
Quelle der Textauszüge: Albvereinsblätter, 1894 Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch
Montag, 7. November 2016
Sonntag, 6. November 2016
1950er Jahre: Echazbrücke in der Ludwigstraße - im ehemaligen Oberhausen.
Gebäude von links nach rechts: Keppeler, Pfohlmann, Trudel (Zimmermann), Leibfritz, Anna Neubrander, Geschwister Reiff (Julie+ Helene).
Fotoauszug: GHV Lichtenstein (Karl Vöhringer) Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch
Samstag, 5. November 2016
Honau 1955: "Weebers Kettenkarussell" auf dem Festplatzgelände, direkt unter dem Schloss!
Kettenkarussells gehörten ab den ersten Jahrzehnten bis in die sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zu den beliebtesten Fahrgeschäften auf deutschen Festplätzen. In unserer Gegend war die Fahrt mit Hermann Otto Weebers Kettenkarussell der Wunsch jedes jugendlichen Festplatzbesuchers. Wer erstmalig in einem an Ketten und einem Drehkranz festgemachten Fahrgastsitz durch die Luft herumgewirbelt wurde, hatte jetzt das Jugendalter erreicht und mußte nicht mehr mit einer Märchenfigur im Kindekarussell Vorlieb nehmen.
Bildertanzquelle: Fotoalbum Thea Munz / Übermittelt durch Dr. Peter Munz / Hans Gerstenmaier
Text-Recherche: Wikipedia
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch
Freitag, 4. November 2016
Herbst im Lichtensteiner Echaztal: "obenrum frei" / "untenrum bedeckt".
Dieses Foto wurde von unserem GHV-Mitglied Hans Gerstenmaier aus Honau aufgenommen.
eArchiv: Dieter Bertsch
Donnerstag, 3. November 2016
1906: Karl Vollmer aus Unterhausen war einer der ersten Chauffeure in der Region Reutlingen.
Bei diesem "vorsintflutlichem" Gefährt handelt es sich um einen Adler-Wagen aus dem Jahre 1903, der Gala-Wagen des damaligen Direktors der Baumwollspinnerei in Unterhausen. Mit ihm machte der leitende Herr dieses Unternehmens seinerzeit die Geschäftsfahrten. Er machte dabei nicht weniger Eindruck als ein Chef von heute, der in einer supermodernen Nobelkarosse vorfährt. Für das Foto durfte sich der Sohn des Direktors hinter das Lenkrad setzen; der Mann, der den Wagen wirklich fahren durfte, war der Chauffeur, Karl Vollmer aus Unterhausen, der sich in wirksamer Pose rechts an den Wagen anlehnt.
Karl Vollmer ist 1883 geboren. Drei Jahre lang, bis 1906, durfte er als Chauffeur noch ohne Führerschein fahren. Erst mit der Einführung des Führerscheins im Jahre 1906 legte er die erforderliche Prüfung ab. Die Prüfungsfahrt führte die Gartenstraße in Reutlingen rauf, durchs Marktgäßle durch und dann die Wilhelmstraße hinunter bis zum Bahnhof. Kein Gegenverkehr, keine Hinweisschilder und keine Einbahnstraßen. Über den Motor fragte der amtliche Sachverständige den Prüfling erst gar nicht aus. "Es ist ein französischer", sagte er, "da könnten Sie mehr davon verstehen als ich". Der Führerschein besaß auch seine Gültigkeit als Karl Vollmer später für die Pfullinger Adler-Brauerei gefahren ist und unmittelbar vor dem Kriege als Omnibusfahrer die Linie Lichtenstein - Willmandingen befuhr.
Daß er zu den ersten gehörte, die ein richtiges Automobil durch das Land steuerten, zu den ersten, die einen richtigen Führerschein besaßen, machten ihn stets stolz und glücklich.
Quelle: Auszüge aus dem Reutlinger GEA, vom 8. Januar 1955 Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch
Mittwoch, 2. November 2016
Zwei treue BLOG-Besucher genießen die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen.
Das Foto zeigt Renate und Fritz Banzhaf. Es wurde in der Gartenwirtschaft beim Forsthaus Lichtenstein aufgenommen.
Die Sonne bleibt Anfang November immer öfters hinter dicken Wolken verschwunden. Doch wenn dann milde Sonnenstrahlen ihren Weg durch buntes Herbstlaub suchen, empfiehlt sich ein ausgedehnter Spaziergang.
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fliessen.
(Eduard Mörike 1804 - 1875, deutscher Lyriker)
Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch
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