Sonntag, 7. Juni 2020

Jakob Reiff mit seiner Frau Katharine, der 1840 den "Stahlecker Hof" gründete.


Textauszüge aus dem Artikel im Reutlinger GEA, vom 30.10.2004, Verfasser  Gert Lindemann  / GHV Lichtenstein:

Der Unterhausener Maurermeister Jakob Reiff, er lebte von 1808 bis 1883, verließ 1840 das Echaztal und gründete als einer der ersten Aussiedler ein landwirtschaftliches Anwesen auf einem damals ziemlich wertlosen Steinhügel auf der wasserlosen Hochfläche, nahe der ehemaligen Burg Stahleck.
Gut 20 Jahre später begann er dort Getränke auszuschenken. Dieses war die Geburtsstunde des "Stahlecker Hofs".
Im Beruf weit herumgekommen, schien er ein Mann mit Ideen und ein schwäbischer Tüftler gewesen zu sein, der nicht gerne ausgetretene Wege ging. In Ohnastetten führte er den Schulerweiterungsbau aus und machte sich einen Namen durch seine Kenntnisse im Orgel- und Uhrenbau.

Das Reiffsche Anwesen verfügte über keine Quellfassung, war also auf "Dachwasser" angewiesen. Die Trockenheit in den Sommermonaten machte den Bewohnern sehr zu schaffen. Gerade wenn man das Wasser am nötigsten gebraucht hätte ist es ausgegangen. Reiffs Sohn bekundet 1905 die Absicht "von den Quellen im Brudergärtle abzweigend" eine Wasserleitung zur Versorgung des Stahlecker Hofs zu bauen. Doch der Wirt hatte die Rechnung ohne den Unterhausener Gemeinderat gemacht: Warum auch immer wurde erst 1954 eine Wasserleitung gelegt.

Das Anwesen mit Gaststätte wurde zwischenzeitlich mehrfach umgebaut und erweitert.

Bildertanz / Textauszüge; GEA-RT, vom 30.10.2004 - Gert Lindemann, GHV-Lichtenstein.

Bearbeitung + eArchiv: Dieter Bertsch     

Samstag, 6. Juni 2020

Wilhelm Reiff, Gemeindearchivar in den 1980er / 90er Jahren.


Foto: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                                                       eArchiv: Dieter Bertsch

Mittwoch, 3. Juni 2020

Die ehemalige "Honauer Säge" - auch bekannt unter "Säge", "Sägwerk Honau". Weniger geläufig unter: "Mechanische Werkstätten der J.G. Rilling und Söhne, von 1880".


1880: Mechanische Werkstätten der J.G. Rilling und Söhne, Sägewerk und Mühlenbau.
1924: Karl Wengst, Sägemüller.
1925: Neuer Eigentümer, Herzog Wilhelm II von Urach; jetzt als Elektrizitätswerk für den Pumpbetrieb und die Stromversorgung für das Schloss Lichtenstein genutzt.

Später pachteten die Gebrüder Schmid das Areal (Nutzung als Schreinerei, Sägewerk und Elektrizitätswerk).
1930: Jakob Schmid (Opa) ist noch täglich am Gatter beschäftigt.
1962: Ein "Lokomobil" wird aufgestellt und mit Holz betrieben. Das Sägewerk wird in diesem Jahr noch stillgelegt, die Schreinerei zieht in den Forellenweg um.

Text: Hans Gerstenmaier, Honau                                                                Foto, vom 30. Mai 2020 + eArchiv: Dieter Bertsch

Dienstag, 2. Juni 2020

Das Pumphäusle in Honau, am Fußweg zur Echazquelle.



Das Pumphäusle, zur Wasserversorgung von Schloss Lichtenstein, wurde 1895/96 von Herzog Wilhelm II, Graf von Württemberg erbaut. Der letztmalige Betrieb erfolgte als Wassernotversorgungs-Maßnahme im Jahr 1990. Die Pumpstation wurde durch eine neue Versorgungsleitung, ausgehend von der Schloßstraße, ersetzt.

Weitere Details, insbesondere über die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen in den Jahren 2004 / 2005 sind in der Broschüre: "s'Pumphäusle" enthalten (Herausgeber Ernst Etter).

Foto, vom 30. Mai 2020 + eArchiv: Dieter Bertsch

Montag, 1. Juni 2020

An Pfingsten geht's normalerweise "Wald aus, Wald ein, zur Nebelhöhle und zum Lichtenstein"! Die Corona-Pandemie hat dieses Jahr alle diesbezüglichen Vorhaben verhindert.


Postkarte von 1901: Archiv des GHV-Lichtenstein                                                                               eArchiv: Dieter Bertsch